
Jeder Muskel hat einen Gegenspieler, den Antagonisten. Diese beiden Muskeln bilden ein Paar, welches möglichst in einem natürlichen ausgeglichenen Verhältnis sein sollten. Wird ein Muskel dieses Muskelpaares aufgrund einer einseitigen sportlichen Belastung unverhältnismäßig mehr trainiert bzw. ausgeprägt, so entsteht ein Missverhältnis, eine sogenannte muskuläre Dysbalance.

Hi rassel,
muskuläre Dysbalancen entstehen durch die unterschiedliche Ausprägung zusammengehöriger Muskelgruppen. Ist ein Muskel besonders ausgeprägt (zB der vordere Oberschenkelmuskel), so entsteht eine muskuläre Dysbalance, wenn die rückseitige Oberschenkelmuskulatur zu schwach ist. Durch dieses Ungleichgewicht greifen beide Muskelgruppen mit unausgeglichenen Kräften zB an ihrer oberen "Aufhängung" dem Becken unterschiedlich stark an, womit das Becken zu "kippen" beginnt. Die Folge daraus kann eine unnatürliche Belastung der Bandscheiben sein, und es besteht die Gefahr eines Bandscheibenvorfalls. Gefährdet sind zB Tennisspieler, da bei diesen Sportlern meist eine Körperhälfte deutlich mehr und besser trainiert ist als die andere.