Hat schon jdm die mentale Kriegsführung aus dem Buch Winning Ugly- Mentale Kriegsführung von Brad Gilbert im Tennisalltag ausprobiert?
Winning clever sollte es eher heißen. Das heißt: Mentale Stärke zeigen, einen scheinbar überlegenen Gegner bezwingen. Das Buch ist unterhaltsam und gibt weniger konkrete Spieltips als grundsätzliche Tips zu Geisteshaltungen. Wie man seinen Spieler ließt, seine emotionale Schwäche ausnutzt.
Nadal greift gerne auf diese Art von Kriegsführung zurück. Er bringt seine Gegner zum Verzeifeln, indem er 15 mal vor jedem Aufschlag den Ball dribbelt. Oder er zerstört eine Serie des Gegners, indem er plötzlich pausiert, um seine Schläger zu wechseln.
Das Regelwerk und das Publikum ächzt schon bei solcherlei Uglyness. In einer von Nadal abgemilderten Variante, gehört Winning Ugly zum Tennis dazu, solange es sich mit Fairplay vereinen lässt.
So lange sich die jeweiligen Winning Ugly-Tricks im Rahmen der sportlichen Fairness bewegen, finde ich das in Ordnung. Im Freiezit-Tennisbereich haben solche Tricks nicht verloren, aber je höher das Spielniveau, bzw. professioneller die Spieler werden, um so eher ist das an der Tagesordnung.
Sehr gut geantwortet, Herr Doktor ;-)