Frage von trusty 27.02.2011

Trotz Hüftschiefstand u. allem daraus resultierenden vernünftig Sport treiben

  • Hilfreichste Antwort von thonie 28.02.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    hi trusty,

    den Beckenschiefstand würde ich ich schon ernst nehmen, weil er dir mit zunehmendem Alter durch die daraus folgende Seitabweichung der Wirbelsäule gravierende Probleme bereiten wird.

    Ursache dafür ist in den meisten Fällen nicht etwa eine Differenz der Knochenlängen, es ist häufiger so, dass ein Oberschenkelknochen "tiefer im Hüftgelenk steckt" als der andere. Hierfür wiederum sind unterschiedliche Muskelspannungen verantwortlich, die das Erscheinungsbild durch die zusätzlich verursachten leichten Unterschiede in den Winkelstellungen noch verstärken.

    Zur Korrektur musst du also für gleiche Spannungen in den folgenden Muskelgruppen der Hüftgelenke sorgen:

    Hüftbeuger, Abduktoren, Adduktoren, Rotatoren und die Beugemuskeln des Kniegelenks, von denen zwei als zweigelenkige Muskeln offenbar erheblichen Einfluss auf die Stellung des Beckens haben. So habe ich bei ca. 200 von mir getesten Personen mit Beckenschiefstand zu über 80% deutliche Differenzen in den Kniebeugemuskeln festgestellt. Weniger Einfluss haben hier erstaunlicherweise die Gesäßmuskeln.

    Ich schlage folgende Maßnahmen vor:

    • nachhaltige Dehnung und moderate Kräftigung der Hüftbeuger

    • gezieltes, erschöpfendes Krafttraining für alle anderen o.g. Muskeln (Schwerpunkt Abduktoren), dabei wird man die besten Ergebnisse an Maschinen erzielen

    • unbedingt einbeiniges Maximalkrafttraining der Kniebeuger mit gleicher Belastung bis zum Ausgleich beider Seiten (Maschine)

    • zum Ausgleich der offenbar schon aufgetretenen Seitabweichung der WS Krafttraining für trapezius (alle Anteile!), rhomboideus, latissimus und schräge Bauchmuskeln; mit etwas Glück bekommst du dabei auch gleich die Asymmetrie in den Brustmuskeln mit in den Griff

    • sorge beim Training in deinen Kampfsportarten dafür, dass du die Grundstellung stets etwa gleich lange in Links- u. Rechtsauslage einnimmst und auch die Aktionen möglichst immer beidseitig übst

    Ich weiß, alles zusammen ist nicht einfach, hilft aber ziemlich zuverlässig; viel Erfolg dabei!

  • Antwort von Lippe 27.02.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Weiter machen!


    Hi trusty! Wenn es keine Beschwerden und Hindernisse von Deiner Seite gibt würde ich das Thema ad acta legen und ganz schnell vergessen.

  • Antwort von ralphp 28.02.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Normalerweise werden im Kampfsport beide Körperseiten gleichmäßig belastet. Deshalb sollte es an sich keine Disbalancen geben. Nicht auszuschließen ist jedoch, dass Du aufgrund des Beckenschiefstands unbewusst eine Art Schonhaltung einnimmst und die andere Körperseite versucht Defizite entsprechend auszugleichen. Dies könnte Ursache für die unterschiedlich ausgeprägte Muskulatur sein.

    Dein Trainer sollte dies eigentlich erkennen können. Frage ihn, wenn Du Deine Techniken ausführst.

    Ansonsten ist das eine Frage, die aus der Ferne leider gar nicht beantwortet werden kann. Du solltest einen Physiotherapeuten aufsuchen, welcher das Problem genau analysiert und mit Dir einen entsprechenden Trainingsplan ausarbeitet, um alles wieder ins rechte Lot zu bringen.

  • Antwort von Lampi 28.02.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Bis 0,5 cm ist der Schiefstand zu ignorieren. Hat jeder.

    Wg. asymetrischer Brust: Hast Du beim Kampfsport eine unterschiedlich beanspruchte Seiten (Schlagen und Schläge abfangen)?

  • Antwort von mausi64 28.02.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Auf jeden Fall wuerde ich noch eine 2 oder sogar 3 Meinung von einem Spezialisten einholen.Du bist noch jung, aber es koennte sein das du spaeter solche Probleme bekommst, das du keinen Sport mehr machen kannst und ewig mit Schmerzen leben musst. Das kann ja vermieden werden. Alles Gute.

  • Antwort von pepe33 28.02.2011

    Zu deiner Brustmuskulatur ist vielleicht zu sagen, dass Du beim Karate vielleicht viele Fußtritte mit dem rechten Fuß machst? Stimmt das?

    Zum Ausbalancieren nutzt Du häufiger den linken Arm und spannst die umliegenden Muskelpartien mehr an. Das könnte der Grund für eine stärkere linke Brustseite sein.

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