Frage von monofin,

Schuppen vs Wachs-ski

Ein Arbeitskollege hat mich zum Wasa-Lauf überredet. Mein 20Jahre alter Schuppenski ist da wohl keine grosse Hilfe mehr. Doch was soll es neu sein? Ein Sorglos-Schuppenski oder doch den Wachsaufwand treiben? Wie viel leicht gleiten ein Wachsski denn im Vergleich zum Schuppenski?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Pilotclassic,

Hallo Monofin

Meine Frau ist vor 2 und Ich mitte letzten Winter von sportlichen Schuppenski auf Wachsski umgestiegen. Du kannst ja nach meinen Wachsfragen hier im Forum suchenß ;-))) Ich muß sagen wir haben es erst einmal richtig bereut, ende März auf der Bretterschachten (grobkörniger über Nacht gefrorener Firn plus nach 20 min lauf Schneefall sprich keine anbindung des neue Schnees an die Spur) Stollen war nicht zu vermeiden denke ich. Ansonsten immer mindestens gleich guten und zu 90 % immer besseren Grip als mit Schuppen. Bei frischem Schnee am Saisonanfang plus Blättern und hoher Luftfeuchte und wenns pressiert hat sich Gripptape als hervorragende alternative herrausgestellt. Und für den Vasalauf würde ich versuchen einen Wachsservice in Anspruch zu nehmen, die wissen wie es geht.

Also ab zum guten Sporthändler und gut beratenlassen. Wir waren beim Sport Schuster in München, oder Langlaufhändler in den typischen LL Gebieten oder bei einem LL Verein nach einem Guten Händler fragen.

Viel Spaß beim training

Pilotclassic

Antwort
von LLLFuchs,

Hallo Monofin

Erst einmal Gratulation zum mutigen Entschluss

Also wenn ich den Vasalauf bestreiten wollte, dann würde ich in jedem Fall mit einem Wachsski laufen. Ein Schuppenski hat einfach zuviel Haftreibung. Diese lässt sich aber schlecht in Zahlen ausdrücken. Aus Erfahrung weiss ich aber, dass ich mit meinem Wachsski einem Läufer mit Schuppenski selbst dann noch davonfahre, wenn ich nicht optimal gewachst habe. Das allein spricht dafür, dass man mit einem Wachsski laufen sollte.

Nebst der Distanz wird der Schnee und damit das Wachsen für einen Mitteleuropäer eine Herausforderung sein. Der Schnee ist im Norden oben einfach anders. Bei der grossen Distanz und der zu erwartenden langen Laufzeit, muss man sich auch damit befassen, dass man unterwegs nachwachsen muss, sei es, weil das Wachs aufgebraucht ist, oder sich die Verhältnisse ändern.

Vielleicht meldet sich noch ein Langdistanzläufer mit einschlägiger Erfahrung zu Wort. Meine Erfahrung reicht nur bis 42 km und eine Laufzeit von unter 4 Stunden.

Viele Grüsse LLLFuchs

Antwort
von razecarver,

Es gibt noch eine Möglichkeit, einen Wachsski mit einem SWIX/START Wachsband. Wenn es nicht zu kalt ist ist es jedem Schuppenski überlegen und hält problemlos 2-300 km. Bei uns fahren mittlerweile einige Ex-Wachser nur noch mit dem Band. Und wenn es Dir Spaß macht, kannst Du den Ski später auch richtig wachsen.

http://www.skiservice-shop.de/Swix-N10-Tape-Klebeband

Übrigends haben Schuppenski auch Nachteile. In einer glasigen Spur greift eine Schuppe nämlich auch nicht.

Antwort
von monofin,

Besten Dank für die Antwort LLLFuchs, welche meine Befürchtungshaltung noch verstärkt.

Der optimale Wachsski läuft schneller als der Schuppenski, aber der Schuppenski läuft sorgenfrei, fast immer. Und beim Wachsski muss ich vermutlich anhalten und nachwachsen auf die Vasalauf-Distanz. Hmmm, wenn ich da mit dem Schuppenski durchlaufe, dann ist dies ein Nullsummenspiel oder immer noch Vorteil für den Wachsski? [Da ist Radfahren einfacher, der Reifen hält den ganzen Radmarathon egal ab trocken, nass, kalt oder heiss ;-) ]

Kommentar von LLLFuchs ,

Nun eben, es ist schon schwierig, den Sachverhalt in Zahlen auszudrücken. Wenn der Wachsski etwa 5% besser käuft als ein Schuppenski, dann macht das auf eine Laufzeit von 6 Stunden einen Vorsprung von 18 Minuten. Wenn man nun weiter in Betracht zieht, dass Du durch das leichtere Vorwärtskommen weniger ermüdest, müsste sich das in weiteren Minuten auszahlen. Ein Nachwachsen sollte aber bei einer guten ersten Präparation nicht mehr als 10 Minuten in Anspruch nehmen. Also resultiert letztlich ein Zeitgewinn.

Ich sehe aber noch einen anderen Fakt: Du bist offensichtlich seit 20 Jahren nicht mehr auf LL-Skiern gestanden. Wenn Du nun den Vasalauf in Angriff nehmen willst, geht es in erster Linie ums Durchkommen! Da spielen eigentlich ein paar Minuten fürs Nachwachsen keine Rolle.

Als leidlich geübter Klassikläufer mit einer HM-Zeit von 1:30 würde für den Vasalauf mit einer Zeit von 7:30 eher aber mit 8 Stunden oder mehr rechnen. Da stellt sich die Frage: Was hast Du geplant?

Kommentar von monofin ,

Keine Ahnung wie schnell ich sein werde :-)) mal gucken nach den ersten Einheiten auf Schnee. Mein Ziel wäre für den Vasa aber <7h ;-)wie realistisch das ist sehen ich dann im Januar oder so.

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