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Was versteht man unter "Schadensklassen" im Behindertensport?

gefragt von floh12 am 03.12.2007 um 14:33 Uhr

Wer kann mir dazu etwas sagen?


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pooky
beantwortet von pooky am 3. Dezember 2007 16:21
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Die Schadensklassen sind international gültige Einstufungen für körperlich beeinträchtigte Sportler. Dies dient der Chancengleichheit angesichts der Vielzahl der Behinderungsarten.

Bei Amputierten gelten folgende Klassen (Quelle der Klassifierung: IOC):

A1 Doppeloberschenkelamputiert

A2 Oberschenkelamputiert

A3 Doppelunterschenkelamputiert

A4 Unterschenkelamputiert

A5 Doppeloberarmamputiert

A6 Oberarmamputiert

A7 Doppelunterarmamputiert

A8 Unterarmamputiert

A9 Arm- und Beinamputiert einseitig oder diagonal

Bei blinden Sportlern gelten folgende drei Klassen:

B1 Blind

B2 wenig Sehrest

B3 mehr Sehrest

Hinsichtlich weiterer Bewegungseinschränkungen gibt es folgende Unterscheidungen.

Rollstuhlsportler

CP1: Schwere Beeinträchtigung - mit oder ohne Athetose oder mit geringem funktionalen Bewegungsumfang oder geringer funktionaler Kraft aller Gliedmaßen und des Rumpfes. Weiterhin umfasst dieses Funktionsprofil schwere Athetose mit oder ohne Spastik mit geringer funktionaler Kraft und geringem funktionalen Steuerungsvermögen.

CP 2: Schwere bis mittlere Beeinträchtigung. Schwere Athetose oder Tetraplegie mit mäßiger Funktion der weniger betroffenen Seiten. Geringe funktionale Kraft aller Gliedmaßen und des Rumpfes.

CP 3: Mittlere (asymmetrische oder symmetrische) Quadriplegie oder schwere Hemiplegie im Rollstuhl mit beinahe voller Funktionskraft in der dominanten oberen Gliedmaße. CP 4: Gute Funktionskraft der oberen Gliedmaßen und des Rumpfes wird festgestellt, wo Bewegungseinschränkungen und Steuerungsprobleme ganz gering sind.

Gehfähige Sportler

CP5: Symmetrische oder asymmetrische mittlere Diplegie. Sportler benötigen möglicherweise den Gebrauch von Hilfsmitteln beim Gehen, aber nicht notwendigerweise beim Stehen und Werfen.

CP 6: Sportler mit mittlerer Athetose oder Ataxie, die ohne Hilfsmittel gehen. Athetose ist das am stärksten vorherrschende Merkmal, obwohl in dieser Klasse eine gewisse Spastik vorhanden sein kann. Drei oder alle vier Gliedmaßen zeigen beim Sportbewegungen funktionale Beeinträchtigungen.

CP 7: Die eigentliche Klasse für gehfähige, hemiplegische Sportler. Sie gehen ohne Hilfsmittel, aber oft mit einem Hinken aufgrund von Spastik in der unteren Gliedmaße. Der Athlet besitzt eine gute Funktionsfähigkeit in der dominanten Körperseite. CP 8: Klasse für ganz gering beeinträchtigte Diplegiker, für Monoplegiker, für Sportler mit geringer Athetose. Sie können frei laufen und springen, ohne zu hinken. Aber: unter Umständen geringe Funktionsverluste aufgrund von Koordinationsstörungen.


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