Frage von RnbPlayer, 32

Low Carb und Intermittent Fasting

Was meint ihr , wenn man bei einer Massephase Intermittent Fasting und Low Carb Diät auf einmal macht? Ist das sinnvoll und wird damit der Fettabbau gefördert ?

Danke für eure Antwort LG Evan

Antwort
von eltfts,

Ehrlich gesagt, denke ich nicht, dass es in einer Massephase angebracht ist. Wenn es für dich klappt, gut, aber ich würde aus folgenden Gründen dagegen argumentieren:

1) Wenn du viel trainierst, solltest du auch entsprechend viel Kohlenhydrate zu dir nehmen, sonst gehst du irgendwann kaputt (Verletzungen, Müdigkeit, etc.) 2) In einer Massephase auf Nahrung zu verzichten und sei es nur vorübergehend (intermittent) halte ich zwar für per se nicht schlecht, wirkt aber sicher nicht beschleunigend auf die Gewichtszunahme.

Gegenvorschlag, der bei mir z.B. gut funktioniert: morgens nur Protein/Fett, Rest des Tages normal (Protein/Fett/Kohlenhydrate). Denn über Nacht "fastet" man sozusagen und erweitert diese Phase durch den Verzicht auf Kohlenhydrate morgens noch bis zur Mittagszeit. Dazu vor Trainingstagen abends nochmal etwas höhere Kohlenhydrate-Dosis. Google John Kiefer/Carb Nite/Carb Backloading. Sehr interessantes Thema, leider mit vielen Meinungen, daher einfach selbst ausprobieren für 1-3 Wochen und sehen, wie der Körper reagiert!

Antwort
von ManfredBodyKey, 32

Low-Carb Die Diäten-Lüge

Es ist zu schön, um wahr zu sein, was sogenannte
"Low-Carb"-Diäten versprechen: Abnehmen ohne bohrendes
Hungergefühl. Letztlich schaden sie aber nur der Gesundheit.

 Viel Fleisch, Sahne und Käse und
dafür kaum Brot und Kartoffeln sollen etwa nach der Atkins-Diät,
die vor allem in den USA als Ernährungs-Hype große Wellen schlägt,
die Pfunde ohne viel Mühe purzeln lassen. Ernährungsexperten aber
warnen vor zahlreichen Gesundheitsrisiken. Zu Vollkornbrot, Obst und
Gemüse sowie viel Bewegung gibt es ihrer Meinung nach keine
Alternative.

Prominente Anhänger der Diät nach dem Kardiologen Robert Atkins
sollen unter anderem auch die schlanken Filmstars Jennifer Aniston
und Julia Roberts sein. Nach den weltweit in Millionenauflage
verkauften Diätratgebern von Atkins sind alle Lebensmittel erlaubt,
in denen Fett und Eiweiß vorhanden ist, verboten sind zumindest
eine Zeit lang diejenigen mit vielen Kohlenhydraten, wie Kartoffeln,
Brot und Nudeln, aber auch Obst und zahlreiche Gemüse.

Verteufelung von Kohlenhydraten

Kohlenhydrate gehören neben Fett und Eiweiß zu den
Hauptbestandteilen unserer Nahrung und werden vom Körper zur
kurzfristigen Energiegewinnung genutzt. Braucht der Körper gerade
keine Energie, wandelt er die Kohlenhydrate zu Fett um. Neben der
Atkins-Diät gibt es weitere so genannte Diäten, die den Verzehr
von wenig Kohlenhydraten empfehlen, wie die South-Beach-,
Hollywood-Star- oder Mayo-Diät. Nach dem niedrigen
Kohlenhydrat-Verzehr werden sie "Low-Carb-Diäten"
genannt, vom englischen Wort für Kohlenhydrat, carbohydrate.

