Frage von Keulenschwinger, 72

Muss ein Tennistrainer zwingend einen Vertrag mit dem Verein haben?

wir haben im Verein zwei Trainer für unser Kinder/Jugendtraing, die beide ohne schriftlichen Vertrag arbeiten. Der Vorstand macht sich Gedanken ob unter Steuer -und sozialversicherungs Aspekt ein schriftlicher Vertrag erforderlich ist

Antwort
von wurststurm, 45

Da fehlt wohl einiges an der Frage?

Rechtlich gesehen ist es nicht zwingend notwendig den Vertrag schriftlich zu fixieren. Auch ein mündlicher Vertrag ist rechtlich gültig. Alle Einnahmen oder Ausgaben aus diesem mündlichen Vertrag müssen genauso versteuert werden wie wenn er schriftlich wäre. Verantwortlich dafür ist der Trainer.

Abgesehen vom Rechtlichen ist es aber grundsätzlich besser, solche Dinge gut zu regeln, weshalb ein schriftlicher Vertrag ratsam wäre. Es sei denn die Bezahlung ist sehr gering.

Bei uns im Leichtathletikverein ist es übrigens so geregelt, dass die Trainer kein Geld erhalten sondern nur eine Unkostenpauschale (für Spesen, Verpflegung, Reisen). Auf die Art müssen die Gelder nicht als Einkommen deklariert werden.

Es sollte aber eine gewisse Stringenz erkennbar sein, sprich, kein Mensch glaubt an 10,000.- Euro Verpflegungsgeld. Das wäre dann nur noch als Einkommen zu erklären.

Kommentar von Keulenschwinger ,

muss aber der Verein nicht seine Trainern auf die Steuer - und Sozialversicheruns Verpflichtungen schriftlich - also per Vertrag - hinweisen, um nicht in Gefahr zu kommen bei Überprüfungen Fahrläsigkeit vorgeworfen zu bekommen und somit u.U. auch zu Nachzahlungen verdonnert wird.

Kommentar von wurststurm ,

Nein. Für die Steuern ist jeder selbst verantwortlich.

Antwort
von Juergen63, 33

Es bedarf in dem Fall nicht unbedingt eines Vertrages. Der Verein ist zwar verpflichtet seine Angestellten der Knappschaft zu melden und diverse Sozialverichungsmässge Abgaben zu tätigen, doch dies ist erstmal Vertragsunabhängig.

Es reicht hier das mündliche Abkommen zwischen Verein und Trainer und das Einverständnis des Trainers einer gewissen Sorgfaltspflicht nach zu kommen. Hier sieht die Gesetzeslage eine gewisse Aufsichtspflicht des Trainers vor. Gerade wenn es sich um Minderjährige Sportler handelt.

Näheres dazu siehe auch im unteren Link

http://www.lsbh-vereinsberater.de/leseobjekte.pdf?id=2529o

Kommentar von Keulenschwinger ,

uns geht es weniger um die Aufsichtspflicht, sondern um die Sozialversicherungsmäßigen Abgaben, die der Verein bislang nicht tätigt und die die Trainer als Freiberufler bei Überschreitung der Freigrenzen selber zahlen müssen.

Die Trainer arbeiten bei uns auf freiberuflicher Basis (nur auf mündliche Vereinbarung) und stellen ihren Trainingsaufwand dem Verein in Rechnung. Der Verein zieht auch die Trainingskosten bei den Eltern der Jugendlichen ein.

Die Freigrenzen der Rentenversicherung (650,00 €/Monat) werden an einigen Monaten im Jahr überschritten. Der Vorstand ist in Sorge, dass bei Überprüfungen der Rentenversicherung, auf den Verein Nachzahlungen zukommen, da kein schriftlicher Vertrag zwischen dem Verein und den Trainern besteht in dem der Verein auf die Pflicht der Trainer hinweist, den gesetzlichen Steuer und Sozialversicherungs - Vorgaben nach zu kommen.

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