Frage von Awgaw,

Welche Wechselwirkungen gibt es zwischen Ausdauer und Schnelligkeits Training?

Hallo! Ich bin neu hier und wollte eigentlich mal nur wissen ob es Wechselwirkungen zwischen Ausdauertraining und Schnelligkeit gibt? NImmt die Schnelligkeit ab wenn ich zb Grundlagenläufe oder Intervalltraining mache ab? Wenn ja warum? Was ist der pyhsiologische Grund der dahinter steckt? danke, lg aw

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von airwilon,

Im Laufsport wird das Schnelligkeitstraining Intervalltraining genannt und erst nach der Ausbildung der Grundausdauer angegangen, was für ältere Laufeinsteiger Jahre dauern kann.Auch dann wird es nur etwa in jedem 10te bis 20ten Training ausgeführt.

Das Modell der Traininglehre mit ihren zwei eher vorgegebenen Muskelfasern halte ich nicht für ganz durchdacht,es besteht Erklärungsbedarf angesichts folgender Tatsachen: Warum gilt Schnelligkeit als eher angeboren und schwer steigerungsfähig?, warum kann das Ausdauervermögen dagegen um über 300Prozent selbst von älteren Sporteinsteigern gesteigert werden? Warum sprechen Insider aus dem Sport oft von einer Überbewertung von Talent(also genetischer Muskelartverteilung)und bezeichnen die Erscheinung Siegern Talent zu bescheinigen als Frechheit,angesichts von Fleiß und Trainingshärte der angeblich so talentierten Sportlern? Kann der Läufer z.B. nicht auch beide Arten von Muskeln aufbauen, er hat jahrelang Zeit dazu?Wie oft kann in einem langen Sportlerleben die Zusammensetzung der Muskelfasern begutachtet werden,sind Betrachtungen an lebenden Personen möglich?

Ausdauertraining und Schnelligkeitstraining gehören im Laufsport zusammen, nach der Ausbildung der Grundausdauer , und lassen die Ausdauerleistung ansteigen, wo sie sonst stagnieren würde.

Im Laufsport gelten schnellere Etappen zB. beim Intervalltraining immer noch nicht als eigentliche Sprints,Beim Schwimmen kann man beides aufbauen,da hängt es aber von der wettkampfstreckenlänge ab wo man Schwerpunkte setzt da es Strecken von 50Metern und 20Km gibt, beim leistungsorientierten Rennradfahren muss man spurten können und ausdauernd sein! Ich personlich möchte ausdauernd und zu einem Sprint fähig sein, halte das auch für sehr gut möglich! Interessant dazu wäre im Radsport zu klären ob die Sprintfähigkeit die Ausdauerleistung beeinflußt(lieber pooky!).

Antwort
von TanteKeethe,

Eine gut ausgprägte Grundlagenausdauer ermöglicht es Dir überhaupt erst Sprints in einer gewissen Intensität, Häufigkeit etc. durchzuführen und Deine persönliche Beanspruchung aufgrund eines besseren konditionellen Zustands zu reduzieren. Der aktuelle Wissensstand hat bisher noch nicht zum Vorschein gebracht, dass sich ST Fasern zu FT-Fasern entwickelt haben, insofern gilt nach wie vor, dass es bei übermäßigem Ausdauertraining zu einer Links-Verschiebung im Muskelfaserspektrum kommen kann. Wenn dies Fakt ist, wirkt sich übermäßiges Ausdauertraining negativ auf schnelligkeitsrelevante Einflussfaktoren aus. Da die Fähigkeit sehr schnell mit sauberer Technik laufen zu können, hohe Anforderungen an das koordinative Vermögen hat, kann sich Schnelligkeitstraining im Sinne einer Ökonomisierung des Bewegungsablaufs durchaus positiv auf die Ausdauer auswirken. Soll heissen. Je besser die Koordination, desto weniger Krafteinsatz ist aufgrund einer optimierten intra- und intermuskulären Koordination zur Ausführung einer Bewegung notwendig. Diese Kraft wird gespart und steht dann länger bzw. an anerer Stelle zur Verfügung. Also gibt es Wechselwirkungen zwischen Ausdauer und Schnelligkeit. Dennoch wenn es sich bei Dir nur um Grundlagenausdauläufe-und Intervallläufe handelt, wird sich dies nicht negativ auf Deine Schnelligkeit auswirken. Die Frage ist, was ist Dein Trainingsziel? Wo willst Du hin? Gruss Tante Käthe

Antwort
von nordishbynature,

es gibt da definitiv wechselwirkungen. deine muskulatur besteht aus schnell kontrakierenden muskelfaser (fast twitsh) und langsam kont... muskelfasern (slow twitch). das ist von person zu person anders + genetisch vorgegeben, deswegen kann der eine schneller und der andere dafür länger laufen. soweit ist das sicher. alles weitere ist noch nicht vollständig erforscht und belegt. ich habe aber einen ganz guten artikel gefunden, der zumindest die physiologie erklärt.

http://sportform.de/index.html?target=p_161.html&lang=de

zu deiner eigentlichen frage: wenn langstreckenläufer hin und wieder sprints und schnellkraftübungen macht schadet das sicher nicht, ebenso anders rum. es kommt halt immer auf die dosis an.

Antwort
von UrsUrs,

Es ist gezeitg, dass grundsätzlich der Anteil an ST- und FT-fasern genetisch vorgegeben ist. Allerdings können ST- in FT-Fasern umgewandelt werden - anderes herum geht das nicht. d.h. also, dass du deine Schnelligkeit einbüßen kannst, durch zuviel Ausdauertraining, ein geborener Ausdauersportler aber nie schnell sein kann. Es gilt der Merkspruch "Sprinter werden geboren, Läufer werden gemacht". Natürlich ist im Rahmen der Trainingsgestaltung auch für einen Langstreckenläufer im Rahmen ein Sprinttraining nötig, sowie für einen Sprinter im Rahmen ein Ausdauertraining angebracht ist. Lg Urs

Antwort
von 0815runner,

Die Frage ist, was du mit Schnelligkeit meinst? Wenn du Sprinter sein möchtest (100 oder 200 m Lauf) brauchst du kein Ausdauertraining. Das wäre dann evtl. kontraproduktiv.

Willst du als Läufer schneller werden, dann ist eine gut ausgebildete Grundlagenausdauer die Basis auf der das Schnelligkeitstraining mit Intervallen und Tempoläufen aufsetzt. Je nachdem welche Strecke du trainierst, nimmt von 5.000 m, 10.000 m bis Marathon der Anteil langer ruhiger Läufe im Verhältnis zu Tempoläufen immer mehr zu.

Intervalle und Tempoläufe sind Schnelligkeitstraining. Damit schiebst du deine aerob-anaerobe Schwelle weiter hinaus. Und du trainierst deine maximale Sauerstoffaufnahemfähigkeit. Grundlagenausdauerläufe machen dich nicht langsam sondern sind die Ergänung.

Kommentar von Awgaw ,

Wenn Intervallläufe schnelligkeitstraining ist, dann werden dadurch ja möglicherweise auch die FT Fasern Hypertrophiert, oder zumindest auch trainiert! Heisst dass dann auch dass sich dadurch die Grundschnelligkeit verbessert?

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