Mich interessiert, wie Ihr die Entwicklung von sportlichen Veranstaltung, wie die an der Zugspitze. Müssen solche Extreme sein?

ich finde es schon gut so etwas zu veranstalten, die sportler werden ja nicht gezwungen daran teilzunehmen. Solch Rennen sind immer spektakulär aber auch nicht gerade ungefährlich.

Von solchen speziellen Extremveranstaltungen halte ich nichts, weil gerade hier das Leben gefährdet wird. Während bei anderen extremen Veranstaltungen, etwa beim Ironman in zugänglichen Gebieten, ein Zusammenbruch des Teilnehmers, aus welchem Grund auch immer, weniger Folgen hat, ist ein Kollaps in dessen extremen Lagen, wie sich gezeigt hat, lebensgefährlich. Es ist etwas anderes, wenn ich eine Veranstaltung in einem Gebiet mache, wo mich jederzeit Hilfe erreichen kann oder in abgelegenen Gebieten, wo der Rettungshubschrauber bei Schneesturm ebenso wie ich kaum eine Chance hat.
Die Argumentation, dass jeder Erwachsene seine Fähigkeiten einschätzen könne, kann ich nur zum Teil nachvollziehen, weil jeder Sportler eigentlich wissen sollte, dass manchmal der Ehrgeiz stärker ist als der Verstand...

Prinzipiell finde ich solche Berglaufveranstaltungen an Bergen wo man eh nix mehr kaputt machen kann ganz gut - besser als in irgendwelchen unberührten Regionen. Dass jeder dabei auf sich schauen muss ist für mich selbstverständlich - für schlechtes Wetter den Veranstalter verantwortlich zu machen find ich falsch. Ansonsten ist das Wort "extrem" ziemlich übertrieben für diese Veranstaltung - auch wenn es diesmal tatsächlich "extreme" Wetterbedingungen gab, die dann zu dem tragischen Ausgang geführt haben. Es ist zwar ein anspruchsvoller Berglauf - aber einer wie es viele andere auch gibt - und sogar noch deutlich extremere...
Es gibt immer Extreme, sei es im Radsport mit der Tour de France oder beim Berlaufen mit dem Lauf auf die Zugspitze. Die meisten Leute die sich auf ein solches Abenteur einlassen sind sich ihrer Gefahren bewusst und nehmen diese Risiken auch in Kauf. Ich denke, dass bei einigen Teilnehmern des Zugspitzlaufes, die Wettkampfvorbereitung (und damit ist nicht nur das Training selbst gemeint) eher mangelhaft waren. Bei ca. 2000 Höhenmeter die zu bewältigen sind, ist es nunmal auch möglich, dass Wetterkapriolen entstehen. Solche Wettkämpfe sind wichtig, denn nur so können sich die Sportler untereinander messen. Und das ist doch das Ziel eines jeden Sportles!?
ich mit denke, dass jeder für sich selber verantwortlich ist und frei entscheiden kann, welchen Sport er wie ausüben will. Man muss aber wirklich einen klaren Kopf bewahren können, damit man über den Ehrgeiz hinaus vernünftig agiert.

es Extremsportlern den Kick gibt. Manche brauchen das und jeder weiß worauf er sich einlässt. So etwas wie auf der Zugspitze ist natürlich tragisch, aber sicher eher die Ausnahme. Für mich wäre sowas auch nichts, aber ich bewundere Leute die das mitmachen, vorallem die Transalp zu fahren oder laufen...

Jeder, der an solchen Veranstaltungen teilnimmt, ist für sich selbst verantwortlich und nimmt auf eigenes Risiko daran teil. Wenn ich Spass an Grenzerfahrungen habe, ist es doch prima wenn es solche organisierten Veranstaltung gibt. Andererseits denke ich, dass es gerade dadurch leider auch Leute auf den Plan ruft, die sich völlig überschätzen und meinen, ihre Selbstverantwortung auf die Veranstalter abschieben zu können.
Wenn ich allein einen solchen Berglauf plane, kann ich es mir auch nicht leisten unachtsam oder fahrlässig zu handeln, denn es kommt einem Suizidversuch gleich. Genausowenig kann ich meine Verantwortung auf den Veranstalter abschieben. Ich entscheide, ob ich daran teilnehme. Ich entscheide, ob ich durchlaufe, oder abbreche, weil ich nicht mehr kann.
Auch Langdistanztriathleten wurden Ende der 70er Jahre als Extremspinner abgetan und schau Dir heute mal die Teilnehmerzahlen an und die Geschwindigkeit mit der die großen Veranstaltungen ausgebucht sind. Auch dort kommen hin und wieder Athleten ums Leben. Auch bei Radmarathons. Auch bei Marathons. Meistens aus den o.g. Gründen.
ich persönlich käme nicht auf die Idee an solcher Veranstaltung überhaupt teilzunehmen. Ich denke aber, das dies jeder für sich selbst entscheiden muss und das Risiko einschätzen sollte.

die Leute sich doch den Kick lieber bei so friedlichen Sachen suchen sollten. Die Sicherheit müsste jodch immer gewährleistet sein!!!!!

es ist ja jedem sein Ding ob er bei so etwas mitmacht oder nicht. Prinzipiell finde ich so einen Event schon spannend, aber viell. sollte der Veranstalter beim nächsten Mal auch mit schlechtem Wetter rechnen...

Grundsätzlich finde ich es gut, dass es hier auch für Hardcore-Läufer noch eine echte Herausforderung gibt.
Jämmerlich finde ich aber, wenn diese für ihr Tun keine Verantwortung übernehmen wollen, trotz eindeutiger Warnungen in leichtester Bekleidung losrennen und dann den Staatsanwalt bemühen, wenn es schiefgeht.
Im vergangenen Jahr hatte der Veranstalter übrigens abgebrochen und daraufhin 80 Hassmails und Klagen an den Hals bekommen von enttäuschten Läufern, nach dem Motto:"Wir haben ja schliesslich bezahlt!"
An und für sich finde ich solche läufe nicht schlecht. An der Zugspitze herrscht sowieso ein sehr reger Betrieb, da kann man an der Natur nicht mehr viel kaputt machen. Das Risiko einzugehen, das ja den Sportlern auch bekannt ist, ist die Sache des athleten und bleibt auch diesem überlassen. Übertrieben finde ich Läufe in sehr abgelegenen Gebieten, wie Wüsten, Australien, oder irgendwo wo´s saukalt ist. Da gehört der Mensch eigentlich nicht hin, das ist vom ökologischen Aspekt für mich nicht mehr vertretbar. Der finanzielle und materielle Aufwand ist hier viel zu hoch und eigentlich nicht mehr zu verantworten

jeder läufer sollte selbst wissen wie er sich bei dem entsprechenden Sportereignis zu kleiden hat, und mit welchen Bedingungen er rechnen muss
man an dem tragischen Ereignis sehen kann, dass viele die Naturgewalten unterschätzen.

die Grenzen immer wieder zu spüren oder weiter hinauszuschieben ein Bedürfniss der Menschheit ist.