Sogar die Evolutionstheorie wird bemüht, um für die Diäten zu
werben. Während Fleisch und Fisch schon seit jeher auf dem
Speiseplan der Menschen standen, kamen kohlenhydratreiche
Lebensmittel wie Getreide und Kartoffeln erst später hinzu,
erklären die Low-Carb-Anhänger. Und tatsächlich: In mehreren
Untersuchungen zeigte sich, dass es sich mit einer kohlenhydratarmen
Ernährung schneller abnehmen lässt als mit einer fettarmen. Nach
Ablauf eines Jahres glichen sich die Gewichtswerte bei den beiden
Vergleichsgruppen allerdings wieder an. Dennoch deuteten sich
positive Auswirkungen auf bestimmte Herzrisikofaktoren an.

Risiko der Herz-Kreislauf-Erkrankung bei
"Low-Carb"-Ernährung

Das Gros der Ernährungswissenschaftler in Deutschland bleibt
skeptisch. Die erhöhte Fettzufuhr berge Risiken insbesondere für
Menschen mit Herz- und Kreislauferkrankungen, Schwangere und Ältere,
denn das Fett könne Arterien verstopfen. Die hohe Eiweißzufuhr
soll auch für Menschen mit Nieren- und Leberproblemen bedenklich
sein, Gicht könnte schlimmer werden. Abgesehen davon könnten
Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Mundgeruch und Übelkeit auftreten.

Wissenschaftler und Experten kritisieren, dass aufgrund der
strikten Unterscheidung zwischen erlaubten (fett- und/oder
eiweißreichen) und verbotenen (kohlenhydratreichen) Lebensmitteln
bei den Diäten Rückfälle und Regelverstöße vorprogrammiert
seien. Eine langfristige Umstellung der Ernährungs- und
Lebensweise, wie sie zum dauerhaften Abnehmen nötig sei, sei damit
nicht zu erreichen.

"Low-Carb"-Hysterie in Supermärkten
und Fast-Food-Ketten

In den USA grassiert eine regelrechte "Low-Carb-Hysterie",
Millionen von Amerikanern schwören auf eine reduzierte
Kohlenhydrat-Zufuhr. Auch die US-Nahrungsindustrie ist längst auf
den Zug aufgesprungen und füllt die Supermarktregale mit Produkten
mit extra wenig Kohlenhydraten, wie sie es früher genauso mit
fettarmen "Light"- oder fettfreien
"No-fat"-Nahrungsmitteln tat. Fast-Food-Ketten werben mit
kohlenhydratarmen Angeboten wie dem Big Mäc ohne Brötchen.

Dennoch: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bleibt bei
ihren Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung und hält eine
Verringerung der Kohlenhydratzufuhr für nicht notwendig. Um
Übergewicht zu vermeiden oder abzubauen, sollte die Ernährung
demnach reich an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen sein
und zugleich wenig Fett, insbesondere tierische Fette enthalten.
Nicht vergessen sollte man dabei die tägliche und ausreichende
Bewegung zum Ausgleich der Energiebilanz.

Laut der Gesellschaft sollte man täglich 30 Gramm Ballaststoffe
essen, mindestens 50 Prozent der täglich zugeführten Energie
sollte aus komplexen Kohlenhydraten bestehen, zu finden in Brot,
Nudeln, Reis und Getreideflocken, möglichst alle aus Vollkorn,
sowie in Gemüse, Obst und Kartoffeln. Zudem sollten nicht mehr als
zwei Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht aufgenommen werden.
Dazu sollte eine fettarme Ernährung kommen, und wenn schon, dann
sollte es möglichst oft aus Meeresfischen oder Raps und Walnussöl
mit Omega-3-Fettsäuren stammen, die Herz und Kreislauf schützen
sollen.

Antwort
von whoami,

Ich machs schon länger. Funktioniert sehr gut!

Antwort
von Privattraining,

Da ist gar nix sinnvoll - weder Massephase, noch fasten, noch Lowcarb. Fett baust Du ab, wenn Du über die Tage / Wochen im Kaloriendefizit liegst..... Mehr brauchst Du nicht beachten.

Wenns schneller gehn soll mit Muskelaufbau und Abspecken, trainiere gleichzeitig intensiv und halte Dich eisern an einen Ernährungsplan, der ein Defizit gewährleistet.

