Frage von Prowler, 16

Marathon: hoher Puls, schneller Atem - wie kriegt man genug Flüssigkeit rein ?!

Hallo zusammen!

• hatte erhebliche Schwierigkeiten mit der Aufnahme von Flüssigkeit beim letzten Marathon: mein Atem ging zu schnell u. der Puls war zu hoch ---> ab Kilometer 28 wurde mir (vermutlich wg. Dehydrierung) ziemlich übel, musste Geschwindigkeit drosseln (hatte mir ab Kilometer 10 dann alle 5 Kilometer ein Energy-Gel reingedrückt), ich habe aber kaum Flüssigkeit reinbekommen ...

• bin fleissig im Training mit mind. 60 km//Woche und peile Zielzeit 3:30 an; nur beim Üben des Trinkens aus schnellem Lauf heraus merke ich, dass ich noch immer Probleme bekomme: beim ruhigen Trinken von einem kleinen Plastikbecher - kurzer Stop aus Wettkampftempo - bekomme ich bald Magenprobleme: Magen rumpelt, mir wird übel; Problem aus dem Marathonlauif noch nicht gelöst.

Als Lösung fällt mir im Moment nur ein, durch fleissiges Trainieren der langen Läufe den Puls runterzubekommen.

Gezielt 500 Meter vor jeder Trinkstation des Marathons gezielt mit Tempo (und damit Atmung und Puls) runter, würde wohl nicht helfen, wenn der Zusammenhang so ist, wie er hier beschrieben wird:

http://de.wikipedia.org/wiki/Marathonlauf#W.C3.A4hrenddesRennens

"Kohlenhydrat-Gele sind eine gute Energiequelle, aber sie sollten beim Verzehr mit Wasser verdünnt werden, da sie sonst zu Übelkeit und Erbrechen führen können. Die Menge und Art der Getränke und Kohlenhydrate, die während des Laufs vom Körper aufgenommen werden können, hängt sehr stark von der Laufgeschwindigkeit ab. Je schneller der Lauf absolviert wird, desto weniger Blut fließt durch den Verdauungstrakt. Der Körper kann dann kaum noch Kohlenhydrate oder Wasser aufnehmen. Diese werden zur Belastung und führen leicht zu Übelkeit und Erbrechen."

Zusatzinfo: Bin 42 Jahre alt, erst einen Marathon (mit o.g. Schwierigkeiten) in 4:04 absolviert; 187cm, 72 kg, habe einen (über simplen Selbsttest durch Hochbelastung ermittelten) Maximalpuls von ca. 210; meine aerobe Schwelle dürfte demnach schon ziemlich hoch liegen. (Polar OwnZone (ja, ist ungenau) 165 - 180, OwnIndex 52) Trainiere viel den GA1-Bereich, viel mit niedrigem Puls. Zudem Intervalltarining usw. Bei langen, auch schnelleren Läufen bis zu 2 Stunden und bis in den Bereich von HF 200 nie Probleme mit dem Magen; diese tauchen nun erst auf, wenn ich aus dem schnellen Lauf Flüssigkeit aufnehme ...

Hat jemand damit Erfahrung bzw. einen Vorschlag, wie ich das Problem angehen kann? Danke für jeden Hinweis!

Euer Prowler

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TJack, 16

Bei dem Lauftempo musst du dir keine Gedanken über ein aufnehmen der Flüssigkeit in vollem Lauf machen. Dazu fehlt dirdie Erfahrung bzw. macht es bei dem Tempo keinen Sinn. Plane für die Trinkstopps +1min ein. Drossle das Lauftempo schon rechtzeitig vor dem Stopp,Puls runterkommen lassen nimm den Becher gehe langsam weiter, schluck das Zeug und laufe wieder an. Aber schon ab der ersten Trinkpause. Wenn du deine Zielzeit erreichen willst, musst dazwischen einfach sschneller laufen und die Trinkminuten umrechnen.

Kommentar von Prowler ,

Okay ... danke Dir, TJack!

Antwort
von Juergen63, 12

Das ist eine Trainingssache. Vorrangig sollte das Ziel sein die Flüssigkeitszufuhr während deines moderterem Tempos zuzuführen, damit du ein Gefühl dafür bekommst. Nach und nach kommt das dann schon. Von daher die Sache langsam angehen.

Antwort
von harlie, 10

Dass du Magenprobleme bekommst, liegt nicht am Trinken, sondern an den Gels. Lass' die doch einfach weg, wenn dien Magen sie nicht verträgt! 3:30 kannst du auch einfach mit Wasser und sonst nix laufen.

Kommentar von Prowler ,

Hi Harlie! - Auch eine Möglichkeit. Bei meinem ersten M. bin ich einfach den Empfehlungen eines eher Richtung Ultras orientierten Bekannten gefolgt, und der meinte eben, ich solle mir stur und regelmässig so ein Gel reindrücken und mit Wasser nachspülen - ohne ausreichend Wasser ging das natürlich daneben ...

Ein anderer Bekannter (BMT 3:08) meinte, die KH-Zufuhr während des Marathons solle den Blutzuckerspiegel lediglich minimal heben; die Folge wäre, dasss der Körper später/ weniger auf Fettverbrennung umschaltet. Fühlt sich nach meiner Erfahrung plausibel an: mit nur einem Gel läuft es besser, und doch sind bloß 80kcal/ 30g drin. Ich finde, man läuft einfach leichter. Was meint Ihr dazu?

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