Frage von ahrendhh,

Was tun wenn Muskel verkürzt und schwach trainiert?

Hey, meine hintere Oberschenkel sind schwach trainiert und verkürzt. 1. Frage: Kann das überhaupt sein? Weil ist nicht der stärkere Muskel von Agonist und Antagonist verkürzt und nicht der schwächer trainierte? 2. Frage: wenn das nun so ist, wie im ich annehme, dass der Muskel verkürzt und trotzdem schwächer trainiert ist als der Antagonist, soll ich dann dehnen, um zu entspannen oder kräftigen, um in stärker zu machen? Beides ist ja eigentlich sinnlos, oder nicht? lg und danke

Antwort
von wiprodo,

Woher willst du wissen, dass deine hinteren Oberschenkemuskeln „verkürzt“ sind? Dies lässt sich nur mit aufwändigen apparativen Tests messen. Du kannst möglicherweise die Hüfte nicht richtig beugen. Dann sind deine Muskeln wenig dehnfähig. Als Abhilfe solltest du täglich und immer wieder dehnen.

Durch Krafttraining wird ein Muskel dann, wenn er in der gesamten Bewegungsreichweite beansprucht wird, nicht „kürzer“ und verliert auch nicht seine Dehnfähigkeit. Ein Muskel wird nur dann kürzer, wenn man ihn in der Alltagsmotorik ausschließlich in einem entdehnten Zustand (= im Bereich der für diesen Muskel „unteren“ Gelenkreichweite) beansprucht.

Du musst also „Dehnfähigkeit“ und „Kraftfähigkeit“ stets getrennt betrachten. Dehnfähig wird der Muskel durch Dehntraining. Stark wird der Muskel durch Krafttraining. „Kurz“ wird der Muskel durch eingeschränkte Beanspruchung.

Kommentar von Onlinecoaching ,

Vermutlich, weil sie einfach sehr schlecht dehnfähig sind...... Bei Sportlern recht typisch an den Ischios.

Trotzdem hilft dehnen da definitiv nix. Die Verkürzung muss funktionell betrachtet werden - der Muskel muss wieder lernen seine Kraft auf der ganzen RoM zu entfalten.

Kommentar von wiprodo ,

„...der Muskel muss wieder lernen seine Kraft auf der ganzen RoM zu entfalten...“ Das hat mit einem „Lernprozess“ nicht zu tun. Der Muskel kontrahiert als Ganzes zwischen Ursprung und Ansatz in der Intensität, die ihm das Nerven vorschreibt, gleichgültig, in welchem Abschnitt von ROM er sich gerade befindet. Was dabei an Kontraktionskraft herauskommt, hängt vom Sarkomerdehnungsgrad, d.h. vom Ausmaß der Überlappung der kontraktilen Filamente ab. Ist ein Muskel verkürzt, erreicht er sein Kraftmaximum in einem unteren Sektor von ROM und mit fortschreitend höheren Abschnitten von ROM nimmt die Fähigkeit, Kraft zu produzieren, ab. Soll ein solcher Muskel dazu gebracht werden, sein Kraftmaximum in einem mittleren Abschnitt oder in einem möglichst weiten Bereich von ROM zu erreichen, sind Wachstumsprozesse gefragt (nicht Lernprozesse). Diese werden durch adäquate Krafttrainingsreize in Gang gesetzt.

Antwort
von exceed92,

Beides in Kombination ist genau das das Richtige was du machen kannst. Erstens Dehen um wieder flexibel zu werden und zweitens natürlich das Training mit einem Fokus auf den verkürzten Muskel ausführen und die Situation ca. 1-2 Monate lang beobachten aber dabei das Training des Quadrizeps nicht vernachlässigen.

Sobald du das Gefühl hast, dass sich die Situation bessert gleichst du das Training wieder an. Gleochzeitig behältst du das Dehnen aber bei.

Antwort
von Onlinecoaching,

Du solltest Agonist und Antagonist auf ganzer RoM trainieren............... dehnen kannste weglassen, das bringt nix.

Kommentar von whoami ,

Sag das nicht. Du siehst doch was rauskommt wenn man nicht dehnt!

Kommentar von Onlinecoaching ,

Was denn?

Kommentar von whoami ,

Verkürzte Muskulatur!? Ich kenne das aus eigener Erfahrung zur Genüge...

Kommentar von Onlinecoaching ,

Ihre Selbstwahrnehmung und Interpretation täuscht allerdings...... Was ist denn eine Verkürzung? Und was passiert beim Dehnen?

Ich empfehle Ihnen sich in die aktuellen Veröffentlichungen zu diesem Thema einzulesen....

Gruß

Kommentar von whoami ,

Witzbold. Allen Theoretikern zum Trotz gibt es zigtausende Trainierende, die mit verkürzten Muskeln zu kämpfen haben wenn sie nicht dehnen. Die biologischen Zusammenhänge könnte ich sicherlich erklären, wenn ich denn Arzt oder Biologe wäre.