Kommentar von whoami ,

Das ist ziemlicher Unsinn. Wer abspecken muss ist meist zu dick. Und wovon wird man dick? Und welche Nährstoffe heben das Insulin himmelhoch, sodass viele Kalorien in den Fettzellen landen? Richtig: die Kohlenhydrate!! Deswegen haben die in einer Abspeckphase auf dem Speiseplan nichts zu suchen!!

Das kann dir übrigens jeder Arzt bestätigen, der sich mit Ernährung befasst...

Deine Tips stammen aus den 80ern, und sind längst überholt. Heute weiß man, dass Kalorien nicht alles sind. Es ist immer wichtig woraus diese bestehen!

Kommentar von Privattraining ,

Fetteinlagerungen sind das Resultat eines Energieüberschusses. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieses "Zuviel" aus Fett, Eiweiss, oder Zucker besteht. Jede Form von Überschuß wird in Körperfett umgewandelt und gespeichert.

Das Insulin speichert keine "Kalorien", es sorgt für den Transport von Zuckern und Fetten in die Zellen. Das tut es ein Glück auch, wenn der Spiegel niedrig ist.... Denn ohne die Verwertung von Zuckern und Fetten, wärst Du in 1 Stunde tot.

Einen ARZT, der das anders sagt, habe ich noch nie kennengelernt. Die Ärzteschaft unterliegt in ihrer Ausbildung Rahmenbedingungen, die lediglich staatlich geprüfte und unabhängige Publikationen anerkennen. Weder in der Medizin, noch in der Ernährungswissenschaft, noch in der Sportwissenschaft konnte sich die "Lowcarb - Diät" durchsetzen.

Der Einzige, der auf der Richtigkeit bestand, das war der gute Dr Atkins, der seine Idee als Buch verkauft hat. Ein Arzt, der fett war wie ein elefant und bis zum Lebensende Herzleiden hatte.

Vielleicht denkst Du darüber mal nach, bevor Du ausgebildete Fachleute als schwachsinnig bezeichnest. Es verhält sich nämlich genau andersherum - die Atkins - Diät wird von der Wissenschaft seit 40 Jahren in Frage gestellt und es fehlen bis heute die Beweise, dass sie funktioniert.

In keiner einzigen Disziplin wird diese Idee akzeptiert. Lediglich die Verleger und Leser dieser Atkins - Bücher propagieren die Richtigkeit. Fachleute werden Dir grundsätzlich das Gegenteil erzählen, so sieht es aus....

Dazu kommt, dass in den letzten Jahren zunehmend vor diesem Vorgehen gewarnt wird. Mittlerweile gibt es sogar Fälle von massivsten gesundheitlichen Problemen, die durch diese Lowcarbscheisse auf den Intensivstationen der Krankenhäuser gelandet sind.

Der Verband der Ernährungswissenschaften hat bereits Verfügungen gegen den Verkauf von Eiweissbroten erwirkt, weil diese Empfehlungen zu einer erhöhten Fett- und Proteinaufnahme zugunsten einer Kohlehydratreduktion in höchstem Maße gesundheitsgefährdent sein können.

Du solltest vielleicht mal Fachbücher und Publikationen der unabhängigen Fachkreise lesen und nicht nur Werbetexte und Pseudo - Argumentationen der Industrie, mein Guter......

Kommentar von eltfts ,

Wikipedia zu ketogene Diät: "Gemäß einer Langzeitstudie des Johns Hopkins Children's Center führt eine langfristige ketogene Ernährung zu keinen negativen gesundheitlichen Nebenwirkungen wie Herz-, Kreislauf-, Leber- oder Nierenproblemen." Im Gegenteil, es wird sogar zur Behandlung von Epilepsie verwendet.

Ketosis (erhöhte Fett- und Proteinaufnahme bei niedriger Dosierung von Kohlenhydraten) ist also in höchstem Maße gesundheitsgefährdend? Wow, jetzt bin ich verwirrt :D

An alle, die nur mitlesen: ruhig tipps holen, dann aber kritisches Denken anschalten, selber Quellen googeln und wenn jemand kategorisch, dogmatisch und grob verallgemeinernd argumentiert, ruhig mal hinterfragen.

