Ich hab immer wieder Probleme mit meinem Rennradsattel. Wie finde ich endlich mal das richtige Modell, worauf muss man bei dem richtigen Modell achten?

Wie Du schon selbst festgestellt hast, passt kein Sattel passt. Es hängt vor allem vom Aufbau des eigenen "Sitzgestells" aus, sprich: vom Abstand des Sitzhöckers. Einige wenige sehr gute Händler lassen dich (nackt, aber natürlich allein) auf ein Stück Wellpapier setzen und kann dann aus den Abdrücken den Abstand ermitteln, wenn nicht, dann kannst du das auch zu Hause machen. Dann kann er dir ein paar Sättel zeigen, die passen könnten.
Setze nicht allzu große Hoffnung auf super-gepolsterte oder Gel-Sättel, die sind in vielen Fällen für einen sportlich ambitionierten Fahrer, der am Wochenende im Training vier und mehr Stunden auf dem Rad sitzt, ungeeignet, weil sie an falschen Stellen polstern oder, viel schlimmer, im Dammbereich drücken, was man nicht merkt, weil dort nur wenige Nerven verlaufen, dafür aber viele Adern, die bei Männern ein wichtiges Körperteil versorgen. Im schlimmsten Fall droht Impotenz. Ich selbst habe nach jahrelanger Suche einen völlig ungepolsterten Sattel für mich gefunden: einen mit einer glatten Carbon-Schale. Sieht zwar hart aus, aber durch die Biegefähigkeit federt er auch leicht. Allerdings mit 350 Euro nicht ganz billig.
So viel musst du natürlich nicht ausgeben, für 50 bis 100 Euro findest du vernünftige Modelle, aber du musst ausprobieren. Ein guter Fahrradhändler, nicht im Baumarkt, gibt auch schon ein paar Probemodelle für ein paar Stunden zum Testen mit (natürlich nicht gleichzeitig, sondern nacheinander).
Hi pooky, vielen Dank für die Tipps vom Profi, viele Grüße.