Allerdings sollte auch klar sein, dass die medizinischen Erkenntnisse auf den Beobachtungen, Erfolgen sowie Mißerfolgen der Sportler basieren.

Ich bin nun Mal kein genetisches Wunder der Beweglichkeit - solche Menschen gibt es auch, die müssen nie dehnen - und sobald ich eine zeitlang nicht dehne nimmt meine Beweglichkeit rapide ab. Ob nun das Dehnen tatsächlich die Muskulatur dehnt, oder aber die Band- und Sehnenstrukturen, weiß ich nicht. Interessiert mich auch nicht! ich weiß nur, dass Dehnen beweglicher macht, und das alleine ist für mich ausschlaggebend.

Oder hast du schon Mal jemanden gesehen, der aus dem Stand einen Spagat hinbekommt ohne jemals gedehnt zu haben!? Ich nicht - bis auf meinen Sohn, der so ein genetisches Wunder ist. Ein Schlangenmensch, wie schon seine Kinderärztin sagte.

Kommentar von Onlinecoaching ,

Kommentar von Onlinecoaching Onlinecoaching vor ca. 19 Std.

Ihre Selbstwahrnehmung und Interpretation täuscht allerdings...... Was ist denn eine Verkürzung? Und was passiert beim Dehnen?

Ich empfehle Ihnen sich in die aktuellen Veröffentlichungen zu diesem Thema einzulesen....

Gruß

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Kommentar von whoami ,

Wie ich schon sagte: die eigenen Erfahrungen sind tausend Mal ausschlaggebender als jede von Theoretikern erstellte Veröffentlichung!

Kommentar von Onlinecoaching ,

Nein, das kann halt sehr täuschen!

Das Thema "Dehnen" wurde in den letzten 10 Jahren stark revidiert - gerade deshalb, weil diese individuellen Eindrücke ganz einfach nicht mit dem übereinstimmen, was in der Muskulatur nachweislich vor sich geht....

Viele Effekte scheinen z.B. rein psychischer Natur zu sein (das angebliche "Entspannen") oder sind schlichtweg nur kurzweilig (das Beweglicher - Werden des Gewebes).

Eine Verkürzung ist funktionell zu betrachten, der Muskel wird nicht wirklich kürzer. Um diese nachweislich zu erkennen, bedarf es eines Funktionstestes. Den kannst Du spasseshalber mal machen und Du wirst überrascht sein, weil Deine angeblich verkürzten Muskeln sich in völlig normal - physiologischem Ausmaß bewegen lassen. Sehr häufig bestehen nämlich überhaupt keine funktionellen Verkürzungen, auch wenn sich das so anfühlt.

Soviel erstmal dazu.....

Das andere Thema ist das Dehnen zur Therapie von Verkürzungen, die tatsächlich bestehen. Bei diesem Phänomen kommt es zu einer Überlappung der Filamente in kleineren Gelenkwinkeln, als sie für gewünschte Bewegungen passend sind.

Das heisst, dass der Muskel durch entsprechende (Fehl-) Belastungen lernt, seine Kraft größtmöglich in einem Winkel zu entfalten. Bei Bewegungen, die über dieses Ausmaß hinausgehen, kommt es dann zu schmerzhaften Widerständen.

Das lässt sich logischerweise aber nicht wegdehnen, denn Dehnübungen verlängern da nix und es muss ja auch nix verlängert werden!

Bei einer fehlerhaften Kraftentfaltung in einem zu kleinen Gelenkwinkel behält der Muskel seine anatomische Länge natürlich bei. Wäre dem nicht so, würden Deine Arme schlichtweg schwachsinnig durch die Gegend wabbeln.

Das Einzige, was man hier tun muss, ist das Schulen der Kraftentfaltung in einem Gelenkwinkel, der wieder den gewünschten Ausmaßen entspricht. Das bedeutet: Krafttraining auf physiologischer Range of Motion.

Und das für den betroffenen Muskeln UND logischerweise auch für den Antagonisten, der durch erhöhte Ruhespannung ebenfalls zu einer schlechteren Dehnfähigkeit beiträgt bzw. sogar das Missverhältnis an Kraftentwicklung seines Gegenspielers begünstigt.

P.S. Das lässt sich in der Literatur alles finden. Wie Du schon sagst, hat man in der Praxis beobachtet und aufgrunddessen empirische Untersuchungen angestellt.

P.P.S Deine persönlichen Erfahrungen kann ICH z.B. überhaupt nicht unterstreichen. Ich habe seit Jahren Probleme mit verkürzter Ischiocrurale und da hilft Dehnen beim besten Willen NICHTS.

Auch ich müsste kräftigen, leider wird mir das neben dem Fußball zuviel Belastung.

Kommentar von Onlinecoaching ,

Is plötzlich so still hier.

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