Wo gibt es leichte Touren, wo vielleicht auch einige Bohrhaken stecken und die nicht zu lang sind?
Ich hab meine ersten Touren in den Dolomiten am Falzaregopass gemacht. Dort gibt es viele kürzere und vor allem einfache Routen, die schnell erreichbar sind. Der Vorteil war, dass es nur wenige Bohrhaken gibt, so dass man gezwungen wird die Routen selbst abzusichern. Das ist in den anderen genannten Gebieten meist nicht der Fall. Dort kann man dann zwar gleich schwierigere Routen anpacken - dafür lernt man aber nichts dazu.
Ich kann Dir das Stripsenjochhaus im Wilden Kaiser als Stützpunkt empfehlen. Dort gibt es zwei Wände mit Touren (zum Beispiel die Wildangerwand), die so 2 bis 4 Seillängen lang sind - ideal, um sich an die Standplatzkommandos, das Abseilen und das ganze Mehrseillängenprocedere ohne Zeitdruck und Wetterangst zu gewöhnen. Die Absicherung ist klettergartenähnlich. Dann gibt es am Totenkirchl einige leichtere Alpintouren, von kurz bis lang, wo man auch mal selber Keile legen kann, wo aber die Stände und wichtige Zwischenhaken gebohrt sind. Insgesamt gibt es sehr viele und unterschiedliche Möglichkeiten, da kann jeder etwas finden. Beschrieben werden die Touren im KLetterführer Wilder Kaiser vom Panico Verlag: http://www.panico.de/de/panicobuecher/gebietsfuehreralpin/wilderkaiser_bd1.php

Nachdem ich dieses Wochenende erst wieder dort war, kann ich die Tannheimer Berge nur empfehlen. In ca. 20min Laufentfernung vom Gimpelhaus oder der Tannheimer Hütte liegen zahlreiche leichte Touren im 4.Grad (teilweise mit A0/A1-Stellen) an Gimpel, Rote Flüh, Wochwiesler etc., in denen man nur eine Hand voll Expressen mitnehmen muss.
Führer: http://www.panico.de/de/panicobuecher/gebietsfuehreralpin/allgaeu.php
Wir waren mit einem Kurs an der Blaueishütte in den Berchtesgadener Alpen. Dort gibt es auch leichte und kurze Routen und die Kuchen auf der Hütte sind spitze.