Frage von Hohlkreuz, 133

Mein Rücken/Gangbild nach 4 Monaten - Was hilft gegen Verkürzungen?

Das dickgeschriebene ist meine hauptsächliche Frage. Wer also das andere überspringen möchte, gerne. Aber bitte keine Bemerkungen machen, ohne den obigen Text gelesen bzw. verstanden zu haben. Das wäre nicht gerade hilfreich.


Es sind gut 4 1/2 Monate seit meinem letzten Beitrag her. Dieser hieß "Einseitiger Rundrücken, Hohlkreuz, Skoliose, hintere Beinmuskelverkürzung, Gangstörung", beantwortet von "DeepBlue, wiprodo, Professor, Auaaua, Almeida, Myologie". Nach dem Lesen und Diskutieren der erhaltenen Ratschläge habe ich es letztlich nach kurzer Zeit eingesehen. Was hätte mir auch anderes übrigbleiben sollen, als ins Gras zu beisen, oder auf euch zu hören?

Die Mehrheit war für eine anfängliche, beaufsichtigte Physiotherapie. Diese habe ich als erstes durchgezogen. Für den Buckel bekam ich nur 2-3 Theraband-Übungen, die aber dafür sehr langwiedrig durchgeführt werden, jeweils alle 2 Tage. Damals noch mit dem roten Theraband angefangen. Mittlerweile das silberne, wo ich allerdings noch nicht ganz mit klar komme. Ansonsten noch Übungen für den Bauch, den unteren Rücken und die Arme. Skoliose-Übungen gibt es keine extra. Damit hat mein Gang-Problem/Störung auch nichts zu tun, denke ich zumindest. Ich kenne mittlerweile Leute, die stärkere Skoliosen haben (teils doppelt so stark) und bei denen sieht jede Gang-Bewegung ganz normal aus. Ansonsten fahre ich jeden anderen zweiten Tag mit dem Ergometer, aber das hilft auch nicht dazu weiter.

Ansonsten wurde (von euch) gesagt, dass nicht nur in dem sportlichen Bereich, sondern auch in dem gesundheitlichen nachzufragen ist ... ich war Symptome.ch - Und da waren einige der Meinung, dass man für eine Beinverkürzung keine größeren Tests ausführen braucht, um solch eine festzustellen. Und die waren relativ überzeugt. Wenn das schon der Orthopäde sagt, was soll ich dann noch machen? Ich denke ich war jetzt bei jedem umliegenden Orthopäde.


Deshalb ist meine Hoffnung jetzt, meine Gang-Probleme durch die Behebung der Beinverkürzung (Hintere Seite der Oberschenkel) zu beheben. Dazu hätte ich nun folgende Fragen:

- Wie kann man dieser Art von Verkürzung am besten entgegenwirken/kann man das überhaupt?

- Wie können sich die Verkürzungen verstärken? Das verstehe ich ebenfalls nicht. Ich habe nie Sport vorher gemacht, wie können sie dann überhaupt entstanden sein?

- Schwimmen soll angeblich dagegen helfen, aber ich kann nicht schwimmen und habe eine Chlorallergie. Wie sieht es mit dem Ergometer aus? Also gebracht hat es bis jetzt auf jeden Fall nichts ...

- Gibt es da spezielle Dehnübungen?

Wenn noch andere Dinge zu dem gesamten Beitrag anzumerken sind, könnt ihr das natürlich gerne machen. Ansonsten befindet sich hier meine Verbesserung, die innerhalb von 4 Monaten er Rücken-Haltung erreicht wurde. Aber wie gesagt, so sieht es nur aus, wenn ich mich anstrenge gerade zu stehen. Ansonsten sieht es so aus wie auf dem Bild meiner allersten Fragen ...

