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Sollte man Nahrungsmittel mit E-Nummern generell meiden?

gefragt von wannabe99 am 03.07.2008 um 16:15 Uhr

Was meint ihr, sind diese Nahrungsmittelzusatzstoffe, ich glaube, es gibt europaweit über 300, nicht alle auf Dauer schädlich oder Allergie auslösend?


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pooky
beantwortet von pooky am 3. Juli 2008 17:20
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Generell nicht, da nicht hinter allen E-Nummern schädliche oder unnatürliche Stoffe stecken. Es handelt sich vielmehr um europaweit genormte Kennziffern für bestimmte Zusätze.

So steckt etwa hinter E101 der natürliche Stoff Riboflavin, das ist Vitamin B12, E100 ist Kurkumin, das ist Gelbwurzel und somit das Mittel, das Curry und Senf die Farbe gibt. E140 ist Clorophyll, der natürliche Pflanzenfarbstoff, E300 ist Vitamin C, E306 Vitamin E.

Vorsichtig sollte man dagegen bei E104 (Chinolingelb - Allergiegefahr), E250 (Natriumnitrit - Krebsverdacht) oder E452 (Polyphosphate - Osteoporose-Gefahr) sein.

Das heißt: Eine generelle Ablehnung gegenüber Stoffen, die sich hinter E-Nummern verstecken, ist genauso wenig angebracht wie die völlig unkritische Betrachtung.


anonym
beantwortet von Sandro am 4. Juli 2008 13:53
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Ein kleiner Zusatz noch von mir: Die mit E gekennzeichneten Stoffe sind Zuckeraustauschstoffe und gehören, anders als die Süßstoffe zu den Energielieferanten. Sie haben einen geringen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und können ohne Insulin verwertet werden. Demnach werden sie oft für die Herstellung diabetischer Lebensmittel verwendet.

Kommentar von E267ae81bef1fdcaf4549075e2a00969smallpooky am 4. Juli 2008 16:48

Das ist nicht richtig, das trifft nur auf die Nummer E420 (Zuckeraustauschstoff Sorbit) E420b (Zuckeraustauschstoff Sorbitsirup), E421 (Zuckeraustauschstoff Mannit).

E473 ist zum Beispiel Zuckerester, enthält also Zucker, ebenso wie die Gruppe E150 a bis d (Zuckercouleur, direkt aus Zucker).

Riboflavin (E101) oder E140 (Clorophyll) sind dagegen völlig frei von Energie, können solche auch nicht liefern. Insofern trifft Deine Darstellung nicht zu.

Das E-Nummern-System wurde eingeführt, um europaweit Zusatzstoffe einheitlich zu deklarieren.


ExuRei
beantwortet von ExuRei am 19. September 2008 20:28
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Es ist letztenendes egal, weil ein Großteil der verwendeten (und allergieauslösenden) "Zusatzstoffe" gar nicht auf dem Etikett erscheinen, unabhängig vom Lebensmittel. Aufgrund der schwammigen Formulierungen in der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung und/oder der Findigkeit im Uminterpretieren und/oder der Großzügigkeit des Gesetzgebers werden Zusatzstoffe einfach in "Nichtzusatzstoffe" umdeklariert oder schlicht und einfach in dem Verbraucher gefälligere Bezeichnungen umbenannt. Stichwort: Stoffe natürlichen Ursprungs. Darunter fallen tausende von naturidentischen (= synthetischen) Aromastoffen, deshalb kommt man mit 300 anerkannten (offiziellen) Zusatzstoffen aus. Nichtzusatzstoffe sind natürlich auch nicht gesundheitlich geprüft...


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