Frage von xynatura, 196

Nächte ohne Schlaf

Hallo, ich wurde vor gute 4 Wochen an der Schulter operiert - Bizepsehnenriss, Schlüsselbeinbruch, Impigement. Seit der OP konnte bzw. durfte ich keinen Sport treiben und auch kein Laufen. In dieser Woche hat man mir mal etwas Lauftraining erlaubt, aber nur etwas. Gut, geht eh nicht lange, da die Schulter und der Oberarm sich noch nicht so gut integrieren lassen. Leider habe ich seit einiger Zeit immer wieder ein Schlafproblem - ich kann nicht schlafen. Nach einer Stunde, spätestens nach 3 Stunden bin ich hell wach und kann nicht mehr einschlafen. Für mich ist schon der Tag recht lang, aber die Nacht ohne Schlaft ist grauenvoll. Ich versuche schon die Ursachen zu finden, aber finde keine. Kann es sein das es eine Art von Entzugserscheinung (sportlich) ist? Was kann ich dagegen tun? Ich geh schon wieder schwimmen (einarmig), 7 km Laufen und auch für eine Stunde ins Studio auf den Ellipsentrainer. Aber es powert mich nicht aus.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo xynatura,

Schau mal bitte hier:
Training Sport

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Professor, 149

Du solltest die Schulter primär behandeln lassen, was soll einarmiges Schwimmen? Du störst nur die Koordination. Womöglich reizt Du das ganze Prozedere nur-bedenke; die Wundheilungsphase geht 3 Wochen, dann beginnt der Körper zu "reparieren" und zu festigen....der Strukturen. Parallel dazu wird die Schulter mit Manualtherapie behandelt und mit einem leichten funktionellen Seilzugtraining zur Koordination- und Stabilisation. Der Schlafentzug wird durch die Gesamtsituation inklusive Medikamente zusammen kommen. Schlaf ist wichtig für die Regeneration und auch den Fettstoffwechsel. Lese mal die Nebenwirkungen der noch zu nehmenden Medikamente. Ansonsten kannst Du tagsüber meditieren und einfach dich um das Krankheitsbild kümmern, es geht jetzt nicht um auspowern-das ist für die Heilungsphase nach der OP(noch) Kontraproduktiv. Du kannst ein funktionelles Training mit Tipps aus einem Buch erhalten-Tipp; Funktionelles Kraftaufbautraining in der Rehabilitation, Elsevierverlag. Mit CO-Autor Dr.med.Steininger. Geh mal in Dich.

Antwort
von Juergen63, 118

Erstmal Gute Besserung bezüglich deiner Verletzung / OP Geschichte. Was die Schlafprobleme betrifft, so können hier viele Gründe vorliegen. Nimmst du Schmerzmittel etc. Dann wäre eine Reaktion auf die Medikamente eine Möglichkeit. Ob es eine Entzugserscheinung in Punkto Sportabstinenz ist können wir aus der Ferne nicht beurteilen. In dem Falle müßtest du aber schon ein Suchtverhalten auf den Sport bezogen haben, denn nur dann stellen sich gravierende Entzugserscheinungen ein. Unter Umständen sind die Schlafstörungen auch ein Ausdruck von der Einschränkung die du in den letzten Wochen auch tagsüber gehabt hast, wo du dich mehr oder weniger ja auch im vermehrten Ruhezustand befunden hast. Vielleicht ist es auch ein hormonelles Problem und unabhängig von deiner Verletzung. Am besten mit dem Arzt mal darüber sprechen.

Kommentar von xynatura ,

Medikamente nehme ich keine, schon nach der ersten Woche habe ich diese abgesetzt. Für mich gingen die Tage unendlich langsam und konnte nichts tun. Ich werde nächste Woche mal meinen Arzt fragen. Danke für die Antwort.

Antwort
von wurststurm, 91

Unglücklicherweise ist das Thema Schlaf nur unzureichend erforscht und eigentlich ist noch nicht einmal der physiologische Mechanismus klar warum Mensch und Tier überhaupt schlafen gehen (das Gehirn braucht jedenfalls keine Ruhe, wie man früher immer gedacht hat). Schlafprobleme werden in der Schulmedizin nach dem Prinzip try and error behandelt, der Rest von Homöopathie bis TCM probierts dann mit Zuckerkügelchen und Froschdarmsalbe. Vielleicht (und hier also mein Tipp) hilft schon das Problem im Kopf nicht zu gross werden zu lassen und wenn man aufwacht einfach etwas gutes draus macht; lesen, Trainingsanalysen oder Geld spenden für Kinder in Kambodscha.

Antwort
von Schneeball, 74

Grundsätzlich finde ich es fragwürdig, wieso du trotz der Empfehlung nur etwas Lauftraining schwimmen gehst und auch sonst viel Sport zu machen scheinst. Aus eigener, schmerzhafter Erfahrung kann ich dir nur raten, alles vollkommen abheilen zu machen, deine Schulterbeschwerden sind sonst sofort in Nullkomanix da. Bzgl. Schlafen - nimm mal ein Bad bevor du zu Bett gehst, oder etwas Baldrian. Oder versuchs mit Autogenem Training! :)

Kommentar von xynatura ,

Sportverbot galt nur für die ersten vier Wochen. Das Abduktionskissen musste ich die ersten vier Wochen Tag und Nacht tragen und kam in der 5ten Woche weg. In der Physio bekomme ich auch schon Bewegungstherapie (Kurbeln, Seilzug mit wenig Gewicht) und das Laufen geht auch mit dem Schwung der gesunden Seite und die kranke Seite leichte Bewegungen. Beim schwimmen - gut - das geht nur einarmig, die rechte Schulter ist noch nicht soweit, das wird sicher auch noch einige Wochen brauchen bis ich sie nach oben bekomme. Aber mir ist das empfohlen worden und auch erlaubt. Ich mache nichts was der Heilung schaden oder bremsen könnte, eher in die andere Richtung - schneller heilen, damit man auch schneller wieder zur Arbeit gehen kann. Gar nichts machen ist schlecht, zuviel machen ist ebenfalls schlecht - das Mittelmaß vom Ganzen fördert es. :-)

Antwort
von digrol59, 56

Im Gegensatz zu Juergen63 mein völlig undifferenzierter Tipp: Entzug

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