Kommentar von Privattraining ,

Hauptsache Du führst Wikipedia als seriöse Quelle an.....

Die Publikationen in den Medizinerzeitschriften sagen das genaue Gegenteil.

Kommentar von eltfts ,

Darf leider nur einen Link einfügen, die Studie des Johns Hopkins Children's Center findet sich innerhalb von ein paar sekunden mit google nach "Johns Hopkins Children's Center Ketosis", erster Link. Nach noch ein paar Sekunden Suche gibt's das hier:

http://ajcn.nutrition.org/content/85/1/238.full

Offiziell genug? Dr. Google hat zu "ketosis study" reichlich zu bieten, pubmed etc. haben sicher noch mehr. Die Sprache ist englisch, das Wissen gilt aber auch im deutschsprachigen Raum. Wikipedia ist tatsächlich nicht belastbar, hat aber zum Glück ein Quellenverzeichnis.

Auf welche Medizinerzeitschriften/Ausgaben beziehst du dich?

Kommentar von Privattraining ,

Das hier ist z.B. ein Artikel von diesem Dr Moosburger, der regelmäßig für Ärztezeitschriften, Fitnessmagazine, usw. publiziert....

http://www.dr-moosburger.at/pub/pub079.pdf

Die 50-stellige Literaturliste bietet Dir vielseitige Möglichkeiten Dich genauer einzulesen.

Der gute Mann ist aber nicht der Einzige mit dieser Auffassung. Der Verband der Ernährungswissenschaften warnt bereits seit Jahren vor zu protein - und fettreicher Ernährung. Dasselbe gilt für die deutsche Ärzteschaft, ich hab den Namen des Verbandes vergessen.

Dort hält man überall daran fest, sich ausgeglichen und gemischt zu ernähren. Mir ist auch klar, dass viele Studien sich völlig widersprechen, aber ich halte mich lieber an die Publikationen von etablierten Quellen. Und nicht zuletzt an das, was ich in meinen Ausbildungen gelernt habe.....

Zudem bin ich persönlich der Meinung, dass eine sehr einseitige Ernährung grundsätzlich schlecht ist. Sei es durch zuviel Eiweisse oder sonst was. Die Studien zu Lowcarb zeigen auch ziemlich einheitlich, dass sich bei jeder Form von einseitiger Kost entsprechend die dazugehörigen Krankheitsbilder vervielfältigen.

Leute, die viel Zucker essen, weisen einen höheren Prozentsatz von Diabeteserscheinungen auf. Leute mit fettiger Ernährungsweise leiden häufiger an gefäßerkrankungen. Usw. usw.!

Für mich bedeutet das, das es absolut richtig ist, sich ausgeglichen zu ernähren. Warum sollten die etablierten Institutionen auch sonst daran fest halten, die für das Wohl der Allgemeinheit sorgen sollen?!

Kommentar von whoami ,

(.....) low carb funktioniert, und wie!!! Das habe ich in meiner über 30jährigen Sportlerlaufbahn schon hunderte Male - wenn nicht tausende Male - gesehen; und Sportler sind nun Mal der Ursprung allen Wissens in der Medizin. Denn das Wissen in der Medizin basiert auf Beobachtungen, Selbsttests und Ergebnissen von Sportlern! (.....)

Dabei ist es egal was ein "Dr Moosburger" so von sich gibt - die eigenen körperlichen Veränderungen mitsamt Verbesserung aller gesundheitsrelevanten Werten ist für jeden Beweis genug, dass low carb funktioniert, und sehr sehr gesund ist für Menschen die Kohlenhydrate nicht gut verstoffwechseln können. Ob dein Doktor weiß, dass die Menschheit zum größten Teil noch nicht an Kohlenhydrate adaptiert ist? Ich meine Kohlenhydrate in Form von Getreide, die es erst seit ca. 12.000 Jahren gibt, und nicht die Kh aus Gemüse, Obst und Co.!? (.....)

Kommentar von Privattraining ,

Du hast Recht.

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