Crossmaxx am 14.07.2008 um 10:08 Uhr Hab gestern in einem Radmagazin gelesen, dass es jetzt einen Dämpfer für MTB-Fullys gibt, der auch mit Luft dämpft anstatt von Öl.Wie funktioniert denn das?

Im Gegensatz zu einem Öldämpfer, der vor allem durch die viskositätsbedingte Trägheit des Öls und mit einer Feder arbeitet, sind bei Luftdämpfern zwei Kammern eingebaut, die voneinander getrennt sind.
Der Vorteil gegenüber Öldämpfern ist das schnellere Ansprechverhalten. Des Weiteren sind sie leichter und lassen sich besser an das Gewicht von Rad und Gepäck anpassen, indem man einfach den Luftdruck verändert. Das geschieht mit einer besonderen Form einer Luftpumpe mit Manometer (Federgabelpumpe).
Weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, durch ein spezielles Ventil das Auslösen des Dämpfers zu vermeiden. So bleibt der Dämpfer bei normaler Fahrt auf einer ebenen Strecke starr, erst bei einer definierten Belastung, etwa bei einem Schlagloch oder einer Bodenwelle, löst er aus. So geht beim normalen Fahren keine Trittenergie über die Dämpfer verloren.
Nachteile: Luftgefederte Gabeln sind komplizierter und dementsprechend teurer, außerdem sacken sie bei einem Defekt (Luftverlust) in sich zusammen, so dass die Geometrie des Rades solange verändert wird. Günstige Modelle mit geringem Innenluftdruck lassen sich kaum oder nur sehr schwer an das entsprechende Belastungsgewicht anpassen und haben durch einen geringeren Federweg auch Komfortnachteile.
Bei Luftdämpfern ohne das genannte Ventil und ohne Arretierung (Lock-Out) gibt es den selben Nachteil wie bei Öldämpfern ohne Arretierung, dass sie bei der Fahrt über glatte Strecken durch Eigenschwingung einen Teil der Trittenergie aufnehmen können.