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Hohlkreuz,

Schau mal bitte hier:
Muskeln Rücken

Antwort
von wiprodo, 133

Leidest du nun an einer Beinverkürzung oder an einer BeinMUSKELverkürzung? In der neuen Frage nennst du beides und in deinem Kommentar zu meiner letzten Antwort wird das auch nicht völlig geklärt, weil du dort von ungleich langen Beinen sprichst. Deine angesprochene, aber per Foto nicht dokumentierte Skoliose könnte die Annahme einer einseitigen Beinverkürzung stützen. Wenn dem so wäre, gehört dein Problem nicht in dieses Forum; denn eine Beinverkürzung hat sich im Knochen abgespielt und kann nicht wegtrainiert werden. Aber aus dem Kontext deiner Fragen ist eher anzunehmen, dass du eine Verkürzung (welcher Art auch immer) auf der Rückseite deiner Oberschenkel, also im Muskel bzw. im Gewebe, meinst. Zum Problem des Begriffes „Muskelverkürzung“ bzw. „verkürzter Muskel“ habe ich schon in meiner früheren Antwort etwas geschrieben. Zusätzlich kannst du darüber in folgendem Tipp lesen:
https://www.sportlerfrage.net/tipp/muskelverkuerzung--verkuerzte-muskeln
Bisher hast du noch mit keinem Wort erklärt, an welchen Kriterien man (bzw. du oder deine Ärzte) die Diagnose „Muskelverkürzung“ festmacht. Ist es eine eingeschränkte Hüftbeugefähigkeit, etwa im Straight-leg-raise-test, durch erhöhte Schmerzen (Dehnungsschmerzen) auf der Oberschenkelrückseite? Oder ist apparativ eine Verkleinerung der funktionellen Länge der ischiokruralen Muskeln gemessen worden (also eine Verlagerung der Mediallänge in eine Gelenkstellung, die einem entdehnten Muskel entspricht)? Möglicherweise können auch die Muskelhüllen, die Faszien (Teile der Fascia lata) „verkürzt“ sein. Auf der Oberschenkelrückseite könnte das eine Abzweigung der Fascia lata, das Septum intermuskulare femoris posterius, sein. (Eine brauchbare deutsche Bezeichnung kann ich dafür nicht liefern). Also: Fragen über Fragen, die man von hier nicht klären kann, aber geklärt werden müssen,bevor man überlegt, wie man "...am besten entgegenwirken ..." kann..

Und letztendlich: 4 ½ Monate sind für sicht- und spürbare Haltungskorrekturen eine viel zu kurze Zeit. Da solltest du mit größeren Zeitspannen rechnen, in denen du dich nicht nur gelegentlich, sondern permanent anstrengst, gerade zu stehen.

Kommentar von Hohlkreuz ,

Danke für die Rückmeldung. Es geht definitiv um eine Verkürzung der Muskeln. Meine Beine sollen zwar auch einen minimalen Unterschied haben, aber es wurde damals gesagt, dass es nicht schlimm wäre. Ich bin sicher das haben mehr Leute. So etwas kann sich nämlich bestimmt nicht auf einen steifen Rücken beim Laufen auswirken. Es kann sein das ich deine damalige Nachricht etwas missverstanden hatte. Was sonst noch anzumerken ist, dass ich 2 verschiedene Schuhgrößen habe - 44 & 45 - dass ist beim Laufen auch nicht optimal, aber auch das sollen angeblich mehrere Leute haben, die keine ähnlichen Probleme wie ich haben.

Ich werde mir deinen Link am Wochenende genau durchlesen und greife auch nochmal auf deine alten Antworten zurück. Die anderen Nachrichten wurden leider schon von der Seite automatisch gelöscht.

Auf deine andere Frage möchte ich natürlich auch eine Antwort geben! Wie ich damals erwähnte hat der Orthopäde zum einen darauf rumgedrückt und gefragt, ob ich Schmerzen hätte. Hatte ich aber nicht. Und dann sollte ich halt versuchen, mit meinen Händen auf den Boden zu kommen, bei durchgestreckten Beinen. Und dann spüre ich wie es in Beinen hinten Wehtat. Nicht nur oben sondern auch zwischen Ober- und Unterschenkel. Und auch wenn ich auf dem Boden sitze, schaffe ich es nicht, meine Schuhspitze zu berühren.

Damals im Sportunterricht wurde deshalb auch oft auf mir rumgestochert, obwohl ich letztendlich nicht einmal etwas dazu konnte.

Wahrscheinlich wird dir das nicht reichen? Aber da die Arten der Verbesserung ja an scheinbar unterschiedlich sind, bei den Unterschiedlichen Ursachen kann ich nur noch einmal aufgreifen, dass sie sagte, dass unter anderem Schwimmen gut wäre. Ist schwimmen denn bei mehreren der Dinge, die für dich in Frage kommen, eine Lösung, oder trifft das nur auf eine Ursache zu? Ansonsten war es wie gesagt auch eine Ursache dich durch das Rumdrücken und den Bodenversuch feststellen lassen hat, was wahrscheinlich auch nicht bei allen Ursachen möglich ist.

