Hallo Leute!
Ich will mit meiner Freundin eine Radreise nach Schweden machen. Wir haben vor, in Deutschland nicht auf Zeltplätzen zu Zelten, weil das einfach zu teuer ist. Wenn möglich wollen wir Schwarzzelten vermeiden, indem wir z.B. bei Bauern fragen, ob wir unser Zelt für eine Nacht auf deren Grundstück aufbauen können. Leider wird es sich nicht ganz vermeiden lassen, ab und zu mal auch auf öffentlichem Gelände zu Zelten. Dabei werden wir natürlich auf Umweltschutz achten und uns von Naturschutzgebieten und Nationalparks fern halten. Meine Frage dazu ist, ob von euch schon einmal jemand von den Ordungshütern erwischt worden ist und ob man in der Regel mit denen reden kann. Ich meine wir wollen da ja einfach nur schlafen und machen weder Krach noch Dreck. Meint ihr dass man wenn man mit den Leuten reden kann wenn man ihnen erklärt was man vor hat oder ob die sofort eine Anzeige machen würden. Lieber Support, ich weiß das sich die Frage nach den Regeln im Graubereich bewegt, aber ich bitte euch die Frage nicht zu löschen oder zu schließen. Danke!
MfG!
Jan.

Wir haben auch schon öfter in Deutschland "wild" gezeltet und es war noch nie ein Problem. In manchen Gegenden ist es höchstens schwierig, ein Plätzchen zu finden, wo man nicht in der Nähe von Häusern ist. wir haben auch immer geschaut, dass wir nicht direkt auf dem Präsentierteller waren, sondern ein bisschen Versteckt. Wenn man dann erst abends aufbaut und morgens wieder weg fährt, hat wohls elten jemand was dagegen, wenn es überhaupt bemerkt wird. Am ehesten vielleicht mal noch ein Jäger, ich denke aber, dass man meistens mit den Leuten reden kann. Dass man keinen Abfall hinterlässt etc. ist euch ja eh klar.

am 3. Juli 2009 22:40 Ob Ihr ungeschoren davon kommt, hängt davon ab, ob ihr überhaupt erwischt wird und wie die Ordnungshüter dann drauf sind. Die Erfahrung zeigt, dass man schon "Glück" haben muss, wenn man direkt ertappt wird, wenn dann steckt meistens eine Meldung eines Bürgers dahinter. Je nach Toleranz des Kontrolleurs, ob nun Polizist, Ordnungsamtsmitarbeiter oder einer anderen Behörde, kommt man auch schon einmal mit einer mündlichen Verwarnung davon.
Aber man kann schon einmal Pech haben. Hier in Berlin fahren schon einmal Beamte der Wasserschutzpolizei nachts ans (Havel-) Ufer im Grunewald, um gezielt nach Wildcampern zu suchen und sie kostenpflichtig zu verwarnen.

am 3. Juli 2009 17:20 Bei uns im Bergischen wird auch öfters gezeltet und solange nichts verunreinigt oder großartig Krach gemacht wird ist die Toleranz bei den Ordnungshütern schon vorhanden. Mehr Sorgen würde mir machen, das nachts dann irgendwelche Pappenheimer angelatscht kommen und Streß machen wollen. Von daher würde ich mir schon ein Plätzchen suchen was nicht so auffällig ist.
danke schön und DH!

am 3. Juli 2009 13:24 Tja schade, gibts das Allemannsrätten nicht auch in Deutschland.
Wenn wir unsere Kanutoren gemacht haben war unser Zeltlager nie auf Zeltplätzen. Man muss dann einfach tagsüber auf die Toilette gehen. Wegen waschen und so würde ich versuchen in der Nähe von Wasser zu bleiben, wegen der Mücken am besten fliessendem Wasser (Tipp gilt dann auch für Schweden). Weil wir immer späten Nachmittag ankamen und nächsten Vormittag weg waren hat da kein Schwanz was dagegen. Nur einmal haben wir grad neben einem Zeltplatz gezeltet und das fand deren Security dann nicht lustig, da mussten wir dann früh weg. Aber das wars dann auch schon, nix da wegen Anzeige, das ist den Ordnungshütern viel zu mühselig.
So ähnlich hab ich mir das auch gedacht. Wir würden unser Lager auch erst in der Dämmerung aufschlagen und früh wieder abhauen, schließlich muss man ja noch ein bisschen Radeln. ;-) Weißt du zufällig wie es in Schweden mit Feuer machen aussieht? In Deutschland sollte man das ja tunlichst unterlassen.
Feuer machen ist in Schweden nicht nur erlaubt sondern wegen der Mücken unbedingt gefordert. Also Feuer ist ok, man sollte nur wenn man auf Privatgrund zeltet den Eigner fragen. Und da es soviele Seen und Flüsse gibt hat man an potenziellen tollen Rastplätzen kein Mangel.