Sind die Haltewerte (vorausgesetzt die Schlinge liegt gut) vergleichbar mit denen von Klemmkeilen?

Leider kenn ich mich mit Knotenschlingen (noch) garnicht aus - hier findest Du jedoch schon eine ganz gute Antwort auf Deine Frage:
http://www.joergbrutscher.homepage.t-online.de/knoten.htm
Demnach hält eine gute gelegte 5mm Reepschnur doppellitzig mit Achterknoten bereits an die 7kN bis sie rausgezogen wird, was für die meisten dynamisch gesicherten Stürze ausreichen sollte.
Das A und O ist wie bei allen selbstgelegten Sicherungen jedoch die Rissqualität und das Können und die Erfahrung des Kletterers, um die Schlingen auch optimal zu platzieren.
Die für die optimalen Festigkeiten von Knotenschlingen und Klemmkeilen erforderlichen Geometrien der Placements sind unterschiedlich, deshalb kann man das eigentlich nicht vergleichen. Es gibt sicher auch im Kalk Situationen, in denen eine KS besser ist als ein KK. Und in den sehr glatten Rissen im Pfälzer Sandstein bringen Knotenschlingen nur ganz selten was.
Klemmkeile sind eher für sehr spitzwinklige Verengungen eines Risses geeignet. Knotenschlingen werden da durchgezogen.
Knotenschlingen sind besser für Löcher mit einem nur kleinen Steg davor. Klemmkeile würden den Steg zerstören oder aus dem Placement "herauswackeln".