Frage von Onlinecoaching, 9

Suche passende Kampfsportart bzw. Kampfkunst!

Hallo,

ich möchte, neben dem Fußball, mit einer Kampfsportart beginnen. Sie sollte vorrangig daran orientiert sein, sich selbst verteidigen zu können. Dabei möchte ich NICHT lernen, wie man jemandem den Schädel kaputt tritt!

Mir geht es um einen sportlichen Ausgleich und um Stärkung des Selbstvertrauens. Ich dachte z.B. an eine Kampfkunst, deren Namen ich leider vergessen habe. Ein wesentlicher Grundsatz davon war z.B. das schlichte Abwehren von Angriffen und das "Umstossen", ohne zu verletzen.

Klar, was ich meine :-)?

Ich würde gerne lernen, wie man Schläge, Tritte, Waffen unterschiedlichster Art abwehrt und den Gegner im Anschluß lediglich kurz zu Boden befördert.

Weiss jemand, wie diese Kampfkunst hiess oder hat jemand andere Empfehlungen, die so in diese Richtung gehen?

Es sollte auch ohne viel Beinarbeit sein, da Fußball dahingehend genug Belastung ist. Klassisches Boxen wäre z.B. mein Ding, aber das ist zur Selbstverteidigung wohl etwas unsinnig....

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von anonymous, 9

Wenn du wirklich nach etwas effektivem suchst mach Ju-Jutsu (das Deutsche nicht Brazilian). Ju jutsu verwendet auch sehr viele Techniken aus dem Aikido und du lernst wie du jemanden zu Boden bringst und dort gegebenenfalls festhälst. Ju-Jutsu verwendet im Gegensatz zu Aikido einfachere Techniken, die man besser in der Praxis umsetzen kann und ist sportlicher orientiert als Aikido. Ich mache seit 6 Jahren Kampfsport und finde Aikido Griffe und Würfe sehr gut, nur es dauert 10 Jahre oder länger bis man diese wirklich gut in der Praxis anwenden kann. Ich denke, dass für einen Sportler Ju-Jutsu interessanter ist und besser in der Praxis umsetzbar. Probier einfach beides aus und guck was dir mehr Spaß macht.

Kommentar von Onlinecoaching ,

Guck ich mir an, Danke für den Tipp!

Kommentar von Onlinecoaching ,

Also, Ju-Jutsu scheint mir auch nicht gerade "simpel" zu sein und die Karate-Treterei ist nix für meine verkürzten Ischis! :-)

Meinste Aikido wird echt erst nach jahrelanger Perfektionierung brauchbar?

Sieht für mich eigentlich recht einfach aus, jemandem das Handgelenk zu verdrehen und ihn dann auszuhebeln .-)!

Kommentar von ralphp ,

Dass man Ju Jutsu früher als Aikido effektiv einsetzen kann ist wohl eher Wunschdenken. Da Ju Jutsu Treten und Schlagen beinhaltet, was Du ausdrücklich ausgeschlossen hattest, habe ich dieses nicht in Erwägung gezogen.

Kommentar von Onlinecoaching ,

Ja, war auch richtig. Ich werde mir lieber Aikido angucken, nächste Woche kann ich direkt reinschnuppern :-)!

Der Trainer meint, für Anfänger sei der Fitnessanteil auch nicht so hoch, so dass ich das neben dem Fußball wohl machen könnte....

Freu mich drauf:-)!

Antwort
von Kyra72, 8

Es könnte sein, dass Du Aikido meinst.
In klassischen Vorführungen endet der Angriff des Aggressors meist damit, dass die Kraft in einer runden Bewegung aufgenommen und dazu verwendet wird, den Aggressor mittels Hebel auf den Boden zu befördern.
Aikido enthält auch Waffenanteile, sieht schön aus, wenn man es beherrscht und wird meist mit einer gewissen philosophischen Einstellung verknüpft gelehrt.

Wenn es das ist, was Du möchtest, viel Spaß.

