Frage von elektrolurch100, 126

Schmerzen in vorderer Schulter (beidseitig)

Hallo zusammen!

Zunächst einmal ist mir klar, dass ich mit meinem Problem zum Orthopäden gehen sollte, was ich auch bald machen werde.

Phasenweise, das heißt einige Monate im Jahr, habe ich seit einigen Jahren recht instensiv Liegestütz trainiert, und es da bis zu 60 Wdh. am Stück und ersten einarmigen Liegestütz gebracht. Seit letztem Juni mache ich so einen gemischten Fitnesskurs an der Uni, bei dem pro Trainingseinheit auch mal mehrere hundert Burpees gemacht werden und noch einige Liegestütz oder ähnliche Übungen obendrauf. Außerdem gehe ich seit Oktober regelmäßig klettern.

Dabei hat es in meinen Schultern schon einige Male leicht gezwickt, was dann aber schnell wieder weg war. Aber seit Ende Januar sind die Vorderseiten beider Schultern bei mir sehr empfindlich. Das ging so weit, dass mir auch mal eine Schulter allein von der Handhabung des Geschirrs beim Spülen schmerzte. Alles Liegestützartige habe ich seitdem gelassen. Ich war nur klettern, weil das ja eher die Hinterseite der Schultern belastet, und das ging mit ordentlichem Aufwärmen (und Vermeidung der Situation, dass mein ganzes Körpergewicht an nur einer Hand hängt) auch.

So haben sich meine Schultern langsam wieder erholt und heute wollte ich mal wieder Liegestütz probieren... bis ich gestern während einer Radtour mal fünf Minuten unaufgewärmt an einer Felswand kletterte. Jetzt schmerzt meine linke Schulter wieder und ich werde nun mal eine konsequente Sportpause einlegen, wenn es anders nicht besser wird, dazu noch ein paar Diclofenac-Tabletten schlucken und mir einen Termin beim Orthopäden besorgen.

Hat jemand hier weitere Tipps, was ich tun kann? Ich muss nicht unbedingt Sport machen, der den Oberkörper belastet, nur leider ist mein Knie auch im Eimer.

Vielen Dank!

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Antwort
von Setpoint, 105

Wenn du so weiter machst ist deine Schulter auch bald im Eimer und du wirst kaum mehr Sport ausüben können weil die Schulter fast an jeder Bewegung der Arme mitbeteiligt ist.

Wer so häufig umfangreich (sinnlos hunderte Wdh auszuführen) und einseitig (nur Liegest.) seine Schulter belastet ( bzw sein gesamtes Training),  darf sich nicht wundern wenn nach gewisser Zeit Beschwerden auftreten.

Das Schutergelenk ist ein muskulär geführtes Gelenk und empfindlich gegenüber muskulären Dysbalancen, die dazuführen können das der Oberarmkopf nicht mehr optimal in der Gelenkpfanne zentriert ist u. somit bei übermässiger,einseitiger falscher Belastung überlastet/verschlissen wird, bis hin zur Arthrose.zzgl können sich Schleimbeutel, Sehnen,Bänder usw sich entzünden. besonders wär zum Impingementsyndrom neigt.

Vordere,seitliche und hintere Schulter sollten immer gleichmässig sinnvoll, trainiert werden zzgl sollte die Rotatorenmanschatte isoliert stabilisiert werden.

Regenerationspausen sollten selbstverständlich sein weil nicht nur die Muskulatur regeneriert sondern auch der Band u. Sehnenapparat pausieren muss.

Sportpause,keine Belastung,geeignete Entzündungshemmende Medik. u. Arzt ggf Physioth.konsultieren.

Nach gewisser Zeit muss die Schulter wieder mit spez. Übungen (Physio) sinnvoll belastet werden damit die Beweglichkeit des Schultergelenks u. dessen Anteile gewährleistet bleibt.


Gruss S.



Antwort
von hayesgalore, 90

Da das nach einer chronischen Sache klingt solltest du so oder so mal zum Arzt, da man ja oft auf Termine warten muss, mach dir jetzt schon mal lieber einen aus ;-)

Denke bis dahin bist du mit schonen gut dabei. Könntest auch leicht wärmen oder kühlen, je nachdem was angenehmer ist!

Antwort
von Almeida, 89

Ohne Deinen allgemeinen Trainingsplan zu kennen, würde ich Dir vorschlagen, erstmal intensivst die hintere Kette zu trainieren. Ich kann mir vorstellen, dass sich Deine Schultermechanik durch einseitiges Training (zuviel vordere Kette) verschlechtert hat. Also erstmal hintere Schultermuskulatur, Rückenstrecker, Rhomboideen etc. trainieren.

Wenn Du nicht auf Liegestützen verzichten willst bzw. sie nach längerer Zeit mal wieder versuchen möchtest, bietet sich folgendes an:

In der Grundposition-Hände unter Schultern, Fingerspitzen zeigen gerade nach vorne- die Ellenbeugen nach vorne drehen, also die Innenseiten. Dadurch entsteht eine Außenrotation im Schultergelenk und die Schulter ist geschützter.

Viel Erfolg!

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