Wenn mir die Arme weh tun oder ich nicht mehr weiter weiß, ruhe ich mich durch "reinsetzen" aus. Mein Kletterspezl hat aber gemeint, dass so ein Route beim Sportklettern nicht als geklettert gilt. Woher kommt diese Regel? Oben ist doch oben oder etwa nicht?
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Hallo Cappuccina. Es geht hier ums Sportklettern, nicht um andere Kletterformen. Im Sportklettern gibt's wie in jedem Sport auch Regeln. Natürlich kannst Du das für Dich halten, wie Du möchtest, aber dann eben ausser der Norm. Es sei aber gesagt, dass das Vielen egal ist.
Folgende Beghungsstile gibt's beim Sportklettern:
Das was Du machst, wenn Du ausruhst, und mal hier mal da probierst, wie Du weiterkommst, nennt man Ausbouldern einer Route. Das ist sehr gut um zu lernen :-)

Da gäbe es auch noch den Begehungsstil "alles frei" (a.f.): Ruhen nur in Ringen, nicht in den Zwischensicherungen. Das stammt aus Sachsen zu einer Zeit, als Ringe hauptsächlich zum Nachholen gedacht waren, kommt also dem Rotpunkt schon recht nahe. Es steht im Gegensatz zum vorher üblichen "mit Unterstützung" (m.U.): Wenn es schwer wird, darf man sich den Nachsteiger an den Ring holen und auf seine Schultern steigen (deshalb auch als Schulterstand bekannt). Vergleich dazu gibt es auch heute noch den Alpin-/Bigwall-Stil des technischen Klettern (Aid Climbing) mit einer eigenen Skala von A0 bis A5 (je nach dem, wie schwierig sich Sicherungspunkte zur Fortbewegung einsetzen lassen).