Mittlerweile ist ja der Stand der Zeit, dass ein Muskelkater durch kleine Risse in den Muskelfasern ensteht oder?
Aber was genau reißt in der Muskelfaser?

Soweit ich weiß, reißen beim Muskelkater die Myofibrillen, die kleinste Einheit einer Muskelfaser. Myofibrillen bestehen aus vielen Sarkomeren, den hintereinandergeschalteten kleinsten Kontraktionseinheiten.

Heute nimmt man an, dass – wie Beobachtungen zeigen – durch Überlastung kleine Risse im Muskelgewebe (Mikrotraumata) auftreten. Die Entzündungen, die durch die Risse entstehen, führen durch Eindringen von Wasser zum Anschwellen des Muskels; dies führt zu den hier thematisierten Dehnungsschmerzen. Dieser stellt sich jedoch erst nach etwa 12 bis 24 Stunden ein, wenn die bei den Mikrorissen entstandenen Abfallprodukte aus dem Muskel befördert werden und dort mit den Nervenzellen in Kontakt kommen.
(Wikipedia)
Muskeln sind Bündel aus vielen Fasern, die kontrahieren können, wodurch der Muskel "angespannt" wird. Beim Muskelkater gibt es nicht die üblichen Muskelfaserrisse wie etwa bei kurzzeitiger, ruckartiger Überlastung, sondern "nur" die erwähnten Mikrotraumata.
Soweit ich weiß sind die Mikrotraumen sogar schon genauer lokalisiert worden, und zwar handelt es sich um Risse in den Z-Scheiben, die die einzelnen Myofibrillen einer Muskelfaser unterteilen. Die Entzündzngen kommen nicht nur durch das Eindrigen von Wasser, sondern auch von anderen Abfallprodukten des Stoffwechsels, wie z.B. Laktat, zustande. Man sollte daher bei einem Muskelkater nur lockere regenerative Belastungen anwenden und auf keinen Fall anaerobe Belastungen trainieren.