Frage von joggingqueen, 69

Wo liegt der Fehler beim Lauf-Training?

Hallo Zusammen,

ich laufe nun seit ca. 4 Monaten. Zu Anfang war ich eher unsportlich und habe nur 2km durchgehalten. Diese bin ich in einer Zeit von ca. 25 Minuten gelaufen. Von meinem Arzt habe ich ein Spray erhalten, das die Bronchen erweitern soll, da es Anzeichen auf Belastungsastma gibt.

Nun laufe ich inzwischen 5 km bei einer Zeit von 35-40 Minuten. Ich hatte aber auf ein wenig mehr Trainingserfolg gehofft. Nach dem Training bin ich immer völlig aus der Puste und mein Herz rast.

Ich habe grundsätzlich einen hohen Ruhepuls. Laut Brustgurtmessung trainiere ich aber direkt nach dem 1. Schritt außerhalb des Fettstoffwechselbereichs. Vielleicht bin ich aber auch generell ein hochpulsiger Mensch und die Richtwerte gelten bei mir nicht....

Da ich mich über den Tag viel bewege, Rolltreppen meide und jeden Schritt mehr gehe, der möglich ist, wäre reines gehen für mich im Training keine Option. Sport soll Spaß machen aber man soll auch wissen, dass man was gemacht hat.

Gerne würde ich nur vermehrt im aeroben Bereich trainieren und meinen Fettstoffwechsel anregen. (Ich bin nicht übergewichtig, aber ein wenig weniger Fett und abnehmen im Zusammenhang mit Sport hat wohl noch keinem geschadet ;) ).Außerdem hätte ich mir nach der Zeit wenigstens ein kleines bisschen mehr Erfolg gewünscht, sodass bei den 5km wenigstens die ersten 4 km sauber gelaufen werden können. Doch schon nach den ersten Metern bin ich aus der Puste und muss mich quasi zum Durchhalten zwingen. Später habe ich keine Probleme mit meinen Beinen oder Muskelkater sondern bin einfach total platt und könnte direkt schlafen.

Mache ich eine kurze Pause, dann geht es auch nur kurzfrstig. Trinken tue ich sowieso genug... Mein Ziel ist eigentlich erstmal 10km locker laufen zu können. Ursprünglich habe ich das mal für Oktober angesetzt, aber das kann ich glaub ich wohl vergessen... Die Zeit dabei ist für mich erstmal zweitrangig. Dabei wäre es natürlich schön die ersten km locker anzugehen. Aber sobald mein Körper "trabt" oder langsam joggt ist es vorbei.

Ich habe auch schon an die Laktatwerte gedacht. Dennoch so eine Untersuchung ist mir eigentlich zu teuer. Aber vielleicht klappt es auch nicht anders....

Vielleicht hat ja jemand von euch noch eine Idee, wie es weiter gehen könnte, damit ich langfristig mein Ziel erreichen kann und über welchen Zeithorizont wir dabei sprechen.

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Antwort
von Juergen63, 45

Erstmal sprechen die Angaben ja für sich. Zu Beginn nur 2 Km in 25 Minuten machbar und mittlerweile 5 Km in ca. 35 Minuten. Das ist schon mal definitiv eine Verbesserung der Ausdauer und auch der vergleichbaren Laufzeit.

Nun stellen sich die Erfolge nicht im Linearen Takt ein. Je mehr du in das Fortgeschrittene Trainingsstadium kommst, desto kleiner wird die Verbesserungsschere. Leistungssportler feilen mit unter Jahre an einigen Sekunden / Minuten der Leistungsverbesserung. Von daher sehe ich da jetzt nichts außergewöhnliches bei dir.

Was den Puls, die Atemnot oder auch das Herzrasen betrifft, so ist das aus der Ferne nicht einschätzbar. Hier wäre eine ärztliche Untersuchung in Form von Blutwerten, EKG, Belastungs EKG, Blutdruckmessungen etc. sinnvoll um zu schauen ob da alles i.O. ist.

Was dein Vorhaben der erweiterten Laufstrecke betrifft, so musst du versuchen da Training wirklich locker und langsam an zu gehen. Das Problem ist das jeder Ausdauersportler sich einen bestimmten Rhytmus aneignet. Solange man die Distanz im gewohnten Rahmen hält ist dies auch kein Problem. Nimmst du dir vor einige Kilometer hinten dran zu hängen läufst du mit dem gewohnten Rhytmus jedoch in Gefahr auf der verlängerten Distanz einzubrechen.

Nichts desto trotz kann ich dich in einigen Punkten verstehen. Mir geht es als Radsportler in gewisser Weise ähnlich. Meine Ausdauer ist für 60-70 Kilometer gut und ausreichend. Da kann ich gut Intervalle einbauen, Anstiege integrieren oder auch mal bewusst auf Zeit fahren. Bei längeren Strecken geht mir nach Hinten dann einfach die Kraft und Ausdauer flöten, weil ich mehr oder weniger in meinem gewohnten Rhytmus gefangen bin. Da muss man sich dann wirklich am Riemen reissen und die Sache in einem ganz lockeren Tempo angehen.

Antwort
von whoami, 36

4 Monate sind fast nichts. Da musst du schon länger dranbleiben um wirkliche Verbesserungen verbuchen zu können.

Das Märchen mit dem Fettstoffwechsel darfst du ruhig ignorieren, denn tatsächlich ist es so, dass je höher die Anstrengung/der Puls, desto mehr Fett wird anteilig verbrannt. Einfache Rechnung:

1 - du rennst langsam im angeblichen Fettstoffwechsel = verbrannte Kalorien ca 500, davon ca 300 Körperfett.

2 - du rennst schnell; vebrrannte Kalorien (immer pro Stunde) 800, davon 400 Körperfett (Rest Glykogen, eigene Muskelmasse). 

Jetzt rechne dir mal selbst auf mit welcher Art von Training du mehr Fett verbrennst. Übrigens: der Körper verbrennt Fett IN JEDER LEBENSLAGE, IN JEDER SEKUNDE DEINES LEBENS, SELBST BEIM SCHLAFEN!

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