Es wird ja derzeit immer wieder von neuen Rekorden berichtet. Was mir auffällt, ist, dass viele eher negativ darauf reagieren, es nicht als wirkliche Leistung betrachten oder nicht als "wahres Bergsteigen". Die gleichen Leute finden es völlig normal, dass sich tausende bei einem Marathon oder anderen Läufen, bei Radrennen etc. für jede Sekunde quälen. Denkt ihr, beim Bergsteigen dauert es einfach noch etwas, bis die Akzeptanz da ist oder liegt es am "Mythos Berg"? Wie schätzt ihr solche Leistungen ein?

Ich finde Speedbergsteigen bzw. -klettern ganz legitim. Warum soll es keine Leistung sein, wenn jemand einen Berg, ein Felsmassiv, oder eine Kletterwand schneller besteigt als andere? Die Speedkletterer sind alle Sportler, welche mehr oder weniger Profis sind, und eigentlich wissen sollten was sie tun. Die Gefahren bzw. Risiken sind also bestimmt kalkuliert und überschaubar, ähnlich wie ein Radprofi, der eine rasende Abfahrt mit knapp 100 km/h den Alpenpass hinunterfährt. Was ich übrigens auch für eine super Leistung halte, obwohl ich es nicht machen möchte ;-) Ist mir zu extrem...
Ich finde, das sind tolle Leistungen, die da erbracht werden, und bin voller Respekt. Ich finde das sogar bewundernswerter als einen neuen Laufrekord auf einer Strecke oder ähnliches, wiel ich denke, dass die Anforderungen viel komplexer sind. Man muss nicht nur schnell sein, sondern auch das Hirn einschalten. Und ich finde es toll, dass solche Leute zeigen, was alles möglich ist - für einen Normalmenschen ist es ja unvorstellbar.
Ich kann dir nur zustimmen! Denke es wird schon noch kommen, natürlich nicht so populär wie die genannten Sportarten werden, aber die Begeisterung wird auch hier deutlich ansteigen. Durch die ganzen Kletterhallen und Klettergärten wird es der Breite immer leichter gemacht, sich dafür zu interessieren.

Speedclimbing mit Radrennen zu vergleichen, und das auch noch im Zusammenhang mit Breitensport, halte ich für hanebüchen. Da vergleicht man Äpfel mit Birnen.