Hallo, ich bin übergewichtig u.habe das Fahrradfahren für mich entdeckt. Mein Mann (sehr sportlich!) meinte gestern: "Gell, das tut doch gut, wenn man seinen Körper mal so richtig auspowert?!" Ich powere meinen Körper allerdings nicht aus, wenn ich fahre. Ich fahre stetig, ohne Pause, aber in meinem Tempo - bin seit langer Zeit nun wieder Fahrrad gefahren und habe KEINEN Muskelkater heute und mir tut auch nichts weh! Ich muß mir da jetzt nicht wirklich Gedanken machen, oder? Ist es ein schlechtes Zeichen, wenn man seinen Körper am nächsten Tag NICHT spürt? Herzlichen Dank für die Antworten, jeannie

Ich denke dass deine Weise zu fahren genau die richtige für dich ist. Wenn du stetig fährst ohne Pasuen und das eine gewisse Zeit dann wird dir das mehr bringen als dich auszupowern und dann aufzuhören. Wenn es dir selber "zu einfach" erschien dann versuch doch beim nächsten mal einfach etwas schneller zu fahren (stetig). Versuche so dein "Tempo" zu finden bei dem du am nächsten Tag nicht gleich vor lauter Muskelkater keine Bewegung mehr machen kannst, aber trotzdem während der Fahrt eine "leichte Anstrengung" verspürst! Es fällt vielen schon schwer eine längere Distanz gleichmäßig zu fahren. Wenn du daran auch noch Gefallen findest und dadurch auch öfter trainierst/fährst dann ist das genau das Richtige für dich!

Du musst Deinen Körper sicher nicht an die Grenzen der Leistungsfähigkeit bringen. Das wäre Blödsinn. Auch der Muskelkater ist kein gutes Maß um über den Trainingseffekt auszusagen. Dass Du Dein Tempo fährst ist schon ganz richtig. Versuche so schnell zu fahren, dass Du ein leichtes Gefühl von Anstrengung verspürst. Ein kleines Bisschen schneller als "bequem". Dann liegst Du ganz richtig. Du solltest so auf jeden Fall 1 Stunde durchhalten können. Wenn das nicht klappt, dann bist Du schnell unterwegs.
Eine Andere Möglichkeit besteht darin, eine Herzfrequenzmessuhr zu kaufen, und deinen Herzschlag während des Trainings zu kontrollieren. Dann kannst Du auch methodischer Vorgehen, allerdings nur dann, wenn Dir das auch Spaß macht. Das ist nämlich wichtiger als Trainingsbereiche und Leistungsdruck.