Frage von Eddie2004, 116

Welche Weiterbildung/Fortbildung zum Start in die Fitnessbranche

Hallo zusammen,

Kurz zu mir: Ich heiße Markus und bin 29 Jahre alt. Ich möchte nun endlich raus aus dem Büro und "mein Hobby zum Beruf machen". Da ich mich einfach tagtäglich ohnehin mit dem Thema Ernährung und Fitness auseinadersetze möchte ich dies gerne hauptberuflich machen.

Ich habe mich jetzt auch schon wie wild im Netz auf die Suche begeben um den richtigen Start in diesen Bereich zu finden. Nun habe ich verschiedene Wege gefunden: Man könnte mit der Fitnesstrainer C-Lizenz bei der DFLV und darauf aufbauend dann die B-Lizenz.

Sehr interessant klingt für mich auch der Fitnessfachwirt, bei dem allerdings die Voraussetzung mind. 2 jährige Berufserfahung im Fitnessbereich sind, die ich leider nicht habe.

Des Weiteren gibt es die Möglichkeit direkt mit der B-Lizenz zu starten. Hier wird dann aber auch nochmal unterschieden zwischen Personal-Trainer und Fitnesstrainer.

Nun zu meinen eigentlichen Fragen:

  • Wer hat von euch schon Erfahrungen diesbezüglich gemacht, also wer war auch in meiner Situation und kann mir vielleicht wertvolle Tipps für den Start geben?
  • Hat jemand von Euch vielleicht sogar schon den Fitnessfachwirt absolviert und weiss inwieweit man Berufserfahrung im Fitness Studio brauch (muss man fest angestellt sein oder genügt es da zu jobben)?
  • Wo genau liegen die Unterschiede vom Fitnesstrainer zum Personaltrainer?

    -Habt Ihr generell noch andere Tipps/ Ratschläge für mich um in dieser Branche Fuß zu fassen?

Besten Dank & Viele Grüße

Markus

Antwort
von User345, 116

Hallo,

so genau kenne ich mich mit den einzelnen Qualifikationen nicht aus, aber darum würde ich mir auch nicht soviel Gedanken machen.

Fitnesstrainer kann im Grunde jeder sein, der einfach vom Studio als solcher angestellt wird. Es gibt da mittlerweile einige geforderte Abschlüsse, das hängt aber häufig mit Abrechnungsmöglichkeiten der Kassen zusammen o.ä.. 

Die meisten Studios wünschen mittlerweile eine C- oder B-Lizenz, die würde ich machen. Und dann würde ich auf 400 Euro-Basis anfangen, einen Nebenjob kriegste damit nämlich überall.

Dadurch kannste dann nach 1 Jahr auch praktische Erfahrung vorweisen und dann steht einer festen Stelle nix mehr im Wege!

Vom Fachwirt würde ich Dir abraten, weil der letztendlich mehr mit dem Kaufmännischen zu tun hat und weniger mit dem Sportlichen und Ernährungstechnischen. 

Dass die Unterschiede zwischen Personal Trainer und Fitnesstrainer machen, wird wohl damit zusammen hängen, dass die unterschiedliche Lehrgänge haben, die dann teilweise noch Dinge wie "Freiberuflichkeit" abhandeln oder auch nicht. Im Grunde sagt das nichts aus, denn auch Personal Trainer kann sich im Grunde jeder nennen, der Personal Trainings anbietet :-)!

Ich selber bin Gymnastiklehrer und Sporttherapeut und habe als Fitnesstrainer, Personal Trainer, und Übungsleiter gearbeitet. Das sind alles Bezeichnungen, aber im Grunde keine Berufsabschlüsse.

Wichtig ist, dass Du Ahnung von der Materie hast und gut mit Menschen umgehen kannst. Zudem solltest Du verkaufen können, weil ein Studio von Kunden lebt.

Das Personal Training kann eine sehr schöne und lukrative Geschichte sein, wenn man es gut anpackt. Da arbeitest dann allerdings in fast jedem Fall selbstständig, musst Dich selber versichern usw.. Ist nicht jedermanns Sache!

Und als Fitnesstrainer wirste meistens schlecht bezahlt, auch das würde ich kalkulieren!

Wie gesagt:

Wenn das Dein Ding ist, dann mach ne Lizenz und arbeite damit erstmal nebenbei (ist sowieso vernünftiger erstmal den alten Job zu behalten). Und dann bewirb Dich später für Vollzeitstellen. Du wirst dann auch zunehmend Kontakte aus der Branche bekommen und automatisch Anfragen für Dinge wie Personal Training. Das könntest dann nebenbei anbieten, gibt ein super Taschengeld und macht Spass....

