War am Wochenende auf einer sog. "Fitnessveranstaltung" und dort wurde von einem Dr. eine neue Ess-Theorie für Sportler aufgestellt, welcher ich etwas skeptisch gegebüber stehe, und zwar:
Dieser Dr. erklärte, dass man als Sportler nur noch 3x am Tag essen dürfe, morgens Semmeln, Mittags Nudeln und Gemüse und abend am Besten Salat etc...Keine Zwischenmalzeiten und vor allem auch keine Banane etc. nach oder vor dem Training!Begründet das Ganze mit dem Schwanken des Blutzuckerspiegels, was ducrh die 3 konstaten Malzeiten verhindert wird.
Wie denkt Ihr darüber?

Beinahe stündlich werden neue Ernährungsphilosophien geboren und verworfen. Nachdem ich mich jahrelang ausgiebing damit beschäftigt habe, hängt mir das Thema eigentlich zum Hals raus... Low Fat, Low Carb, noch weniger Carb als wenig, dann lieber doch Low GI, oder darfs mal was sein, dass mehr nach Methaboler Diät klingt, High Carbs nach der Muckibude, sonst aber bitte nur Fett und Eiweiss... Eiweisspulver auf der Butter, aber ohne böses Kohlenhydratbrot... wie bitte?, bloß kein Fett... also weg mit der Butter, bleibt das Eiweißpulver... und ein paar Vitaminergänzungen, nicht zu vergessen, das L-Carnitin, das macht bekanntlich schlank...
Leute, Euer Körper weiß was er braucht. Immer. Und er weiß, wieviel er davon braucht. Immer. Wenn man aber vor lauter Essens-Sorgen und Ernährungsphilosophien nicht zuhört, was einem sein Körper zuflüstert, dann hat das eben Folgen. Aber man kann lernen, seinem Körper zuzuhören. Eßt langsam, sehr langsam. Dann habt ihr mehr Zeit, zu überdenken, ob ihr hungrig seid. Eßt dann, wenn euer Körper sagt "Hunger" und hört auf, wenn er sagt "satt". Und eßt, worauf Euer Körper sagt "Appetit". Er sagt "Schokolade"? Kann sein... manchmal will er das, aber ich garantiere Euch, in der Regel wird er das wollen, was ihm fehlt. Gebt Eurem Körper was Eurem Körper fehlt, und nicht was Eurer Seele fehlt. Gebt Eurer Seele, was Eurer Seele fehlt, dann müßt ihr Euren Körper nicht mit Süßigkeiten oder Chips bestrafen.
Entschuldigt die zu leidenschaftliche Antwort...
Die Leber reduziert in der Nacht Ihre Power und SALAT wird kaum verdaut, wie kommt der Mann darauf, man sollte das tun? Bringt oftmals nur Bauchweh und keinen gesunden Schlaf. Dein Körper braucht genau diese kleinen Schwankungen, die dieser fragwürdige Doc. verpöhnt. Du bist doch ein Mensch!? Und Fruchtzucker, nach einem Antrengendem Training tut auch Deinem Wohlbefinden gut. Ernährung ist im Allgemeinen ein schweres Thema und wird in allen Bereichen hart diskutiert, dabei ist es manchmal schlauer, einfach auf seinen Körper zu hören und auf seine Signale zu reagieren.Wie schon von Anderen erwähnt... Er fordert selten etwas, was Du nicht brauchst, es sei denn Du stopfst Ihn ständig mit Abfallprodukten zu. Ansonsten würde ich mich nicht drillen beim essen. Essen macht glücklich und dein Körper profitiert von der Ausscheidung der Glückshormone. Lust statt Frust!
Hey,
also ich denke, dass gerade nur durch drei Mahlzeiten der Blutzuckerspiegel Probleme bekommen dürfte. Ein sportlich aktiver Mensch verbraucht einfach mehr Energie, und muss dementsprechend öfters wieder auffüllen. Dadurch, dass die Mahlzeiten vermehrt und verteilt über den Tag erfolgen wird eine Überansprachung des Stoffwechsels vorgebeugt, und die Nährstoffe stehen regelmäßig zur Verfügung. Mal davon abgesehen, das der glykämische Index (neuerdings auch glykämische Last) angibt inwiefern ein Lebensmittel sich auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Schließlich kennt jeder den Süßigkeiten Flash den man bekommt, wenn man bei großem Hunger mit etwas Süßem beginnt.
Ich vermute, dass der Doktor noch weitere Vorgaben gemacht hat. Sowas wie "ausführliches Mahl mit Vor- Haupt- und Nachspeise", "komplexe Kohlenhydrate" etc. oder? Weil meiner Meinung nach müssten nur drei Mahlzeiten am Tag etwas reichhaltiger sein, um auch Gemüse, Obst und Eiweiß in ausreichenden Mengen bereitzustellen.
Und gerade nach dem Training bzw. davor halte ich es für sinnvoll etwas zu essen. Für eine Trainingseinheit können ein paar schnelle Kohlenhydrate vor einer harten Trainingseinheit halte ich nicht für falsch. Und gerade danach ist es wichtig nach der ganzen Anstrengung etwas im Magen zu haben. Ansonsten bricht der Bärenhunger aus, wenn das Wasser schnell verstoffwechselt wird und sein Sättigungsgefühl verloren geht.
Also ich persönlich halte nicht viel von der Theorie. Vielleicht habe ich mich auch schon zu sehr an die vielen Mahlzeiten gewöhnt, aber ich halte es einfach für sinnvoller und leistungsunterstützend.
Mfg Tommy R/W
Bin voll Eurer Meinung! Aber klar, nicht immer ist das zu Essen da, was mein Körper braucht. Gerade wenn man im Büro ist, und Terminstress hat. Und er verlangt komischerweise in Stresssituationen meist nach dem Ungesunden als nach etwas Gesundem. Ich habe ihn natürlich weitestgehend im Griff. Aber ich gönne ihm natürlich auch mal Leckereien. Und wenn ich kurz vor einem Meeting bin, kann ich kein Obst oder ein blähendes Müsli zu mir nehmen, sondern esse dann schon vorher gern ein Schokocroissant, weil ich aus Erfahrung weiß, da stellt sich die nächste Zeit erstmal kein Magenknurren ein... Es ist doch auch jeder Mensch sooo individuell, mit seinem ganzen Stoffwechsel, kann man da Regeln aufstellen die für jeden gültig sein sollen?
DH!!!