Frage von Marco288, 54

Motocross. Nach Unfall immer schlechter

Hallo zusammen, ich habe ein Problem, dass mich momentan sehr quält. Ich fahre seit einigen Jahren leidenschaftlich gerne Motocross. Auch Rennen und Wettbewerbe fuhr ich bis vor 1 Jahr recht erfolgreich mit.

Nun hatte ich vor ca einem Jahr 2 Unfälle hintereinander, die beide sehr schmerzhaft waren und eine lange Pause erzwangen.

Lust auf diesen Sport habe ich weiterhin und übe ihm nach der Genesung auch weiterhin aus. Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich mit jedem Training schlechter werde. Ich kann nichtmehr das bringen, was ich vor den Unfällen geschafft habe. Auch die Ursache kann ich ausmachen: Es ist Angst!

Ich fahre Hindernisse und Sprünge immer langsamer bzw gar nicht mehr. Nehme ich mir dann den Mut und will in der nächsten Runde eben diese Hindernisse so wie früher bewältigen, bekomme ich wenige Meter davor diesen abrupten Angstimpuls im Kopf, bremse und fahr nebenher.

Jede kleine "Ausserplanmässigkeit" beim Fahren zwingt mich wieder weiter nach unten. Also rutsche ich mal kurz weg, ohne dass etwas passiert, ohne bin ich knapp einem Sturz entgangen, so kann ich auch diese Stellen nichtmehr unbezwungen befahren.

So wie es momentan ist, macht der Sport keinen Spass, bzw auch keinen Sinn. Ich weiss nicht wie ich die Blockade aus meinem Kopf gelöst bekomme.

Ich fahre so gern, ich übe auch mehrmals wöchentlich, wie damals. Aber ich schaffe einfach keine Verbesserung mehr.

Ich möchte den Sport nicht wechseln, sondern einen Auslöser finden, der mich wieder weniger ängstlich fahren lässt. Rein technisch und körperlich kann ich so ziemlich jeden Sprung und jedes Hindernis meistern, aber mein Kopf stellt sich da in den Weg.

Ich hoffe nun, dass ich einige ähnliche Erfahrungen hier lesen kann, bzw man mit Tips geben kann, wie ich aus diesem "Teufelskreis" wieder herauskomme.

Ich danke Euch sehr.

Viele Grüße Marco

Antwort
von Juergen63, 54

Da steht dir die Blockade im Kopf jetzt im Weg. Gerade nach Unfällen, die schmerzlich sind prägen sich solche Erlebnisse im Kopf ein und lassen dich dann verkrampft agieren. So hart es auch klingt, aber du mußt versuchen wieder die alte gewohnte Lockerheit zu erlangen, sonst gewinnst du in deiner Sportart keinen Blumentopf mehr. Es gibt halt Sportarten, wie der Motorsport, der natürlich ein erhöhtes Gefahrenpotential mit bringt. Es ist schwer da jetzt etwas anzuraten weil jeder Mensch in seiner Sensibilität einzigartig ist und mit Erlebnissen unterschiedlich umgeht. Vielleicht bringt es dir etwas wenn du im Nachhinein noch mal analysierst was bei dir zu den Unfällen geführt hat. Waren es Fahrfehler oder Unachtsamkeit etc. Ansonsten versuchen dich mental auf die Sprünge vorzubereiten und vor dem Turn alles im Kopf durch zu gehen, Wie schnell du fährst, in welchen Momenten du aus dem Sattel hoch gehst und den Sprung vorbereitest usw.

Antwort
von anonymous, 49

Hallo Marco, hast du deine Ängste bereits überwunden? Ich habe leider seit einiger Zeit genau das selbe Problem. Durch die Ängste fahre ich auch sehr verkrampft und kann maximal eine flotte Runde fahren. Springen geht auch nicht mehr. Vielleicht hast du es ja bereits überwunden und kannst mir einen Tipp geben. Gruß, Daniel

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