Frage von Lutztastic, 23

Schon wieder "Erschöppft" - ist das noch normal?

Hey,

wer meine Fragen-Historie zurüchverfolgt wird erkennen, dass ich öfters zum Thema "Müdigkeit" oder Motivationstief die ein oder andere Frage hier eingestellt habe. DIe Situation ist folgendermaßen:

Seit meiner letzten Prüfung im Februar hatte ich eine ordentliche Leistungssteigerung, wahrscheinlich auch weil viel Druck von meinen Schultern gefallen ist. Ich habe ordentlich zugelegt, mir einen Trainingsplan gebastelt und war hoch motiviert. Das Training ging auch ca. 8 Wochen lang verdammt gut voran (Hauptsächlich Maximalkrafttraining auf Basis von 5/3/1-Wendler) Ende April habe ich dann auf einmal ein "Leistungstief" wahrgenommen. Ich konnte mich nicht mehr steigern und dachte mir: "Ok - ein Woche Pause wird schon genügen". Also habe ich pausiert. Mittlerweile sind vier Wochen vergangen und ich komme nur sporadisch zum Training. Gestern habe ich mal wieder Kreuzheben versucht, das erste Mal seit langem mit hohen Gewichten trainiert. Der letzte Satz war eine herbe Enttäuschung, danach war ich auch wirklich fix und fertig. Heute wollte ich eigentlich auch wieder zum Trainin, merke aber eine extreme Müdigkeit und Demotivation. Ich sehe das Training aktuell als "Pflicht" und weniger als "Erholung". Leider ist das Training bei mir auch immer sehr "Leistungsorientiert". Ich will stärker werden, oder mehr Wdh. schaffen, oder schneller werden etc.

DIeser "Druck" durchzieht leider alle Bereiche meines Lebens. Irgendwie muss ich immer versuchen, "Alles" zu geben und kann nur selten 5 Gerade sein lassen. Kann die "Erschöpfung" vielleicht darin begründert liegen? Ich fühle mich auch schon seit Langem (eigentlich seit dem Studium) dauernd gestresst. Ich habe irgendwie verlernt, richig abschalten und entspannen zu können. Ich weiß, das mag sich seltsam anhören: Aber ich kann mich nicht mehr erholen bzw. ausruhen. Meine Gedanken rasen ständig, manchmal fühlt sich mein Schädel so an, als ob er explodiert. Und sich richtig "erfrischt und sorgenfrei" aufgewacht bin ich auch schon ewig nicht mehr.

Gerade im sportlichen Bereich kotzt es mich tierisch an, dass ich schon mal besser war und jetzt wieder ein Level tiefer einsteigen muss. Also setze ich mich wieder unter Druck.

Kann mir vielleicht jemand einen guten Rat geben? Die Empfehlung "Stress dich halt nicht so..." bringt mich auch nicht wirklich weiter. Wie sollte ich v.a. im sportlichen Bereich weiter vorgehen?

Vielen Dank schonmal vorab

Lutz

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Antwort
von shiva1990, 11

Hallo!

Ja deine Erschöpfung kann mitunter von deinem inneren Leistungsdruck stammen. Wie sieht es denn bei dir mit Ernährung aus? Ich nehm mal an, die Kalorien sind ausreichend? Welche Lebensmittel isst du so? Kannst du gut schlafen?

Ich hätte dir ja eine aktive Regenerationswoche empfohlen, aber da du ohnehin schon eine OFF Woche hattest...

Ich kenne das auch "nicht abschalten zu können" und im Kopf nicht zur Ruhe zu kommen. 

Wenn du abends z.B. schwer einschläfst oder unruhig schläfst, probier es mal mit Melatonin und/oder Baldrian (gibts im Drogeriemarkt). 

Ich würde dir in sportlicher Hinsicht mal empfehlen es ruhig anzugehen, denn so wie es jetzt ist, kommst du auch nicht weiter. Ich weiß leider nicht wie dein Plan aussieht. Eventuell postest du diesen mal? bei 531 solltest du ja aber auch deloads im plan haben, oder hältst du dich da nicht dran?

Evtl nochmal einen Deload versuchen

Woche 1: 50% des Arbeitsgewichts

Woche 2: 70% des Arbeitsgewichts

Woche 3: 90 % des Arbeitsgewichts

+ weniger Sätze

Antwort
von Krischny, 10

Wie ist es denn sonst im Alltag? Bist du nur beim Training Müde oder auch im normalen Alltag? Warst du schonmal beim Arzt und hast dein Blutbild testen lassen? Vielleicht hast du ja Eisenmagel oder irgendeinen anderen Mangel. Das kann nicht selten mit der Müdigkeit zusammenhängen.

Auch kann es oft an der Ernährung liegen, wenn man sich schlapp und müde fühlt. 

Kommentar von Lutztastic ,

Vielen Dank für die Antworten!

Mittlerweile läuft es wieder besser - muss zwar erstmal wieder meine alten Werte erreichen; das sollte aber denke nicht allzu lange dauern. Wie gesagt: angefangen hat es mit der Allergie. Hinzu kam das Gefühl, dass ich mich extrem gestresst und unter Druck gesetzt gefühlt habe, als ich an das Training gedacht habe.

Läge es am Blutbild oder der Ernährung dürfte es ja jetzt auch nichts mit Training werden - ich fühle mich aber fit und "hoffe" eifnach mal, dass es einfach die Umstände (insbesondere die Allergie) und eine Art Übertraining waren, die mir zugesetzt haben.

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