Im schlimmsten Fall muss ich noch einmal einen umliegenden Orthopäden besuchen. Das wollte ich aber eigentlich vermeiden, da ich mich bei keinem ein zweites Mal blicken lassen wollte und keine weiteren im Umfeld sind. Aber vielleicht reicht das auch an Antwort. Ansonsten mache ich hier niemanden für falsche Ratschläge verantwortlich. Das ist ja schließlich meine Sache, wie ich nun vorgehe und wenn es mir schaden sollte, dann macht eine Beschwerde gegen hier jemanden auch nichts besser´/rückgängig.

Zu deinem letzten Abschnitt - Das ist mir sehr bewusst. Ich habe mich ja auch hauptsächlich wegen der Muskel-Verkürzung gemeldet. Und bevor dann eine Anmerkung gekommen wäre, was nun aus dem Rücken geworden ist, habe ich es halt so gemacht ...

Danke trotzdem.

Kommentar von wiprodo ,

Wenn der Vorbeugetest (mit gestreckten Beinen) die einzige Methode war, die Situation deiner Oberschenkelrückseite zu testen, dann lässt sich aus dem Ergebnis lediglich schließen: mangelhafte Dehnfähigkeit. Weitergehende Schlüsse wie etwa Muskelverkürzung sind unwissenschaftlich und nicht statthaft. Ein Arzt, der dies tut, handelt oberflächlich und beweist fehlende Kompetenz in diesem Teilfachgebiet.
Was bleibt, ist, gegen dieses Dehndefizit vorzugehen. Das lässt sich nur durch intensivstes Dehntraining bewältigen und zwar regelmäßig, täglich mehrmals – nach dem Aufstehen, in irgendwelchen Schul- oder Arbeitspausen, abends beim Fernsehen, stets bis an die Schmerzgrenze, nach statischer und/oder dynamischer Methode. Da möglicherweise auch die Faszien betroffen sind, kollagenes Gewebe sich aber durch recht langsame Wachstums- bzw. Erneuerungsprozesse auszeichnet, ist das nicht in Tagen oder Wochen erledigt, sondern deutliche Fortschritte stellen sich erst nach Monaten und Jahren ein – ähnlich wie beim bewussten Korrigieren einer aufrechten Körperhaltung. Da möchte man dir das nötige „Stehvermögen“ wünschen.
Die beste Dehnübung dazu: siehe meine Antwort (mit Bild) zu folgendem Thread: https://www.sportlerfrage.net/frage/im-stehen-die-zehen-beruehren

Kommentar von Almeida ,

Diese Dehnübung ist gut, aber gerade bei Haltungsschwächen/ -schäden würde ich eine andere empfehlen. Hier sehe ich das Problem, dass es für 'Hohlkreutz' sehr schwierig sein wird, den unteren Rücken gerade zu halten und dort nicht auszuweichen (ohne Kontrolle). Ich würde die Dehnung in Rückenlage empfehlen. Schöne Varianten gibt es hier zu sehen. https://www.youtube.com/watch?v=13xHa14NItY

Kommentar von wiprodo ,

Wohin soll der Rücken "ausweichen"? Man braucht bei der Übung doch nur nach vorn zu schauen, dann wird der Rücken automatisch über die Halstonusreflexe gerade gehalten - auch bei Haltungsschwächen.

Kommentar von Almeida ,

...Nicht angegriffen fühlen... die Lws weicht bei dieser Übung oft im Sinne der Kyphosiierung aus, gerade bei Rückenprobs und Verkürzungen.

Kommentar von wiprodo ,

Und was ist schlimm daran? - Das heißt doch nur, dass bei der Übung das Becken weniger weit nach vorn dreht als es soll! Um das zu minimieren, besteht ja die Zusatzaufgabe darin, den Rumpf möglichst gestreckt (= in sich gerade, ohne Kyphosierung) vorzubeugen und somit die Kyphosierung (auch der LWS) möglichst klein zu halten. Zusätzlich ist sogar durch die einbeinige Ausführung der für diesen kyphosierenden Effekt verantwortliche Dehnwiderstand der Ischios halbiert. Nochmal: wo liegt also das Problem?

