Frage von BelongstoClay,

Liegt es in den Genen ob man Koordinativ gut ist oder nicht?

Sind die Koordinativen Fähigkeit zur Gänze trainierbar, oder stellt die Genetik einen Entscheidenden Faktor dar? Was meint ihr?

Antwort von beckflip,
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Wenn es darum geht, ob es in den Genen liegt, ob jemand ein motorischer Schnell-Lerner wird oder das motorische Lernen eher langsam geht, habe ich eine Anmerkung: Motorisches Training schlägt sich in den kortikalen Kartenstrukturen nieder – diese Strukturen sind genetisch nur in ihrer sehr groben Form festgelegt. Neurowissenschaftliche Befunde von professionellen Musikern, Volleyballspielern, Judokämpfern und Erfahrungen mit sogenannten „Wolfskindern“ zeigen, dass die motorische Umgebung in früher Kindheit entscheidend für die Motorik im Erwachsenenalter ist und Versäumnisse in dieser Zeit sich nicht mehr aufholen lassen. Aus dieser Perspektive ist die Umwelt entscheidend, um das vorhandene, genetische Potenzial anzuschalten (a la Pinker) bzw. auszuschöpfen. Weiterhin ist eine zentrale Gehirnstruktur motorischer Lernvorgänge das Striatum –der Teil der Basalganglien, der direkt mit dem Kortex in Verbindung steht und wahrscheinlich kortikale Bewegungsrepräsentationen vermittelt. Im Striatum spielt das DAT-Protein für Lernvorgänge die entscheidende Rolle. Und davon gibt es Genpolymorphismen. Die Befunde stehen noch aus, aber hier könnten die Gene tatsächlich in motorisches Lernen „eingreifen“ und entscheiden, ob jemand generell schneller oder langsamer den Handstützüberschlag lernt. Je nach Genbesatz bist Du Schnell-Lerner oder eher "Gemütlich-Lerner"...

Beste Grüße

Beckflip

Antwort von Laufseele,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich denke, dass diese Fähigkeiten zum Großteil in den Genen liegen, man aber einiges durch gezieltes Training wettmachen kann. Nur eine gute genetische Veranlagung allein ohne entsprechendes Training wird auch verkümmern. Der Körper ist so konzipiert, dass nur das erhalten bleibt was auch genutzt wird.

Antwort von moachel,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

ein Faktor der über die spätere Sportlichkeit, zumindest beim männlichen Geschlecht, entscheidet, ist wieviel Testosteron das Embryo in einer bestimmten Phase der Schwangerschaft erhält. Dies lässt sich auch an dem Verhältnis von Zeige- zu Ringfinger messen. Leute mit längerem Ringfinger sind sportlicher und auch sexuell potenter. Die Sportlichkeit ist in großem Masse dadurch und durch die Gene angeboren. Man brauch natürlich verschiedene Qualitäten ist unterschiedlichen Sportarten. So haben es große Leute im Basketball leichter und beispielsweise in Ausdauersportarten, Leute mit vielen ST-Fasern Vorteile. Koordination lässt sich natürlich trainieren. Auch beispielsweise nach einem angeborenen oder erworbenen Gehirnschaden. Neue Bewegungsabläufe lassen sich auch trainieren. Diese sind natürlich, ausser dem Gehen, nicht angeboren !

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