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Sind Süßstoffe krebserregend?

gefragt von drlittle am 18.11.2007 um 17:06 Uhr

Hallo, in eine älteren Artikel habe ich etwas darüber gelesen, dass Süßstoffe auch schon einmal als krebserregend eingestuft wurden. Ist da was dran? Die gesamte Sporternährung wie Energieriegel, Iso-Drinks etc. ist ja damit gesüßt.


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anonym
beantwortet von Dorle am 19. November 2007 13:28
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Süßstoff ist zwar nicht gleich Süßstoff, aber hier mal Ergebnisse aus der Aspartam-Studie:

Die erste Aspartam-Studie

Ein Forschungsteam vom "Cesare Maltoni Cancer Research Center" in Bologna fütterte 1.500 Ratten täglich mit Aspartam in Dosen zwischen 4 mg und 5.000 mg pro kg Körpergewicht. Als Kontrollgruppe dienten 300 Tiere, die kein Aspartam erhielten. Die Studie startete in der achten Lebenswoche der Ratten und endete mit dem Tod des letzten Tieres nach 159 Wochen. Danach wurden die Nager untersucht. Die Ratten aus der Aspartam-Gruppe zeigten "beträchtliche Hinweise auf bösartige Karzinome einschließlich Lymphome, Leukämien und Tumoren in verschiedenen Organen", so die Forscher.

"Aspartam ist sicher"

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Daten der vor über 20 Jahren als Süßstoff eingeführten Substanz, die sich in so vielen Lebensmitteln enthalten ist, geprüft und kam Anfang Juni 2005 erneut zu dem Ergebnis: Aspartam ist sicher. Sie sah aufgrund der vorgelegten Daten aus dem Tiermodell keinen Anlass, ihre Position zu verändern. Ob sie weiterhin bei dieser Position bleiben wird? Die "MedUniqa", eine Zeitschrift der Österreichischen Uniqa-Versicherungsgruppe, fragte sich bereits nach den in der 1. Studie vorgelegten Ergebnissen, ob bei der breit eingesetzten Substanz Aspartam nicht möglicherweise wirtschaftliche Interessen die wissenschaftlichen überragen.

Nun gibt es konkretere Hinweise auf Zusammenhänge zwischen dem Brustkrebsrisiko und Cola-Getränken und Brustkrebsrisiko und Aspartam. Da in einigen kalorienreduzierten Getränke sogar beides enthalten ist, könnten sich Risiken unter Umständen potenzieren. Auf diese Zusammenhänge hat die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. in einer Pressemeldung vom Juni 2007 hingewiesen.

Die Untersuchungen, die an Ratten durchgeführt worden waren, lassen sich zwar nicht "1 zu 1" auf Menschen übertragen, aber sie können zumindest zum kritischen Nachdenken bei der menschlichen Nahrungsaufnahme anregen. Man kann darüber spekulieren, ob jetzt Ratten oder Menschen widerstandsfähiger sind und wie sich die Chemikalien z.B. in Schwangeren auswirken, denn die durchgeführten Studien zeigen ihre Auswirkungen bis hin zu den Nachkommen.

Die zweite Aspartam-Studie

Die Europäische Stiftung für Onkologie und Umweltwissenschaften weist aktuell auf ihre zweite Studie zu dem künstlichen Süssstoff Aspartam unter dem Titel "Lifespan Exposure to Low Doses of Aspartame Beginning During Prenatal Life Increases Cancer Effects in Rats" (Pränatal beginnende Lebenzeit-Exposition mit niedrig dosiertem Aspartam erhöht die Krebsentstehung bei Ratten) hin, die gerade auch bei "Environmental Health Perspectives" erscheinen konnte und im Volltext frei zugänglich nachzulesen ist, leider jedoch nur in englischer Sprache.

"Als Erstes konnten die Forscher eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme sowie Gewichtszunahme bei den Ratten sowie deren Nachkommen unabhängig vom Geschlecht aufzeigen. Darüber hinaus zeigte sich im Vergleich zur Kontrollgruppe ein signifikant erhöhtes Auftreten von bösartigen Brusttumoren bei den weiblichen Ratten sowie dem weiblichen Nachwuchs. Das Team um Fiorella Belpoggi von European Foundadion for Oncology & Environmental Sciences vermutet als Grund eine Wechselbeziehung zwischen Übergewicht und Brustkrebs", berichtet die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie. So lag die Rate der Brustkrebserkrankungen ohne Aspartam-Aufnahme bei durchschnittlich 5,3%, bei 20 mg/kg des Körpergewichts lag sie bei 7,1% und sie stieg mit der Aufnahme von 100 mg/kg auf 15,7%. Auch die Rate der Lymphome und Leukämien verdreifachte sich knapp und stieg auf 31,4% an. Ohne Aspartamaufnahme lag sie bei 12,6% für Lymphome und Leukämien im Tierversuchsmodell.

Auf experimenteller Ebene im "Modell mit Ratten" konnte damit gezeigt werden, dass Aspartam eine "multipotente krebserzeugende Substanz" ist. Neben einem höheren Brustkrebsrisiko konnte bei Aspartam im Versuch dosisabhängig auch ein noch höheres Risiko für Lymphome und Leukämien gezeigt werden.

Aspartam in der Nahrungsaufnahme überdenken!

Und allen Sportlern kann ich nur dasselbe raten, wie meine Vorredner Airwilon und Galetta, die Natur ist gesünder!


anonym
beantwortet von Galetta am 18. November 2007 19:57
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Hallo drlittle, ich glaube, so ganz einig sind sich die Experten da nicht, aber dass Süßstoffe irgendwo problematisch sind, ist schon klar. Ich persönlich finde auch, dass Produkte mit Süßstoffen komisch schmecken und meide sie. Es gibt genügend Alternativen, auf jeden Fall auch bei den Bio-Produkten (Riegel). Einen Iso-Drink kannst du dir leicht aus Apfelsaft und Wasser mischen.


anonym
beantwortet von airwilon am 19. November 2007 11:24
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Das die gesamte Sporternährung damit gesüßt sein soll ist nicht richtig. Vielmehr kommen in einer für den Freizeit bis Kraftsportler völlig ausreichenden ausgewogenen und abwechslungsreichen, vollwertigen Ernährung keinerlei Süßstoffe vor. In dieser Ernährung fehlen auch die angesprochenen Energieriegel(Energie ist eher zuviel in der Ernährung)und Iso-drinks.Energieriegel sind teilweise durch nicht angegebene Verunreinigungen(Dopingsubstanzen)aufgefallen;Iso-drinks überflüssig, teuer, kalorienreich und meist nicht im Pfandsystem erhältlich.Süßstoffe scheinen sogar zu einer Überernährung zu verleiten.Sportlern können z.B.Studios auch Bananen,Joghurts,Quarkzubereitungen oder Frischkäsezubereitungen anbieten.Süßstoffe wirken gerade bei Sportlern in Verbindung mit hartem Training oft abführend!

Kommentar von airwilon am 19. November 2007 13:42

Inhaltsstoffe durchlesen, bei Süsstoffzusätzen einfach liegenlassen bis der Handel die Süßstoffe schnell wieder weglässt!


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