Frage von jochen67,

Oberschenkelkrampf

hallo läufer

was kann ich gegen einen oberschenkelkrampf machen, der sich mit einer unglaublichen regelmässigkeit ab km 33/34 einstellt. ich führe mir mineralstoffreiche nahrung zu ( u.a. vollkornbrot ), nehme extra magnesium vor langen läufen, trinke während der langen läufe ( wasser, keine elektrolyte, die schlagen mir auf den magen ). nehme etwas mehr salzhaltige nahrung vor langen läufen zu mir...etc. etc. allerdings muss ich sagen, dass ich stark und viel schwitze, egal bei welchen temperaturen. auch kommt dieser krampf immer nur im linken oberschenkel vor. kann ihn zwar leicht ausmassieren, muss aber mein tempo drosseln, sonst krampft er wieder. kann das eine schwache oberschenkelmuskulatur sein, und wenn ja, welche übungen gibt es um die muskulatur zu kräftigen?? oder schlichtweg zu wenig kohlehydrate übriggeblieben, soll heissen der muskel ist "leer"

danke für eure ratschläge

gruß

jochen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von sabsine,

Magnesium bringt dir nichts gegen diese Art von Krämpfen und gleich dreimal nicht, wenn du das Zeug vor einem langen Lauf kippst. Salzhaltiges nur unmittelbar vor langen Läufen zu essen und sonst nicht, reicht da auch nicht aus. Wenn du ein starker Schwitzer bist und viel Salz verlierst, dann steuert (normalerweise) dein Appetit deine vermehrte Salzaufnahme. Wenn du dir das Salz (aus welchen Gründen auch immer) sonst verweigerst, dann fehlt es dir.

Ich tippe auf ermüdungsbedingten Krampf aufgrund von Ausweichbewegungen. Ich würde mal deine Technik/Laufhaltung bei km 33/34 überprüfen.

Linker Oberschenkel innen? Aussen? Vorne? Hinten?

Dehnst du regelmäßig? Oder gar nicht?

Kann vielleicht auch eine (Muskel-)Schwäche (oder Haltungsfehler/Ausweichbewegung) sein, die sich erst bei langen Läufen manifestiert (die muss ihre Ursache nicht im Oberschenkel haben).

Kommentar von jochen67 ,

hallo sabsine,

danke für deine antwort. magnesium nehme ich nicht erst vor einem langen lauf, sondern regelmässig. salzhaltiges esse ich ebenfalls regelmässig, wenn auch in form von salzstängelchen, die haben auch noch ein paar kh und wenig fett. ausserdem trinke ich täglich 3liter wasser und tee. also mein wasserhaushalt stimmt auch.

eine frage hätte ich: was meinst du mit "ausweichbewegungen" genau?

ich dehne nach jedem lauf, egal ob lang oder kurz, für mehrere minuten. dazu noch ksü... der kramp sitzt immer an der gleichen stelle: genau zwichen dem hinteren, bzw. inneren oberschenkelbereich. und immer nur an dieser stelle. selbst wenn ich bei langen läufen einen getränkemix aus gel, elektrolyt, saft, wasser zu mir nehme, und energieriegel "vertilge"...

ich persönlich denke, dass es an meinem starken schwitzen liegt. habe schon immer viel geschwitzt. habe früher eine mannschaftssportart betrieben, und da waren nach 2 std. training 2 t-shirts durchgeschwitzt, sodass ich sie auswringen konnte.

kann also nur probieren mehr flüssigkeit währen langer läufe zu mir zu nehmen.....

gruß

jochen67

Kommentar von sabsine ,

Wenn der Krampf so punktuell auftritt, dann ist er mMn funktionsbedingt und nicht nährstoffbedingt und liegt auch nicht am Flüssigkeitsmangel.

Magnesium bringt etwas bei nicht-funktionsbedingten Krämpfen (= nächtliche Krämpfe, bei Ruhe). Sonst ist es für die Katz' bzw. sogar kontraproduktiv. Und zuviel davon stört sowieso im Mineralstoffhaushalt. (einfach mal googlen)

Mit Ausweichbewegungen meine ich Abweichungen in deinem "normalen" Bewegungsablauf, die aufgrund von Ermüdung (oder Verletzung) auftreten. Wenn z.B. deine Körperspannung aufgrund von Ermüdung nachläßt und du auch nur einen Millimeter weiter in deiner Aufrichtung "einsackst", dann wirkt sich das auf deinen gesamten Bewegungsablauf aus. Dein Körper versucht die "Schwäche" an einer anderen Stelle zu kompensieren, indem er andere Strukturen (Muskeln, Sehnen, Bänder, Bindegewebe, Knoche) belastet, die vorher nicht oder weniger belastet wurden. Extremes Beispiel: Humpeln.

Die meisten Athleten ignorieren die ersten Warnsignale und werden erst aufmerksam, wenn Schmerzen da sind.

Ansonsten könnten sie bei den ersten Anzeichen eingreifen (= die Haltung bewußt korrigieren) und es käme zu keinen Schmerzen, Krämpfen oder Überlastungsverletzungen. Das ist ein kontinuierlicher Prozess, kein punktueller.

Je nachdem wie empfindlich dein Körper auf Abweichungen von deinem individuell-optimalen Bewegungsablauf reagiert, erzeugt das Schmerzen. Manchmal früher, manchmal später. (Manche Leute können sich bewegungstechnisch alles erlauben. Die sind dann schmerzfrei...)

Deshalb nochmals: Überprüfe deine Haltung und deinen Bewegungsablauf (Technik) ab dem HM.

Antwort
von TJack,

Wenn du Vollkornbrot zuführst bringt das nix, das wird während des Laufens niemals verstoffwechselt. Versuche es mit rechtzeitiger Gel-Zufuhr und genügend Wasser. Muskeltraining ist immer gut, Ausfallschritte, Kniebeugen, wird dir im konkreten Fall aber nicht unbedingt helfen. weil es doch sehr spät, eben zur typischen "Hammerzeit" kommt. Daher tippe ich auf KH und Wasser - Mangel

Antwort
von Professor,

Du hast also bei Kilometer 30 bereits einen Mineralstoffmangel. Du solltest da was zuführen, dann geht das. Wenn Du das nicht verträgst, was Elektrolyte betrifft, rede mal mit einem Sportarzt ob man was individuelles mixen kann. Der Mange ist eindeutig. Das zugeführte Magnesium hast Du bereits verbraucht.

Kommentar von jochen67 ,

hallo professor,

danke für die hilfreiche antwort. werde das bestimmt mal mit einem sportarzt abklären. aber kann es auch sein, dass, wie von tjack beschrieben, einfach die kh aufgebraucht sind, und ich vielleicht doch zu wenig getrunken habe ( ca, 1,2 liter bis km 34 ).

gruß

jochen67

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