Oder reicht es darauf zu achten, dass man genügend lange Läufe macht? Beim Marathon selber läuft man ja nicht wirklich schnell, oder?

Es kommt ja nicht darauf an, einfach nur zu laufen. Irgendwann hast du eine Grenze erreicht, wo der Trainingseffekt =0 ist. Deswegen ist es auch sinnvoll, das Training abwechslungsreich zu gestalten, auch wenn du nur Marathon läufst. Du willst ja nicht nur Ausdauer, sondern hoffentlich auch Kraft etc in den Beinen haben.

Schnell oder langsam ist relativ. Siehe Antwort demosthenes. Wenn es Dein erster Marathon ist, dann kommt es darauf an durchlaufen zu können und unbeschadet anzukommen (ins Ziel). Die Zielzeit ist dabei sekundär. Da reichen mehre lange Läufe aus. Wenn Du danach Blut geleckt hast und weitere Marathons laufen möchtest, ist es meistens mit einer Verbesserung der erreichten Zeit verbunden. Und um Deine Zeiten zu verbessern, brauchst Du Tempoarbeit. Ohne die wirst Du leider nicht schneller.

Nun betrachte es mal von der Seite...der Weltrekord beim Marathonlauf liegt derzeit bei 2:04:26 Stunden. Umgerechnet ergibt das in etwa einen Schnitt von 20km/h. Und das ist jetzt der Mittelwert. Unterwegs wird das Tempo gelegentlich beschleunigt bzw. auch mal etwas moderater gelaufen. Also Spazieren gehen ist dies nicht. Vorderrangig sollte bei den ersten Marathons natürlich die Vorgabe sein überhaupt anzukommen. Aus deiner derzeitigen Fitness resultiert dann natürlich deine Zeit/Tempo. Ich würde beim Training schon zu sehen, das du irgendwann in der Lage bist Intervalle einzulegen bzw. dein Tempo auch zu erhöhen. Wie die Vorredner schon schreiben, wenn du Blut geleckt hast wirst du nach den ersten beiden Marathons automatisch den Anspruch haben deine Zeit zu verbessern und da mußt du zwangsläufig dein Tempo erhöhen.

Wenn Du einmal berücksichtigst, dass Spitzenläufer für die gut 42 km kaum mehr als zwei Stunden brauchen, dann ist das doch schon ganz schön schnell - oder?