Misspiggy am 07.08.2008 um 18:46 Uhr Ich bin mir immer nie so ganz sicher, ob es o.k. ist, wenn eher der Oberkörper arbeitet, als die Beine... Passt das so?

Es hängt von zweierlei Dingen ab, den individuellen Schwimmstil mal abgesehen: die Distanz und der Stil. Ein Sprintläufer läuft auf dem Vorfuß. Das ist der für ihn günstigste Laufstil. Ein Langstreckenläufer wird das wahrscheinlöich nicht können. So auch beim Schwimmen: ganz von der gewählten Distanz im Freistil hängt es ab, ob Du einen Beinschlag zum Vortrieb benötigst (4er oder 6er-Kick), oder ob ein sog. 2er-Kick reicht, nur um Dir den Auftrieb zu sichern, wie z.B. bei Langstrecken im Triathlon oder anderen Langstreckenwettbewerben. Freistil ist hier einfach die ökonomischste Form. Beim Brust- und Delphinschwimmen ist der Kick wesentliches Element um voranzukommen. Was Deinen persönlichen Stil angeht, würde ich mal mit einem Schwimmtrainer eine Stunde machen. Das wird in jedem Fall erhellend sein.

Schwimmen ist ein Ganzkörpersport und technisch anspruchsvoll. Wer nur mit den Armen schwimmt und die Beine vernachlässigt, verschenkt Geschwindigkeit und verschwendet Kraft. Genauso anders herum. Ebenso, wenn das timing falsch ist. Das Maximum an Vortrieb holst Du nur heraus, wenn die Koordination des ganzen Körpers optimal abläuft, wenn z.B. im frontcrawl der Beinschlag zur richtigen Zeit zusammen mit der Körperrotation die Maximalstreckung nach vorn unterstützt etc. Ist bei jedem Schwimmstil leicht anders, aber bei allen ist ein optimales Zusammenspiel des ganzen Körpers gefragt.

Auch wenn beim Schwimmen vorderrangig der Hauptkraftaufwand im Oberkörper liegt, so ist die Wirkungsweise der Beinarbeit beim Schwimmen nicht zu unterschätzen. Schwimm mal beim Brustschwimmen zb. eine Bahn ohne jeglich Beinunterstützung. Da wirst du den Unterschied schon merken. Also hier ist beides gefragt um schnell und optimal voran zu kommen.

Das kommt natürlich auf den Schwimstil drauf an.
Brust und Delfin sind die Beine wichtig. Beim Crawl auch, aber weniger.