Das wäre so das, was ich Dir allgemein sagen kann.

Antwort
von Konstanick, 38

Hallo Markus!

Auch wenn es schon eine Weile her ist und da die Anderen bereits alles Nötige zu den Gefahren in dieser Branche gesagt haben:

Grundsätzlich ist eine B-Lizenz der richtige erste Schritt, denn bei dieser bekommt man jede Menge Grundwissen vermittelt. Man kann sie mittlerweile auf viele Arten erhalten. Ob in einer "normalen", gewohnten Ausbildung, oder in einem Fernstudium, hängt dabei von deinen persönlichen Vorlieben und Lernmethoden ab. Ich habe meine B-Lizenz bei Online Trainer Lizenz gemacht und bin soweit sehr zufrieden. Ich konnte flexibel von überall und zu jeder Zeit lernen und hatte je 2 Präsenztage für praktische Übungen und die Prüfungen. 

Momentan bin ich in einem Studio in Teilzeit tätig um mir Berufserfahrung anzueignen. Denen genügte mein Zertifikat zur B-Lizenz, wobei ich die A-Lizenz später als Personal Trainer noch machen werde.

Es ist tatsächlich nicht alles rosa-rot, aber mit genügend Ehrgeiz und Durchhaltevermögen ist das durchaus ein Hobby, mit dem man anderen helfen und nebenbei Geld verdienen kann.

Hoffe der Beitrag hilft jemandem bei seiner Entscheidung :)

Liebe Grüße
Nick

Antwort
von Tyler, 114

Die meisten Trainer im Fitnessstudio haben die B-Lizenz und die wird inzwischen von einer Vielzahl von Anbietern angeboten. Ich kann mich da leider auch nicht so recht entscheiden welchen Anbieter ich nehmen soll. Habe zwar eine coole Übersicht gefunden aber jetzt muss ich trotzdem noch den passenden finden: http://www.online-fitness-coaching.com/fitnesstrainer-b-lizenz-anieter-vergleich...

BSA soll wohl einer der ältesten Anbieter sein und auch am besten, aber leider sind die auch am teuersten.

Antwort
von sAueskraut, 100

Es gibt auch die Möglichkeit, dass du ein Fernstudium zum Fitnesstrainer absolvierst. Kann man glaube ich sehr weiterempfehlen, besonders weil man sich das flexibel einteilen kann. Und da lässt sich Familie, Freizeit und Job neben der Ausbildung besser vereinbaren :)

hier erhältst du mehr Infos: http://www.video-fernstudien.de/ausbildungsinfo/video-fernstudium-fitness-und-ge...


Antwort
von kneeth, 53

Hallo an alle,

ich persönliche habe meine B-Lizenz bei der AHAB-Akadmie gemacht ( kostet nur noch 639 € und ist qualitativ glaube momentan das beste was es gibt ) und muss sagen das ich echt begeistert war. :)

Die sind echt auf einen bedacht und geben auf sehr viel acht! :)

Antwort
von wurststurm, 88

Diese Scheine sind alles Pipifax, keine hohen Anforderungen, kann im Prinzip jeder machen und das bedeutet; es gibt ein sehr grosses Angebot, weshalb man in der Branche auch nur wenig verdient. Es gibt im Prinzip einen wichtigen Unterschied zwischen Fitnesstrainer und Personaltrainer; als Fitnesstrainer arbeitest du in der Regel im Fitnesscenter; Schlüsselausgabe, Verträge, Vorzeigen, Schweiss abwischen. Als PT hast du wenige Privatkunden. In der Regel auf freiberuflicher Basis. Da brauchst du nicht mal eine Lizenz, du nennst dich PT und acquirierst Kunden. Dazu brauchst du einen Raum mit Geräten und Matten, je nachdem worauf du dich spezialisieren willst; abnehmwillige Hausfrauen, gestresste Manager, Gelegenheitskunden. Ob das ein Business ist welches sich rechnet liegt am Ende nur an deinen Fähigkeiten als Verkäufer. Ganz richtig, du musst dich und deine Talente gut verkaufen können. Bist du ein Servicetyp? Kannst du ruhig und strukturiert auch mit nervigen Kunden umgehen? Dann wäre das vielleicht was. Wenn nicht - lass die Finger davon.

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