Welche Bremsbeläge soll ich nehmen

gefragt von turnschuhturnschuh am 27.06.2009 um 10:39 Uhr

Bei meinem Cross-Rad sind demnächst neue Bremsbeläge fällig. Ich bin damit größtenteils auf ebener Fläche unterwegs, selten in bergigen Landschaften. Da gibt es ja eine Vielzahl an Herstellern und Varianten. Habt ihr vielleicht einen Tipp, auch worauf ich achten sollte? Oder ist das Thema Bremsbelag eher zu bvernachlässigen und man kann "irgendeinen" nehmen?

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pooky
beantwortet von pooky am 27. Juni 2009 11:35
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Hilfreichste Antwort

Zunächst: Ich gehe einmal davon aus, dass es sich hier um V-Brakes handelt, also um eine Felgenbremse.

Abhängig vom Hersteller Deiner Bremsanlage kannst Du natürlich auch Beläge von anderen Herstellern nehmen. "Abhängig" deshalb, weil es nicht für jedes Modell auch tatsächlich eine Auswahl von Fremdherstellern gibt.

Hast Du etwa Bremsen eines No-Name-Herstellers, dann musst Du experimentieren und schauen, welche tatsächlich passen. Hast Du dagegen eine Bremsanlage von Shimano, dürftest Du keine Probleme haben, dafür gibt es auch ein großes Bremsbelag-Angebot von Fremdherstellern, aber auch von vielen No-Name-Herstellern.

Auf jeden Fall gibt es schon gewisse Unterschiede im Bremsverhalten. So verhalten sich manche Modelle etwas bissiger, was die Bremsleistung zwar verstärkt, die Bremse aber wieder schlechter dosierbar macht. Dafür verschleißen sie durch ihre höhere Härte nicht so schnell.

Andere Beläge sorgen dagegen dafür, dass man die Bremse besser dosieren kann, dafür ist die absolute Bremsleistung etwas geringer (weniger bissig), was auch Vorteile bringen kann. Andererseits verschleißen sie wegen ihrer weicheren Mischung auch schneller.

Für welche Variante man sich entscheidet, hängt von den eigenen Bedürfnissen und Wünschen ab.

Mit Belägen des Fremdherstellers "Kool Stop" habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, die haben eine genauso gute Qualität und Haltbarkeit wie meine ursprünglichen Originalteile von Shimano an meinem Mountainbike.

Sehr gut sind ebenfalls die Beläge von Aztec, die bei Regen sogar noch besser bremsen, allerdings sind sie mit 20 Euro pro Paar ein gutes Stück teurer als die anderen Beläge.

Mit billigen Belägen, die fünf, sechs Euro pro Paar kosten, habe ich dagegen nur schlechte Erfahrungen gemacht: Sie bremsen deutlich schlechter und sind auch schnell runtergefahren.

Kommentar von 5f4464da61e855f1c0f7d0c6b5bf7159smallTomSelleck am 27. Juni 2009 18:47

Genau so isses. Ich moechte noch anmerken, dass der Verschleiss im Grunde eine Konstante ist. Man hat nur die Auswahl, ob die Beläge schneller verschleissen oder die Felge. Für Hobbyradler ist das aber vermutlich nicht relevant, denn bei Schönwettergebrauch im Flachland habe ich schon Felgen 40000 km lang gefahren ohne das sie heruntergebremst waren (bzw. sind. Ich habe sie immer noch).

Kommentar von 00e1efde8c9d57d9c86c641ecb34eb36smallturnschuh am 27. Oktober 2009 15:10

Klasse Antwort!


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badboybike
beantwortet von badboybike am 27. Juni 2009 15:39
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Ich bin der Meinung dass das Thema im Amateurbereich etwas zu sehr überbewertet wird, weil kein Amateurbiker auf den letzten Centimeter bremst, und ich der meinung bin dass man somit ruhig auf den Preis der Bremsbeläge schauen kann. Das ist meine langjährige Erfahrung!



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