Frage von chaudry,

Welche Sperren gibt es für Dopingvergehen?

Ich bin selbst Leistungssportler, Doping ist für mich kein Thema, aber fast täglich lese ich schon was von einem neuen Dopingfall und Dopingsperren. Was für mich aber sehr verwirrend ist, sind die verschiedenen Dauern der Sperren. Ich habe es eigentlich immer so gelernt: 1.Vergehen-2 Jahre Sperre, 2.Vergehen-lebenslänglich Sperre. Aber gerade heute habe ich schon wieder von einem Tennisspieler gelesen der 'nur' eine 2-monatige Sperre bekommen hat, und er ist nicht der einzige der eine völlig andere Sperre als diese 2 Jahre bekommen hat. Wie erklärt sich das Ganze?

Antwort von Berggams,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich weiß aus dem Radsport, dass da eine ganze Menge Politik reinspielt. Wenn ein Verband nicht will, dass sein nationaler Top-Fahrer lange ausfällt, wird die Sperre verkürzt oder einfach in den Winter gelegt, wo sowieso keine Rennen sind. Dazu kommt, dass die Sportverbände gegen Doping angehen (sollten), während sich dann noch zivile Gerichte mit Verstößen wegen Besitz und Handel der Dopingsubstanzen befassen.

Grundsätzlich sollte jeder Verband seine Dopingbestimmungen und auch Dopingliste haben. Aber auch da kann es Unterschiede zwischen den Fachverbänden und übergreifenden Verbänden geben, und nationale Unterschiede gibt es natürlich auch noch. Also hilft nur, sich genau zu informieren.

Antwort von airwilon,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo-das liegt daran , das bald jede Sportart eigene Regeln aufstellt und daran, dass ja auch schon mal ,wie kürzlich ein Fußballer mir schütterem Haar ,ein Sportler irrtümlich eine bestimmte Substanz verwendet ohne es zu melden oder zu wissen!Hier war es Haarwasser was ja einen Fußballer nicht unbedingt besser einköpfen lässt, getrunken hat er es auch nicht also gibt man nur eine kurze Sperre.Selbst Koffein stand lange auf jeder Dopingliste, da wusste man nicht ob man seine Espresso trinken durfte oder nicht.Interessant ist bei dem ganzen Dopinggesülze, das der Nichtsportler sich alles reinpfeiffen darf und auch in der Antike bei Olympia kräftig gedopt wurde!Bin aber natürlich auch gegen Doping ,die Versuchung kann sich aber ein Nichtsportler überhaupt nicht vorstellen also bitte nicht zu hart urteilen!

Kommentar von wolfi,

Ich habe einige aktuelle Bücher zum Thema Doping gelesen und glaube dem Sportwissenschaftler, der sagt, dass Top-Leistungen ohne Doping möglich sind, wenn der Sportler vernünftig trainiert und die legalen Mittel der Leistungsdiagnostik nutzt.

Kommentar von chaudry,

Also ich merke schon, dass da eine Menge verschieden Faktoren und Einflüsse eine Rolle spielen. Ich habe gehört, auch Nichtsportler bzw jene die sich im Fitnessstudio die Drogen reinziehen, machen das illegaler Weise so und können sehr wohl bestraft werden wenn sie erwischt werden.

Antwort von demosthenes,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

In Deutschland ist es ja wohl so, dass der Gesetzgeber sich bei Sportfans nicht gern unbeliebt machen will oder dass die Verbände eine sehr gute Lobby haben.

Sonst wäre es wohl kaum erklärlich, dass der Staat sich bei diesem Thema völlig zurückhält und allein den Verbänden und ihrer (sicher nicht ganz neutralen) Schiedsgerichtsbarkeit die Aufklärung und Bestrafung von Dopingvergehen überlässt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten