Frage von Akzentuierung, 184

Magnesiummangel - Erfahrungen?

Hat jemand Erfahrungen mit Magnesiummangel und Supplementierung? Welche Probleme hattet ihr? Hat eine Kur geholfen? Wie lange dauerte es? Erzählt mal alles, was euch dazu einfällt, bitte.....

Antwort
von DeepBlue, 141

Hi,

einen Magnesiummangel kann nur ein Arzt anhand einer Laboruntersuchung feststellen. Sollte dies der Fall sein, so bedarf es einer Supplementierung von mindestens 4 Wochen, bis der Magnesiumspiegel wieder normalwertig ist.

Der normale Magensiumbedarf wird bequem mit einer ausgewogenen gesunden Ernährung abgedeckt: Äpfel, Birnen, Orangen, Pfirsiche, Salat, Milchprodukte, Gewürze, Kartoffeln, Möhren, Haferflocken, Nüsse, etc. Da bedarf es keiner zusätzlichen Nahrungsergänzungsmittel.

Nicht bei jedem Krampf der auftritt, ist ein Mangel an Magnesium Schuld. Auch Kalium- und Calciummangel können Krämpfe auslösen.

Also Obacht: Nicht einfach etwas einfwerfen. Du schluckst ja auch keine Kopfschmerztabletten, wenn Du kein Kopfweh hast.

Gruß Blue

Kommentar von Akzentuierung ,

Die Labortests vom Arzt sind leider nicht unbedingt realistisch.... Es kann scheinbar trotzdem ein Mangel vorliegen, auch wenn die Blutwerte ok sind. Hab ich so gelesen! Ich frage nur, weil ich nach Krämpfen kürzlich ausnahmsweise mal Magnesiumtabletten genommen habe, auch am nächsten Tag, und ich hatte selten so schnell wieder lockere Beine nach dem Training. Darum die Überlegungen..... Die Speicher müssen ja erstmal wieder gefüllt werden, wenn Krämpfe auftreten. Vielleicht geht das ja doch schneller mit Supplementierung?

Kommentar von DeepBlue ,

Wann genau treten denn die Krämpfe auf? Treten sie während oder unmittelbar nach einer sportlichen Belastung auf, so deutet das eher auf einen Natrium- oder Kaliummangel hin. Ein Magnesiummangel macht sich eher durch nächtliche Wadenkrämpfe bemerkbar. Die meisten Magnesiumtabletten enthalten auch Natrium Cyclamat und/oder Natrium Hydrogencarbonat. Damit lassen sich Deine "lockeren" Beine eher erklären. Sollte tatsächlich ein Natriummangel bestehen, so empfiehlt es sich, ausnahmsweise vor einer sportlichen Belastung salzreich zu essen oder zu trinken (z.B. Salztabletten). Wenn Du Dich mit Magnesium überversorgst, so ist das nicht gerade gesund: Darm-, Herzrhythmus, Blasenfunktionsstörungen können die Folge sein.

Antwort
von Juergen63, 133

Ein Magnesiummangel kann sich vielfältig äußer. Bei einigen treten nur Muskelkrämpfe oder Kopfschmerzen auf. Andere wiederum bekommen stärkere Leistungseinbussen, Gereiztheit, Nervosität oder gar Herzstolpern. Magnesium ist an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper gebunden und von daher können vielfältige Symptome auftreten. Wie DeepBlue schon geschrieben hat wird der Magnesiummangel über eine Blutuntersuchung diagnostiziert. Der sollte auch ausgeführt werden wenn ein Verdacht besteht. Bestätigt sich dieser wird er Arzt dir ein Supplement verschreiben. Nach einer Einnahmezeit X ( das ist abhängig vom Grad des Mangels und der Fähigkeit des Körpers das Magnesium aufzunehmen ) wird er Magnesiummangel ausgeglichen und die Symptome lassen nach. Bei längerer sportlicher Betätigung und vermehrten Schwitzen kann es zwar zu einem leichten Defizit kommen, durch eine ausgewogene Ernährung füllst du dies in der Regel aber wieder auf. Bei starkem Schwitzen verlierst du im Vergleich mehr Natrium als Magnesium. Da wir aber genügend Natrium über die Nahrung zuführen kommt es hier kaum zu einer Mangelerscheinung.

Kommentar von Akzentuierung ,

Die Labortests vom Arzt sind leider nicht unbedingt realistisch.... Es kann scheinbar trotzdem ein Mangel vorliegen, auch wenn die Blutwerte ok sind. Hab ich so gelesen! Ich frage nur, weil ich nach Krämpfen kürzlich ausnahmsweise mal Magnesiumtabletten genommen habe, auch am nächsten Tag, und ich hatte selten so schnell wieder lockere Beine nach dem Training. Darum die Überlegungen..... Die Speicher müssen ja erstmal wieder gefüllt werden, wenn Krämpfe auftreten. Vielleicht geht das ja doch schneller mit Supplementierung?

Kommentar von Juergen63 ,

Natürlich geht das mit Supplementierungen etwas schneller, da diese ja eine höhere Dosis als herkömmliche Nahrungsmittel haben. Es ist jetzt auch nicht schädlich wenn du beim oder nach dem Training deinem Körper etwas Magnesium zuführst. Man sollte es nur nicht übertreiben, denn in hohen Dosen ist selbst Vitamin C irgendwann schädlich.

Antwort
von ManfredBodyKey, 68

Hallo,

vielleicht hilft dir dieser Artikel.....

Magnesium

Magnesium hat zahlreiche Funktionen im menschlichen Körper. Es hat Einfluss auf die Reizübertragung vom Nerven auf den Muskel, auf die Freisetzung von Adrenalin und die Knochenmineralisation. Außerdem ist es für die Aktivierung von über 300 Enzymen im Stoffwechsel verantwortlich. Als Hemmer der Blutgerinnung kann Magnesium Thrombosen (Blutgerinnsel) vorbeugen. Etwa 60 % des Magnesiums im Körper ist in den Knochen gebunden, der Rest in verschiedenen Organen und Geweben; nur rund 1 % der Gesamtmenge ist im Blut gelöst. Wird dem Körper zu wenig Magnesium zugeführt, so holt er es sich aus seinen Reserven, solange der Vorrat reicht. Der gemessene Magnesiumgehalt im Blut bildet die tatsächliche Situation also nur bedingt ab.

Mangelerscheinungen bei Magnesiummangel

Gravierende Mangelerscheinungen sind bei vernünftiger Ernährung selten zu erwarten. Klassische Mangelsymptome sind denen des Kalziummangels sehr ähnlich (Muskelkrämpfe, Unruhe, Zittern und Kreislaufbeschwerden).

Mangelzustände kommen besonders bei Belastungen (und starkem Schwitzen), bei Stress, nach dem Überstehen von Krankheiten (insbesondere Durchfallerkrankungen), bei der Zuckerkrankheit und chronischem Nierenleiden, in der Schwangerschaft und Stillzeit, aber auch in der Wachstumsperiode vor, da dann der Körper mehr Magnesium benötigt. Auch Alkoholkonsum und bestimmte Medikamente (Entwässerungstabletten, Abführmittel, die Pille u.a.) stören den normalen Magnesiumhaushalt. Eine zusätzliche Zufuhr ist dann ratsam.

Verschiedene Störungen der Nervenfunktion, Angstzustände oder Depressionen können durch Magnesiummangel ausgelöst oder verstärkt werden. Die Vielfalt der Beschwerden ist dadurch zu erklären, dass Magnesium in sehr viele unterschiedliche Stoffwechselvorgänge eingreift.

Mehr zum Thema: http://www.gesundheit.de/ernaehrung/naehrstoffe/mineralstoffe-und-spurenelemente...

Antwort
von Laufschuh99, 108

Magnesiummagel kenne ich nur im zusammenhang mit Muskelkrämpfen und da helfen ganz normale Magnesiumtabletten aus der Apotheke.

Antwort
von whoami, 90

In D leidet niemand unter Mg-Mangel. Es sei denn, du bist Sportler. Dann ist eine Supplementierung sinnvoll, vor allem wenn du viel schwitzt.

Kommentar von Akzentuierung ,

Es sei denn, man ernährt sich Scheisse..... Ich glaube nämlich nicht, dass ich über die Nahrung wirklich mindestens 400 mg pro Tag aufnehme!

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