Frage von Kickflip,

Unterschied zwischen Fruchtzucker und Zucker aus Obst?

Moin Moin,

spielt das eigentlich eine Rolle, ob ich den Fruchtzucker aus dem Supermarkt zu mir nehme oder den Fruchtzucker aus Beispielsweise einem Apfel? Das wir wichtige Vitamine etc flöten gehen, weiß ich selber, aber sonst so?

Fruchtzucker hat ja eine höhere biologische Wertigkeit als normaler Zucker, oder?

Also ich verwende in Keksen etc, die ich backe immer Fruchtzucker, anstatt normalen Zucker.

Wie ihr sicherlich merkt, kenne ich mich da nicht so gut aus und brauche einmal ein klares Statement dazu.

Und was ist eigentlich mit Stevia? Das ist doch so eine Art Süßstoff mit wenig Kalorien. Besser als Fruchtzucker?

Gruß

Antwort
von TJack,

Fruchtzucker wird in der Leber abgebaut und steigert dort die Fettproduktion. Das kann bei empfindlichen Menschen zu einer Fettleber führen – der sogenannten "nicht Alkohol bedingten Fettleber". In zahlreichen Tierversuchen konnte außerdem ein Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Fruchtzucker und einer Steigerung des Harnsäurespiegels gezeigt werden. Das wiederum kann zu Gicht führen. In einigen Studien ist bei den Tieren auch der Blutdruck gestiegen, wenn sie sehr viel gelöste Fruktose trinken mussten. eshalb haben Ernährungswissenschaftler in Hohenheim in einer Pilotstudie Menschen mit einer sogenannten nicht alkoholbedingten Fettleber ein halbes Jahr lang eine Fruchtzuckerdiät verordnet. Das Ergebnis hat die Wissenschaftler überrascht: Bei fast allen Patienten ist das Fett in der Leber zurückgegangen.

Nun sollen weitere Studien folgen; unter anderem eine mit Kindern. Denn vor allem die steigende Anzahl der übergewichtigen Kinder, die neben einem Diabetes auch eine verfettete Leber haben, ist besorgniserregend.

Auf die tägliche Portion Obst sollte man jedoch auf keinen Fall aus Angst vor Fruchtzucker verzichten. Denn im Obst stecken neben einer gar nicht so großen Menge Fruktose viele gesunde Nähr- und Ballaststoffe. Aber es ist besser, wenn man die Früchte ganz zu sich nimmt und nicht in Form von Säften oder den sogenannten "Smoothies" . Denn dem Körper tut es gut, wenn er sich die Nährstoffe aus den Lebensmitteln noch "erarbeiten" muss und ihm nicht alles in gelöster Form zugeführt wird. So werden Blutzuckerspitzen verhindert – sowohl durch Glukose als auch durch Fruktose. Quelle http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2010/1005/008_zucker.jsp

Antwort
von Trainigsguru,

Hallo! Fruchtzucker alleine ist als Fructose ein so genanntes Monosaccharid oder Einfachzucker. Es wird im Vergleich zum normalen Rüben oder Haushaltszucker oder Saccharose (Zweifachzucker Fruktose+Glucose) insulin unabhängiger vom Körper verwertet, das heißt das diese Zuckerart (Fruchtzucker) nur sehr wenig Insulinausstoß bewirkt. Der Fruchtzucker im Apfel ist immer in Begleitung mit anderen Zuckerarten, wie dem Disaccharid (Zweifachzucker) Oligosaccharid und in Spuren auch noch Polysaccharid Mehrfachzucker. Dieses bewirkt das es zu einem langsamen insulinaustoß kommt weil die verschiedenen Zuckerarten verschiedene Resorptionsgeschwindigkeiten haben (vom Körper aufgenommen werden). Stevia wird aus einer Honig Palme gewonnen und braucht die Welt meiner Meinung nicht unbedingt Ist halt eine Mode Erscheinung. Mach deinen Kuchen oder Kekse mit dem Zucker der dir schmeckt ! Auf das kommt es nicht an. Außer du leidest an Diabetes!! Liebe Grüße

Antwort
von eltfts,

Der unterschied ist die absorption, der zucker im apfel wird langsamer und gleichmässig vom körper aufgenommen. Der reine fruchtzucker ist im vergleich extrem schnell verfügbar und sorgt dadurch für insulinreaktion etc.

Antwort
von AlexPyrkotsch,

Moin Kickflip!

Fruchtzucker ist Fruchtzucker; im Obst kommt er auf natürliche Weise vor, verwendest du ihn zum Backen etc. liegt eine synthetische Form vor. Diese ist aber nicht unbedingt besser oder schlechter. Entscheidend ist, dass Zucker stets eine bestimmte Wirkung auf den Organismus hat (u.a. anstieg des Blutzuckerspiegels). Dies kann (z.B. unmittelbar nach dem Training) sinnvoller sein, als zum Beispiel morgens als erste Mahlzeit des Tages.

Grundsätzlich ist es mit der Verstoffwechselung von Fruchtzucker aber so eine Sache; das hier zu erklären, würde den Rahmen ein wenig sprengen. Wenn du dich allgemein gesund ernähren möchtest, ist Stevia (Süßstoff) in der Tat eine gute Alternative. Allerdings wird dich der Fruchtzucker nicht umbringen, denn der Körper benötigt neben komplexen auch einfache Kohlenhydrate (also Einfachzucker). Wie gesagt: auch das Timing spielt eine Rolle!

Sportliche Grüße aus Hamburg,

Alex

P.S.: Check zu deiner Frage gerne meinen neuen Artikel: http://www.sport-lotse.de/ernaehrung/ernahrungswahnsinn-teil-1-kohlenhydrate/

Antwort
von wurststurm,

Zucker ist Zucker. Was bei der einen oder anderen Art "biologisch wertvoller" sein soll ist mir schleierhaft. Fruchzucker im Keks hat exakt dieselbe dickmachende und Insulintreibende Wirkung wie Rohr- oder Rübenzucker, was ja bei genauer Betrachtung ebenso aus Pflanzen und Früchten gewonnen wird.

Stevia ist etwas ganz anderes. Ich backe sehr gern mit Stevia. Das hat keine Kalorien und schmeckt genauso wie Zucker. Hier in der Schweiz gibts das in jedem Supermarkt in Pulver-, Tablettenform oder flüssig. Kostet etwas mehr als Zucker.

Hoffe das Statement war klar genug.

Antwort
von 0815runner,

Fruchtzucker hat keine höhere biologische WErtigkeit als anderer Zucker. Man sollte mit Zucker möglichst sparsam umgehen, denn wir nehmen durch verabeitete Nahrungsmittel zu viel Zucker auf.

Fruchtzucker in Form von Früchten aufgenommen, kann der Körper besser verarbeiten, weil die Früchte auch Fasern enthalten. Trotzdem sollte man es auch mit süßen Früchten wie Bananen nicht übertreiben.

Stevia ist eine Pflanze mit enormer Süßkraft. Man kommt also mit viel geringeren Dosen aus als bei normalem Zucker.

Antwort
von anonymous,

Darum würde ich mir gar keine Gedanken machen...... Solange Du keinen Diabetes hast, kannst Du auch Zucker essen. Alles in Maßen halt.

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