Kommentar von Almeida ,

OK, kein Prob, du hast total recht.

Kommentar von Hohlkreuz ,

Danke, mal sehen.

Kommentar von Hohlkreuz ,

Ich habe auf jeden Fall bald bei doch noch einem anderen Orthopäden einen Termin und dann muss ich das ganze wirklich noch einmal genau abklären lassen. Von einfach nur mangelnder Dehnfähigkeit kann man nämlich sicherlich nicht meine Probleme bekommen und dann auch in beiden Beinen so unterschiedlich. Danach melde ich auf mich auf jeden Fall wieder. Solange werde ich mich an (deine) Dehnübungen halten.

Ich kann mir nicht denken, dass sie sich negativ auswirken können. Und wenn doch, dann werde ich es wohl merken.

Kommentar von Hohlkreuz ,

Ansonsten nicht wundern, wenn ich bei der Frage neue Antworten anfordere. Damit ihr meine Beiträge noch einmal seht. Denn nicht jeder nutzt die "Neuigkeiten"-Funktion.

Antwort
von Almeida, 118

Wenn du Fotos hochlädst, dann Ganzkörperfotos (also Füsse bis mindestens Schultern) und dann, wie es der Physio bei der Haltungsinspektion macht, einmal von vorne, einmal hinten und Seiten. Mit diesen kleinen Ausschnitten kann man nichts anfangen.

Kommentar von Hohlkreuz ,

Für den Zweck mit dem Rundrücken wahrscheinlich schon. Da macht es für mich keinen Unterschied, ob die anderen Informationen noch vorhanden sind, oder eben nicht, oder?

Ansonsten, auf dem einen Bild ist ja angemerkt, dass ich es irgendwann genauer zeigen kann. Aber dafür besteht ja noch kein richtiger Grund gerade.

Ich denke für die Verkürzung wäre es gerade eher unbedeutend.

Antwort
von whoami, 77

Gegen manche Formen der Skoliose gibt es sehr wohl Übungen - das weiß ich aus eigener Erfahrung. Auch kann ich dir aus eigener erfahrung sagen, dass Therabänder nicht sehr erfolgsversprechend sind. Ich rate dir zu ernsthaftem Krafttraining mit freien Gewichten. Ist zwar sehr anstrengend, aber wo bekommst du schon etwas ohne dich dafür anzustrengen? Die eigene Gesundheit braucht wirklich sehr viel Einsatz und Anstrengung!!

Was man beim Physio lernt ist lediglich die Ausführung bestimmter Übungen, die man dann verstärkt und schwerer im Fitnesstudio selbst machen muss. Wer so leicht trainiert wie er es beim Physio gelernt hat wird nie Resultate erzielen. Das kann dir natürlich jeder bessere Physio bestätigen.

Allerdings empfehle ich dir vor Orthopäden und Physios erst einmal einen Osteopathen zu konsultieren. Das sind auf diesem Gebiet die Besten!!! Da kann kein Orthopäde mithalten!!

Antwort
von FitnessFre4k, 84

Hey.

Also du wirst diese Verkürzungen nur los, wenn du deinen Oberschenkel täglich mehrere Minuten lang dehnst. Dein Physiotherapeut kann dir hierzu sicherlich einige Übungen zeigen. Ich mache dies selbst auch jeden Tag. Es ist schmerzhaft, hilft aber!

Kommentar von Hohlkreuz ,

Kann man mir nicht hier genaue Übungen geben bzw. verlinken?

Mittlerweile ist die Physiotherapie nämlich wieder zu Ende. Die war aber eh nur für die Rückenübungen. Ich konnte letztens glücklicher Weise doch noch einen anderen Orthopäden im Internet auffinden, der in erreichbarer Nähe ist.

Da werde ich mir für das Neujahr einen Termin holen. Wie gesagt, zu den alten Orthopäden würde ich kein zweites mal hin wollen. Weil sie fast nur Unfug geredet haben und nicht weiter hilfreich für mich waren. Physiotherapie schreibt aber auch nicht jeder auf ...

Von daher. Ich kann ja auch ansonsten selbst mal im Internet schauen, denn je nach dem wann ich einen Termin habe ... solange will ich schließlich nicht warten müssen. Das ist ja Zeit.

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