Ich habe gelesen, dass bei der Herstellung der Golfschläger-Sätze gewisse Toleranzen oder Fertigungsungenauigkeiten bestehen. Dies wirkt sich besonders beim Gewicht, Flex, Loft und Lie der einzelnen Schläger bei einem Golfsatz aus. Wie groß dürfen diese Ungenauigkeiten sein? Und wie wirken sich diese aus? Steigt die Genauigkeit dieser Werte mit dem Preis des Golfsatzes?

"Dürfen" darf der Hersteller erstmal alles, es gibt weder eine Norm noch eine gesetzliche Regelung.
Nach meiner Erfahrung kann man den Preis als Anhaltspunkt für die Toleranzen der Fertigung nehmen, aber nur ansatzweise.
Es kommt auch darauf an, was man als OK akzeptiert: teure Marken fertigen z.B. beim Gewicht +/- 4gr bzw. 3 gr., bei einem Gewichtssprung von 7 gr. von Kopf zu Kopf kann es hier schon zur Überlappung kommen (d.h. Eisen 6 und 7 ist dann beispielsweise gleich schwer). In Sachen Loft-Lie ist es ähnlich. Ganz schlimm wird es beim Flex, egal ob hundsteure Marke oder Discountramsch: bei der herkömmlichen Fertigung wird auf den Schaft nur sehr mangelhaft eingegangen. Eine sehr gute Erklärung zu allem findet man hier: www.marken-golf.de - die Sachen von dort sind wirklich allerbestens, aber nur die, die dort in Deutschland hergestellt werden. Von Billigstangeboten kann ich nur abraten. Gute Erklärungen liefert auch: golfhaus.de slicekiller.de bagger-vance.de
Auswirkungen sind: unterschiedliche Schlagrichtung der einzelnen Schläger unterschidedliche Schlagweiten längere Schläger schwer zu treffen wenig Konstanz Unsicherheit im Schwung generell wenig Schlagweite unsichere Annäherung und vieles mehr . ein verdrehter Schaft kann bis zur Unspielbarkeit führen

Das ist ein leidiges Thema, auf das auch kein Hersteller gerne angesprochen wird. Um das Problem zu verdeutlichen: Bei einer Fehlertoleranz von nur +/- 1 Grad kann es zu einem Unterschied zwischem alten und neuen Golfschläger von 2 Grad kommen. Die einzelnen Eisenschläger untereinander unterscheiden sich aber im Loft nur um 3 bis 4 Grad. Was also bei einem Hersteller ein Eisen 4 ist, spielt sich beim anderen wie ein Eisen 3.
Die Fa. Haag Golf-Messtechnik (feedbacker.eu) hat auf der Rheingolf ein kleines Messinstrument für Schlägerköpfe vorgestellt. Vielleicht gibt es inzwischen auch schon einen Preis und vielleicht findet man einen Golflehrer, der sich so etwas anschafft. Für den einzelnen Spieler lohnt sich eine solche Anschaffung sicher nicht, aber dem Golflehrer erklärt es u.U. warum sein Schüler mit dem Eisen 5 den Ball immer wieder in den Wald kloppt.
Mehr zum Thema Schläger findet man hier: http://www.golf-for-business.de/golfportal/golfschlaeger-loft.php