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Was bedeutet isotonisch?

gefragt von princesss am 17.10.2008 um 17:27 Uhr

Hallooo :)
Jeder spricht immer davon, wenn es ums trinken geht, aber was heißt das eigentlich?


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pooky
beantwortet von pooky am 17. Oktober 2008 17:37
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Isotonisch bedeutet, dass die Verteilung/die Anteile der festen und flüssigen Elemente im Getränk der Verteilung im Blut entspricht ("iso" griechisch = "gleich"). Nur so ist der Körper in der Lage, die Nährstoffe aufzunehmen.

Ist der Anteil der festen Stoffe im Vergleich höher, spricht man von hypertonisch. Hier muss der Körper dem Getränk Flüssigkeit zugeben, um es isotonisch zu machen und die Nährstoffe aufzunehmen. Das ist gerade im Sport, wo Flüssigkeit im Körper dringend gebraucht wird, sehr ungünstig und kann zu Problemen führen. Hypertonische Getränke sind zum Beispiel unverdünnte Fruchtsäfte.

Ist der Anteil der festen Stoffe im Vergleich niedriger, spricht man von hypotonisch. Hier muss dem Getränk Flüssigkeit entzogen werden, um es isotonisch zu machen. Diese Variante ist wesentlich günstiger, da dem Körper auch während der Verarbeitung Flüssigkeit zugegeben wird. Allerdings kann durch den niedrigeren Anteil der festen Bestandteile auch der Anteil der Nährstoffe niedriger sein.

Kommentar von E267ae81bef1fdcaf4549075e2a00969smallpooky am 17. Oktober 2008 17:45

ERGÄNZUNG: Der Vergleich mit der Konzentration im Blut ist sehr vereinfacht erklärt, eigentlich müsste man den gesamten Körper betrachten. Hintergrund ist der so genannte "osmotische Druck". Wenn auf beiden Seiten einer Zellmembran der gleiche Druck herrscht, so dass kein einseitiger Austausch gelöster Stoffe stattfindet, ist das Verhältnis ausgeglichenen. Das ist der Fall, wenn es auf beiden Seiten isotonisch ist. Ist die Konzentration auf der einen Seite niedriger, gibt es einen Drang des Körpers, das Missverhältnis auszugleichen.

Kommentar von princesss am 17. Oktober 2008 17:48

danke für die super Erklärung pooky!

Kommentar von E267ae81bef1fdcaf4549075e2a00969smallpooky am 17. Oktober 2008 17:55

Danke für das Kompliment...

Ich gebe ExuRei übrigens recht, dass die Industrie gerne minderwertige Getränke als isotonische Getränke teuer verkaufen will. Es ist aber so, dass im Sport isotonische Getränke das Ideal darstellen, weil der Körper eben deren gelösten Teilchen am besten aufnehmen kann. Allerdings kann man das auch mit einer selbst gemischten Schorle oder ähnlichem erreichen.


ExuRei
beantwortet von ExuRei am 17. Oktober 2008 17:46
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Isotonisch sind Getränke, in denen eine definierte Anzahl an gelösten Teilchen - egal welcher Art - enthalten ist. Wirklich wichtig ist diese Eigenschaft nur, wenn die Flüssigkeit direkt ins Blut geleitet werden soll (z.B. als NaCl = Tropf im Krankenhaus).

Das, was als isotonisches Getränke dem Sportler angedreht wird, sind nichts anderes als aufgepeppte Limonaden. Und wer als Sportler würde schon freiwillig eine Limo trinken, wenn nicht gerade "isotonisch" drauf stehen würde? ;o)

Spezielle isotonische Getränke sind im Breitensport unnötig und ein Geschäft mit der Dummheit der Leute, denn Schweiß, der ausgeschwitzt wird ist hypoton.

Das Salz, dass tatsächlich ausgeschwitzt wird, kann von der Getränkeindustrie nur in winzigsten Mengen zugesetzt werden, da es andernfalls den Geschmack verdirbt, und kein Mensch mehr deren isotonisches Gebräu trinken würde.

Kommentar von princesss am 17. Oktober 2008 17:49

da hast du recht ExuRei!Wer schon mal ein Glas Wasser mit einer Brise Salz drin getrunken hat weiß wie eklig das schmeckt :(
Ihr beiden seit echt super!

Kommentar von 3665a459d6380952a437e79afa2bf89bsmallExuRei am 18. Oktober 2008 13:04

Hier noch ein Auszug aus einem Artikel der Zeitschrift Ökotest zum Thema:

< Der Arbeitskreis Ernährung und Sport an der Universität Gießen lehnt allerdings auch isotonische Getränke ab, deren Mineralienkonzentration der menschlichen Körperflüssigkeit gleicht. Begründung: Bei intensivem Schwitzen verliert der Körper mehr Wasser als Mineralien. Daher sollten Sportler den Durst mit Getränken wie Mineralwasser oder Früchtetee löschen, die Spurenelemente in geringer Konzentration enthalten, also hypotonisch sind. Wie steht es aber mit den Mineralien, die beim Schwitzen unstreitbar verlorengehen? Da haben die Firmen offenbar recht verschiedene Vorstellungen, was in welchen Mengen zu ersetzen ist. Die Komposition ihrer Getränke ist so unterschiedlich wie die Zusammensetzung des menschlichen Schweißes. Die Schwankungen reichen zum Beispiel von 94 bis zu 588 Milligramm Kalium oder von 44 bis zu 480 Milligramm Magnesium je Liter, was auf eine gewisse Beliebigkeit der Rezeptur schließen läßt. Davon abgesehen brauchen Freizeitsportler keine Extragaben an Mineralien, weil körperliche Anstrengung in Maßen niemanden in einen Mangelzustand versetzt. "Das Geld kann man sparen", kommentiert Sportmediziner Böhmer trocken die überflüssige Zufuhr durch Sportlergetränke.

Nur bei intensiver und andauernder Belastung, etwa einem Marathonlauf, liegen die Dinge anders. Wer seinem Körper solche Strapazen zumutet, sollte ihn gezielt mit Mineralien versorgen. Andernfalls könnte sich zum Beispiel Magnesium- oder Kaliummangel durch Erschöpfung und Krämpfe bemerkbar machen. Isodrinks müssen Leistungssportler trotzdem nicht zu sich nehmen. Mineralwasser, gemischt mit Apfelsaft, tut es auch. <

Ganzer Artikel unter:

http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgp.cgi?doc=902


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