Ich versuche gern mal beim Tennis den gegnerischen zweiten Aufschlag gleich mit einem Slice-Return und anschließenden Netzangriff zu attakieren. Was haltet ihr von dieser Chip and Charge Taktik? Sollte man diese Variante überhaupt mehr trainieren? Oder sollte man sich doch lieber auf wichtigen Grundschläge im Training konzentrieren?

Hallo schmetterstop, ein guter Tennisspieler sollte möglichst viele verschiedene taktische Varianten und Spielweisen in seinem Repertoire haben. Die Anwendung einer jeden Taktik hängt immer vom Gegner und Spielstand ab. Die Chip-and-Charge Taktik ist auf jeden Fall eine überraschende Spiel-Variante, mit der man den Gegner schon verunsichern kann. Man braucht ein sehr gutes Timing und Stellungsspiel, und sollte sich natürlich auch auf den anschließenden Volley verlassen können. Man returniert möglichst früh, also schon im Aufsteigen, den gegnerischen Aufschlag meist mit einem Slice-Schlag, und rückt gleich in der Vorwärtsbewegung ans Netz vor. Diese Variante bietet sich vor allem beim einem zweiten Aufschlag des Gegners an, wenn der mit viel Kick (Topspin-Aufschlag) gespielt ist. Der Nachteil der Chip-and-Charge-Taktik ist, dass sie auch mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Dies wird aber wie gesagt durch den Überraschungseffekt ausgeglichen. Beim Stand von 0:40 kann man das als Returnspieler schon mal machen. Je nach Spielermentalität auch bei Big Points.
Finde ich als Variante auf jeden Fall gut, man sollte es aber damit nicht übertreiben. Ist zwar ein ziemlich schwierige Taktik, aber wenn der Gegner nicht all zu hart aufschlägt, kann man das schon machen.