Frage von lebene, 27

Was kann ich gegen eine Verhärtung im Oberschenkel beim Laufen tun?

Ich habe mir vor einiger Zeit, etwa 4 Monaten, beim Handball einen Muskelfaserriss im hinteren, rechten Oberschenkel. War beim Arzt, hab mich geschont, aber leider zwei Mal zu früh, zu hohe Belastung gehabt und deshalb immer noch Probleme. Ich gehe auch momentan zur Physiotherapie und lasse mich dort behandeln, was meiner Meinung nach auch geholfen hat. Es ist nur so, dass ich immer, wenn ich laufe nach einiger Zeit an der betroffenen Stelle eine Art Verhärtung spüre. Es tut nicht sonderlich weh und es fühlt sich auch nicht so an, als ob ich wieder einen Riss habe, aber ich kann damit nicht zu 100 % trainieren.

Jetzt zu meinen Fragen: Was kann ich dagegen tun? Ich bin Torwart, soll ich auch wieder Torwarttraining leicht anfangen? Hat es vielleicht auch psychische Probleme, so wie Phantomschmerzen, dass ich Angst habe mir wieder was zu reißen?

Vielen Dank im Voraus für die Antworten?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von sebigbos, 17

Hi,

auf gar keinen Fall darfst du so trainieren, daß dein Oberschenkel gestresst ist. Du musst dich so lange zurückhalten, bis das wirklich vollständig ausgeheilt ist, sonst verschleppst du das immer weiter. Das ist das A und O, machst du das nicht, ist alle Therapie vergeblich.

Zusätzlich zur Physio kannst du leichte Dehnungen machen, bei aufgewärmten Muskeln, alles deutlich unter der Schmerzgrenze. Auch ein Krafttraining für die Beine könnte dir weiterhelfen.

Ballsport ist erst mal nicht gut, wegen der sprunghaften plötzlichen Höchstbelastungen, die sich da einfach nicht vermeiden lassen, gerade als Torwart.

Keep cool, sei geduldig.

vg,

Antwort
von nafetsbln, 9

Hi,

du schreibst, "War beim Arzt, hab mich geschont, aber leider zwei Mal zu früh, zu hohe Belastung gehabt und deshalb immer noch Probleme."

Heisst das, das die Verletzung 2x nach unvollständiger Ausheilung wieder neu aufgebrochen ist? Der Muskelfaserriss also 2 x wieder aufgefrischt wurde? Da du die Zahl 2 nennst, gehe ich davon aus, dass du das als konkretes Ereignis gespürt hast.

Wenn das so ist, kannst du dir einen Teil der Antwort selber geben. Diesmal ausheilen lassen und daher keine hohen und auch keine lang andauernden Belastungen wie z.B. Dauerlauf!

Die umgebenden Muskelfasern bauen eine Schutzspannung um die verletzte Stelle herum auf, indem sie verstärkt kontrahieren und damit die verletzten Fasern entlasten. Das ist notwendig aber auch gefährlich. Denn jetzt sind die unter Schutzspannung stehenden Fasern eher gefährdet, eine Verletzung zu erleiden, als unter Normalbedingungen. Deswegen weder hohe noch langgandauernde Belastungen, sonst verletzt du diese Fasern noch zusätzlich. Du spürst selber, welche Bewegung (Ausmaß und Intensität) dir gut tut. Höre dazu auf dein Körpergefühl. Das betrifft auch deine Frage nach dem Torwarttraining, die dir niemand beantworten kann ausser du dir selber. Wenn sich das Training gut anfühlt und du für jede Situation eine Spitzenbelastung ausschliessen kannst(!), warum nicht. Aber eine heftige Bewegung und alles geht von vorne los.

Es gibt auch den Fall, dass wenn eine muskuläre Schutzspannung über lange Zeit angehalten hat, sich diese nicht mehr von alleine verliert, auch wenn die Ursache mittlerweile ausgeheilt ist. Das kann man dann mit physiotherapeutischen Maßnahmen in den Griff bekommen.

Antwort
von fitnessguru21, 12

Ich würde hier mal einen Osteopathen aufsuchen. Der hat mir bei ähnlichen Schmerzen geholfen nachdem die Schulmediziner (Hausart, Urologe, Chirurg, 2 Orthopäden) erfolglos an mir rumgedoktert haben.

Antwort
von lundk, 8

Das dauert richtig lang. Hatte ich auch mal nach dem Volleyball und bis das richtig weg war, hat es locker ein Jahr gedauert. Aber hab lange schon wieder Sport gemacht.

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