Im Radsport sieht man die Fahrer beim Zeitfahren immer mit einem speziellem Helm, der aerodynamischer ist. Es muss bestimmt etwas bringen sonst würde man diesen Helm nicht verwenden, aber warum verwendet man diesen Helm nicht auch bei normalen Etappen?

Weil der Gewinn, den dieser Helm im Kampf alleine gegen den Wind wichtig Sekunden bringt, aber er würde im Feld mehr stören als bringen, denn hier sind diese aerodynamischen Faktoren kaum entscheidend.
Der Windschatten des Feldes ist um ein hundertfaches höher. Und bei der Führungsarbeit würde es vielleicht eine halbe Sekunde bringen, die ich mit gleicher Kraft länger vorne fahren kann. Und die ist zu vernachlässigen.
Unter diesen Zeitfahrhelmen ist es laut meiner Erfahrung sehr heiß, was bei einem zeitfahren von ca. 45-60min nicht so schlimm ist. Wenn du aber 5 oder 6st auf dem rad sitzt wirst du irre wenn dein Kopf die ganze Zeit glüht!
Noch dazu kommt das etwas ungeschickte Handling, z.B. im Feld beim umdrehen usw...
Da ist der normale Helm doch wesentlich angenehmer!
So ein Helm bringt nur in einer dafür optimierten Sitzposition etwas. Der Kopf muß permanent nach unten geradeaus gehalten werden. Der Helm muß mit dem Rücken abschließen. Jede Abweichung von dieser Haltung macht den aerodynamischen Vorteil zunichte. Diese extreme Aeroposition ist ziemlich anstrengend für (Rücken, Schultern und HWS) den Fahrer. Zeitfahren haben meistens einen relativ flachen Kurs. Bei den Triathlons sieht das oft ein bißchen anders aus, aber Triathleten trainieren die Aeroposition länger und öfter bzw. wählen je nach Streckenprofil den Helm.
Daneben sind die Helme meistens nicht so gut belüftet, wie die "normalen" Radhelme, was zu einem Hitzestau führen kann.

Hier noch ein interessanter Link zum Thema Aerodynamik auf dem Rad : http://www.lustaufzukunft.de/pivit/aero/aerodynamik.html