Frage von Elena87,

Wie muss die Spannung bei einem Langlaufski sein?

Ich bin Neuling, möchte mir aber nach ein paar Versuchen nun selbst eine Ausrüstung zulegen. Ich habe gelesen, dass man darauf achten muss, dass die Ski die richtige Spannung haben. Wie erkennt man das?

Antwort von Blackmind,

Auswirkungen der Skispannung

Beim klassischen Laufen führt ein zu steifer Ski dazu, dass die Steighilfezonen nicht auf den Schnee gedrückt werden können und man damit beim Abstoßen zurückrutscht. Ein mangelhafter Abdruck kann zum Wegrutschen (nach hinten) des Skis führen; die Fachliteratur berichtet - neben der Problematik eines erhöhten Kraftaufwandes - von der Gefahr einer Überstreckung des Beines. Dies kann zu Zerrungen im Oberschenkel und zu Überlastungserscheinungen im Bereich des unteren Rückenmuskels führen, aber auch Verletzungen des Knie-Bandapparates sind denkbar. Ein zu weicher Ski hat schlechte Gleiteigenschaften, weil die Zonen der Steighilfen zumindest teilweise auf dem Schnee aufliegen und dadurch als Bremse wirken. Dies vermindert nicht nur den „Spaß an der Freud´“ sondern kann ganz konkret im Einzelfall zu Stürzen führen.

Für einen Einsteiger ist es wichtig, dass die Steighilfe im Anstieg zuverlässig funktioniert, die Gleiteigenschaften spielen dabei eine eher untergeordnete Rolle. Allerdings sollte man mit Zugeständnissen in diesem Punkt nicht zu großzügig sein, ein deutlich zu weicher Ski „läuft“ einfach nicht. Das Laufen macht keine Freude und wird schnell zur Qual. Beim Skaten ist eine exakte Skiführung erst durch die korrekte Skispannung möglich: ein zu weicher Ski läuft schlecht geradeaus, ein zu steifer Ski lässt sich kaum drehen. Ein zu weicher Skatingski hat insbesondere bei weicher Spur sehr schlechte Gleiteigenschaften.

Hauptkriterium für die Wahl der richtigen Skispannung ist das eigene Körpergewicht. Vor dem Kauf sollte man das Skipaar auf die richtige spannung testen lassen. Die Spannung stimmt, wenn ein Blatt Papier unter den Steigzonen noch leicht bewegt werden kann. Die Steigzone reicht dabei von anderthalb Fußlängen vor dem Schwerpunkt bis knapp hinter die Fersen. Die Hersteller bieten ihre Skimodelle häufig in verschiedenen Härtegraden an. Diese Härtegrade sind dann beispielsweise durch Begriffe wie „soft“, „medium“ oder „stiff“ auf dem Ski angegeben. Teilweise finden sich auch Gewichtsklassen, beispielsweise „61-70 kg“. Wenn keine Angabe ersichtlich ist, so besteht zumindest der Grundsatz, dass längere Ski auch eine höhere Spannung haben, weil der größere Läufer eben auch schwerer ist. Ein sportlicher Läufer kann auch mit einem steiferen Klassikski zurechtkommen. Durch die Dynamik des Beinabstoßes drückt er auch einen Ski auf den Schnee durch, der vielleicht nach dem beschriebenen Test der Skispannung zu steif ist, oder für den er gewichtsmäßig zu leicht ist. Er kann damit aber im Flachen und in den Abfahrten das gute Gleiten genießen.

Wünsche allen ein ruhiges Fest!

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