Frage von comploj, 10

orientierung verloren, was tun

was tun wenn man die Orientierung im Gelände verloren hat

Antwort
von HDavid, 5

Ich hoffe mal du hast das nicht geschrieben, weil du tatsächlich die Orientierung verloren hast? Dann wäre ein Hilferuf oder zumindest ein Post mit "Hilfe ich bin verloren gegangen" nämlich sinnvoller ;) Aber zu deiner Frage, das ist immer wieder ein Problem sich in der freien Natur, in der wir uns nur noch in seltenen Fällen alleine aufhalten zu orientieren. Vor allem bei Nebel, Nacht und Unwetter. Generell würde ich dir raten als erstes zu überlegen wo du hinwolltest, wie der Weg dahin normalerweise aussieht und dann würde ich darüber nachdenken ob der gegangene Weg der richtige war. Falls du den Weg kennst und die Umstände es zulassen geh zurück zu der Stelle an der du den falschen Weg betreten hast und gehe den richtigen. Falls du wirklich keinerlei Ahnung mehr hast wo du bist (ob nun durch Entführung, Naivität, Wanderung bei Nacht oder ähnlichem würde ich zunächst das Handy checken und mich mittels GPS anpeilen lassen. Oft hilft es schon wenn man merkt dass man nur 50m an einem Haus verbeigekommen ist. Dort kann man dann eventuell nach dem Weg fragen. Falls du kein Handy zur Orientierung hast, wird es abenteuerlich bei witterigen Umständen. Jetzt kannst du anhand der Sonnenposition die Uhrzeit bestimmen, dir überlegen wo du auf einer Landkarte etwa sein müsstest und in welcher Richtung am Wahrscheinlichsten die Zivilisation liegt. Da es in Deutschland relativ schwer ist kein Menschen anzutreffen würde ich mir im absoluten Zweifelsfall eine Richtung aussuchen und dies treu entlang schreiten. Ansonsten noch ein Tipp mit der Aussicht. Falls du einen erhöhten Punkt in deiner Umgebung hast, versuch etwas von dort zu erkennen. Ein hoher Baum oder ein Fels in der Nähe könnten dir helfen dein Ziel zu finden. Viel Glück :)

Antwort
von queser4, 5

Ich weiß ja nicht wo du meistens oder am liebsten unterwegs bist, aber ein GPSfähiges Handy wäre ganz gut, wenn nicht gar lebenswichtig in unwegsamen Gelände. Wenn du ohne irgendwas losstarten möchtest würd ich auf jeden Fall dein Ziel im Gasthaus wo du wohnst angeben, willst ja gefunden werden im Ernstfall.

Antwort
von Manuela77, 4

Kompass ;) Man kann die Himmelsrichtungen bestimmen, aber das ist auch nicht so einfach! Aber ich denke heute hat ja meistens jeder ein Handy dabei, mit dem man sich verständigen kann! Oder ogar den Standort verschicken kann!

Antwort
von waldweg15, 4

Handy raus holen & Polizei anrufen ;) Nein, man kann sich am Moos orientieren. Je nach Uhrzeit ist die Position der Sonne natürlich auch noch eine Hilfe.

Aber mal ehrlich: Wo in Deutschen Wäldern will man sich bitte verlaufen? Bin schon viele Jahre hier in den heimischen Wäldern unterwegs & hab es noch NIEMALS geschafft mich zu verlaufen. Die Wälder hier sind so klein - das ist meiner Meinung nach echt nicht möglich.

Übrigens: Der Tipp mit dem GPS-Handy ist (meistens) fürn Anus, da die meisten Handys dafür Kontakt zur Funkzelle brauchen & die ist im Wald oft nicht gegeben. Hier sind moderne GPS-Geräte besser geeignet.

Antwort
von Philay19, 4

Kommt ganz darauf an, ob du irgendwelche Hilfsmittel dabei hast oder nicht. Falls du komplett ohne dastehst hilft eigentlich nur die gute alte Orientierung nach Sonne, Moos, etc. und das dazugehörige Basis-Know-How über die Natur.

Antwort
von LLLFuchs, 4

Das ist mir einmal mit einer Gruppe als Kursleiter Langlauf im dichten Nebel passiert. Wir wollten von einer Alp nach Hinterbergen ob Vitznau abfahren. Als wir an einen Waldrand gekommen sind, kam mir das spanisch vor. Ich habe dann einmal in den Wald hinein gerufen und das hat geholfen! Das Echo kam von der falschen Seite Wir sind dann etwa 200m zurückgestiegen und stellten fest, dass wir 50 m an einem Wegweiser vorbeigefahren sind.

Ortskenntnisse helfen im Nebel oft nicht mehr. Ich war die Strecke am Vortag abgefahren, aber im Nebel war alles anders. Als wir das mit dem Jauchzen starteten wusste ich, dass das Echo vom Vitznauerstock von links kommen müsste. Aber es kam von rechts und damit war klar, dass wir auf der Gersauer Seite waren. Indirekt nutzten mir meine Ortskenntnisse aber doch. Weil ich die Karte im Kopf hatte, konnte ich aus einfachen Hinweisen die richtigen Schlüsse ziehen.

Ein Lehrer sagte mal zur Orientierung im Gelände/Gebirge: Man darf den Pfad mal aus den Augen verlieren, den Weg muss man aber im Kopf haben. Damit wollte er sagen, dass man eine Tour auf der Karte vorbereiten sollte um sich wichtige Anhaltspunkte zu merken.

Viele Grüsse LLLFuchs

Kommentar von queser4 ,

Hy, also wenn alle mit so kühlem Kopf in der Natur untwergs wären, würden meiner Meinung nach weder im Winter noch im Sommer so viel Unflle passieren. Nicht alle sind so wie du, die eine Tour bis ins kleinste planen. Toll, dass du es geschafft hast, kühlen Kopf zu bewahren.

Antwort
von ralphp, 4

Hilfreich ist immer, sich bestimmte markante Punkte einzuprägen. Außerdem sollte man nicht abseits offizieller Routen / Pisten fahren. Wenn man so etwas doch vorhat, dann sollte man in jedem Fall einen Kompass und eine Karte mitnehmen. Soweit Handyempfang gegeben ist, hilft auch Google Maps weiter. Ansonsten: immer in eine Richtung, bis man auf Zeichen von Zivilisation stößt (zB bergab ins Tal oder immer gerade aus). Da kann man fragen ...

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