Frage von bestoftherest,

Wie verhaltet ihr euch beim Matchball?

Vorhin wurde ja nach dem mentalen Aspekt beim Elfmeter gefragt. Im Unterschied zum Elfmeter, bei dem der Schütze meiner Meinung nach im Vorteil ist, hat man ja bei Sportarten wie Tennis, Squash, Tischtennis, Volleyball und viele mehr, keinen richtigen faktischen Vorteil bei diesem Punkt, sondern eher einen mentalen Vorteil. Riskiert ihr bei dem Matchball umso mehr? Hofft ihr auf die Nervosität des Gegners, und spielt defensiv oder abwartend? Was ist eure Taktik?

Antwort von FredFeuerstein,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Frage ist wirklich interessant. Verdammt interessant. Die meisten haben wohl schon unendlich viele Matchbälle erlebt, aber kann bei dieser Frage jeder sofort eine Antwort geben? Ich nicht! Ich musste etwas länger nachdenken und komme zu diesem Schluß:

Ein immenser Unterschied besteht zwischen Mannschaftssportarten oder Einzelspielern. Bei Mannschaftssportarten musst Du Deinen Partner(n) zeigen, dass auch Du jetzt killen wirst, so wie die anderen auch. Der Gegner kriegt mit der Angabe Angst. (hoffentlich!) Spielst Du alleine, kannst Du dem Gegner schon sehr deutlich zeigen, dass ER jetzt keinen Fehler mehr machen darf. Der Gegner muß schon vor der Angabe Angst haben (hoffentlich!)

Ein weiterer immenser Unterschied besteht darin, wie viele Punkte Du versemmeln kannst, um immer noch Matchball zu haben. Steht es Spitz auf Knopf, zeige Deinem Gegner, dass Du ihn jetzt und hier auf der Stelle zum Frühstück einnimmst oder zeige ihm die lässige Schulter, weil er eh schon verloren hat. Mit ein paar Punkten Abstand zeige ihm, dass sein Weg zu weit ist, um gegen Dich zu gewinnen. Es kann aber auch Sinn machen, ihm zu verdeutlichen, dass Du nach dem Ballwechsel unter die Dusche willst.

Irgendwie stehen wir jetzt wieder da, als Du Deine Frage gestellt hast. Trotzdem kann das alles richtig sein. Tennismaus hat geschrieben, dass sie versucht ihre Taktik weiter durchzuziehen. Das ist auf jeden Fall richtig. Warum etwas verändern, was zum Ziel führt?

Ich denke, es geht Dir um die „Außendarstellung“ und eben diese ist von Dir, dem Gegner und den sonstigen Bedingungen abhängig. Meiner Meinung gibt es da keine richtige Antwort, da zu viele Fragen bestehen.

Zeige Mut und spiel Dein Spiel. Wäre das Spiel bis dahin falsch gewesen, hättest Du nicht Matchball. Also war es richtig! Zieh das Ding einfach durch. All die Gedanken oben sind Humbug.

Ich denke, dies ist die lange Version von tennismausis Antwort.

Kommentar von wurmschocker,

gute Antwort, FredFeuerstein!

Kommentar von BadMintonPlayer,

und was für eine Wortwahl^^

Kommentar von tennis1234321,

ist genau richtig. aber ich mache es mir da oft sehr einfach. ich spiele meist bei matchball gegen mich noch aggressiver als vorher, also alles oder nichts, egal wie es steht. wenn man den punkt macht, dann hat der gegner wieder schiss es jetzt noch zu verpatzten und du zeigst ihm, dass du bis zum schluß dagegen hälst. beim eigenen matchball bin ich vorsichtiger. ich spiele erst auf sicherheit, biete dem gegner keine angriffschnce aber lasse ihn die fehler machen, wenn er zu kurz wird drauf gehen, nicht 100% aber 80% bis 90% und mit dem angriffsball zum netzt nachrücken und ich sage euch er verspürt einen unfassbaren druck und spielt zu 70% aus angst einen fehler, weil ich einschussbereit am netz stehe. wenn er keine chancen für mich zulässt ziehst du in solide aber bestimmt mit croos bällen aus dem feld. irgendwann zwingst du ihn auf den longline zu gehen, wenn er den punkt macht mit einem tollen winner, dann alles abhaken und weiter, aber er wird zu 70% keinen unfassbar guten winner spielen.

also fazit: keine angst bei matchball gegen dich, du hast nichts zu verlieren. und bestimmtes drückendes prozenttennis bei matchball für dich.

P.S. damit komm ich gut klar, ist mir klar, dass das nicht für alle der masterplan sein kann

Antwort von Prince,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich versuche den Matchball nicht als Matchball zu spielen, sondern als ganz normalen Punkt. Die Gefahr beim Matchball ist doch, dass man immer nur daran denkt, was wird nach dem Matchball? Hab ich gewonnen, oder muss ich weiterzittern? Man denkt dann einfach zuviel nach, und verkrampft. Je nach Spielstand, also wenn man zB 40 zu 0 vorne ist kann man ruhig mal was riskieren, und vielleicht einen überraschenden Netzangriff starten, oder andere taktische Varianten. Am einfachsten ist es aber, sich einfach vorzustellen, wie mag es denn dem Gegner gehen? Der hat doch auch ein Problem beim Matchball! Ich bin jetzt mal davon ausgegangen, dass du meinst, man hat selber einen Matchball, und es ist nicht das Verhalten beim Matchball für den Gegner gemeint.

Antwort von Floyd05,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Erstmals: Kompliment für diese gute Frage. Ich versuche in dieser Situation schon einen Schritt weiter zu denken. Also denke ich daran wie mir mein Gegner vorne am Netz zum Sieg gratuliert. Der ganze Druck liegt beim Gegner. Er "muss" jetzt den Punkt machen. Ich nicht.

Antwort von tennismaus,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich versuche meine taktik weiter durchzuziehen. leider passiert es immer wieder, dass ich zu defensiv werde.dann ärger ich mich ;-)

Antwort von Ballerman,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Beim Matchball gibt es ja auch zwei Varianten: Entweder ich habe Aufschlag oder mein Gegner? Meistens versuche ich in beiden Situationen besonders sicher zu spielen und meinen Gegner den Fehler machen zu lassen. Wittere ich aber meine Chance, dann pack ich zu wie ein Killerdackel!

Antwort von DaBenni,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Manchmal riskiere ich beim Squash zu viel und schlage zu hart, sodass der ball unter der linie ist. meine taktik ist es hart zu schlagen und zu hoffen das gegner den ball nicht kriegt

Antwort von BadMintonPlayer,

Bei Matchballs spiele ich sehr oft eher agressiv obwohl ich vorher eher im Defensivbereich war.

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