Aikido wäre aber nicht meine erste Wahl, wenn Dir effektvolle Selbstverteidigung wirklich wichtig sein sollte, denke aber auch, dass diese für Dich eher zweitrangig ist, weil

  • Du Beinarbeit eher ablehnst. Jede gute SV lebt davon, dass man sich sicher und schnell im Gleichgewicht bewegt, sonst wäre man ein leichtes Ziel und kann nicht genug Power hinter seine Schläge/ Tritte bringen, damit diese effektiv wirken.
  • Du anscheinend davon ausgehst, dass Deine bevorzugte Kampfkunst/ - sportart mit reiner Verteidigung auskommt. Für effektive SV darf man seine Vorteile (Angriffstechniken, Überraschungseffekt) nicht leichtfertig aufgeben. Schließlich soll gute SV auch gegen schwerere und größere Gegner funktionieren.
    Eine gute SV ist nicht "fair", auch, wenn man sie natürlich nur anwendet, wenn man ernsthaft bedroht wird. Selbst im Karate, wo das erste immer die Verteidigung sein soll, nennt man einige "Angriffstechniken" einfach Verteidigung, weil es sonst nicht funktionieren würde

Klassisches Boxen beinhaltet übrigens sehr viel Beinarbeit und wäre zur SV sicherlich um einiges besser geeignet, als Aikido.
Warum man sagt, dass Boxen zur SV nicht so geeignet wäre, liegt einzig und allein daran, dass der Boxkampf Regeln beinhaltet, wie z.B. keine Schläge auf den Rücken. Daran hält sich auf der Straße aber niemand, weder Aggressor, noch Boxer. Natürlich paßt deshalb die klassische Haltung der Boxer nicht ganz, da sie ihren Rücken nicht decken, aber das Boxen enthält doch sehr viele Elemente, die zu einer guten Selbstverteidigung notwendig sind.

Entscheide Du zunächst, ob Du eher eine effektive SV, eine schöne Körperbeherschung oder einen fordernden Kampfsport suchst. Bist Du Dir nicht sicher, vereinbare kostenlose Probetrainings bei allen infragekommenden Vereinen/ Schulen.

Gruß Kyra

Kommentar von Onlinecoaching ,

Aikido wars, habs gestern noch entdeckt!

Antwort
von ralphp, 7

Ich könnte mir gut vorstellen, dass Aikido etwas für Dich ist. Hierbei wird die Kraft des Gegners ausgenutzt. Der Aikidoka lenkt die Kraft des Angreifers in kreisförmige Bewegungen um, lenkt sie ab und nutzt sie schließlich gegen den ihn. Dabei wird der Gegner unter Verwendung von Hebeltechniken geworfen und zu Boden gebracht.

Aikido ist auch hervorragend zur Selbstverteidigung geeignet sein, denn Aikido wurde ausschließlich zur Selbstverteidigung entwickelt. Angriffe gibt es im Aikido nicht.

Außenstehende wundern sich immer wieso Aikidoka ihre Gegner immer mit einer scheinbaren Leichtigkeit werfen und selbst körperlich erheblich stärkere Personen oft hoffnungslos unterlegen sind. Das Geheimnis liegt in einer perfekten Ausnutzung der Kraft des Gegners und das Wissen um die Funktion der Gelenke. Durch äußerst schmerzhafte Hebel gelingt es dem Aikidoka selbst körperlich überlegene Angreifer zu überwinden. Dies entspricht übrigens auch dem von Kyra angeführten Kraftprinzip des Wing Tsun, welches im Aikido ebenfalls zum Einsatz kommt.

Wie dem auch sei - jede Kampfkunst setzt auch auf intensive Beinarbeit, denn die Stellung der Beine ist die Grundlage für jede erfolgreiche Technik. Dies gilt übrigens in Bezug auf nahezu jede Sportart.

Kommentar von Onlinecoaching ,

Ja, Aikido wars :-)! Habs gestern schon gefunden....

Antwort
von Struckii, 8

Wing Chung wäre etwas da musst du nich mal viel kraft haben oder beweglich sein genauso wie k11 oder wie es heißt :)

Kommentar von Kyra72 ,

Das, mit dem "nicht besonders beweglich sein müssen" ist ein tolles Werbeargument, dass nur dann stimmt, wenn man Wing Chun mit Taekwondo oder Kunstturnen ect vergleicht.
"nicht viel Kraft" ist auch eine Werbeaussage, die differenziert zu betrachten ist. Das 4.Kraftprinzip des Wing Chun lautet: Füge Deine Kraft hinzu!
Je mehr Kraft Du hast, desto besser.

Meine Aussagen gelten allerdings nur, wenn man Wing Chun als effektive SV betreiben möchte. Es gibt viele Wing Chun - Schulen, wo andere Dinge im Vordergrund stehen.

Zu Beginn braucht man keine besonderen Voraussetzungen.
Von Vorteil wären vorhandene Kraft und Beweglichkeit allerdings trotzdem - kann man sich aber alles dort antrainieren.

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