Es hat wohl was mit guter Absicherung zu tun, aber kann man das noch näher fassen?

Plaisirklettern bedeutet eigentlich Klettern rein aus der Freude am Klettern - also im Prinzip ohne mit einem konkreten Ziel wie einem Gipfel oder einen Wanddurchstieg vor Augen oder um seine Leistungsfähigkeit oder Schwierigkeitsniveau zu steigern.
Die Absicherung sollte dafür bereits so vorinstalliert sein, dass sich der Kletterer darum nicht mehr kümmern muss, zumindest ist es das was man landläufig unter einer Plaisirkletterroute versteht. Wie jeder individuell seine "Spaßkletterroute" definiert, kann natürlich noch ein wenig davon abweichen.

Es geht einfach darum, dass Dir der Prozess des Felskrabbelns wichtiger ist, als konkrete Ergebnisse, Leistungen und Schwierigkeitsgrade. Das Erlebniss an sich steht im Vordergrund. Ich frage mich nur ob man als Person die in dieser Gesellschaft aufgewachsen ist, das überhaupt noch kann, denn uns wird doch von Kindheit an ein bestimmtes Leistungsideal eindoktriniert. Ich für meinen Teil merke, dass ich bisweilen einen sinnlosen Ehrgeiz an den Tag lege, und wenn ich meinen Ansprüchen nicht gerecht werde sogar gefrustet bin... dabei wollte ich doch Spaß haben...

Wenn ich mir mal Jürg von Känels Schweiz-Plaisir-Kletterführer mit dem Panico "Keep Wild!" gegenüberstelle läuft es genau darauf hinaus: Normalverbraucherfreundliche Absicherung vs. Abenteuer.
PS: "Plaisir" ohne "e"
xtough am 7. Mai 2008 08:43 Was ich meinte: Plaisir ist das Gegenteil von Clean Climbing. Siehe http://www.sportlerfrage.net/frage/was-muss-ich-mir-unter-clean-climbing-vorstellen