Frage von stang2k,

Knorpelschaden wie behandeln?

Hi, im letzten Jahr erlitt ich einen Bänderriss und erst im Dezember wurde ein Knorpelschaden festgestellt, der mit einer Arthroskopie im Januar behandelt wurde. Schmerzen bei starker oder langer Belastung sind vorhanden. Wie kann man so etwas weiter behandeln und kann es überhaupt behandelt werden?

Der Arzt meinte, mit Sport würde für die Zukunft schwer aussehen und auch mit dem Beruf würde es schwer aussehen (Handwerk) Seine Bemerkung: Knorpelschaden bleibt Knorpelschaden!

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Antwort
von DeepBlue,

Hi,

bei dem Begriff "Knorpelschaden" denke ich sofort an Arthrose. Arthrose ist (noch) nicht heilbar, allerdings kann man eine Verschlimmerung durch eine geeignete Therapie verzögern. Welchen Grad Deine Arthrose nun hat, und welche Behandlung für Dich am Sinnvollsten ist, kann nur der behandelnde Orthopäde entscheiden. Es gibt inzwischen so zahlreiche Möglichkeiten, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann. Bei mir z.B. kommt nur eine Hyaluronsäure-Injektion in Betracht, weil gar kein Knorpel mehr vorhanden ist, und Knochen auf Knochen steht.

Da Du nicht schreibst, welches Gelenk (Knie-, Sprung-, Handgelenk ….?) betroffen ist, können die Tipps, die Du in Eigenregie durchführen kannst nur recht "schwammig" ausfallen:

• das betroffene Gelenk nicht überlasten.

• Verhaltenstraining für das betroffene Gelenk.

• ernähre Dich ausgewogen und gesund (Kohlenhydrate, Proteine, ungesättigte Fettsäuren).

• reduziere – falls vorhanden – Dein Übergewicht.

• schütze das Gelenk vor Feuchtigkeit und Kälte.

Sport ist bei Arthrose-Erkrankungen sehr wichtig, aber Du darfst das betroffene Gelenk nicht überlasten. Deshalb kommen nur gelenkschonende Sportarten in Betracht z.B.: Gymnastik, Pilates, Thai-Chi, Schwimmen, Radfahren, Walken, Cross-Trainer. Auch gezieltes Krafttraining hilft. Dadurch wird die umliegende Muskulatur gekräftigt und das erkrankte Gelenk geschützt und entlastet.

Gruß Blue

Antwort
von wiprodo,

Was heißt denn „Knorpelschaden“? Da gibt es eine Vielzahl von graduellen Ausprägungen. Am schlimmsten sieht es aus, wenn ein Stück Knorpel bis auf den Knochen völlig weg ist und keine Knorpelhaut mehr vorhanden ist. Dann kann sich der Knorpel nicht mehr regenerieren. Weiter Sport zu betreiben würde dann bedeuten, dass sich der Knorpel Stück für Stück weiter zurückzieht, bis nur noch die nackten Knochen aufeinander reiben. Verfestigen sich dort die Knochenoberflächen und glätten sie sich wie Billardkugeln ab, kannst du noch von Glück sprechen. Damit lässt sich noch ganz gut leben und sogar laufen. Aber die Dämpfung fehlt und die Knochenflächen klacken auch schon mal heftig aufeinander. Woher ich das weiß? Eigene Erfahrungen noch einem langen intensiven Sportlerleben.
Wenn du aber außer persönlichen Erfahrungen einzelner, die für deinen Fall überhaupt keinen Aussagewert zu haben brauchen, etwas fachlich Vernünftiges hören willst, solltest du dir nicht in einem Sportlerforum Rat holen, sondern von kompetenter Seite.

Kommentar von wiprodo ,

Nachtrag: Du solltest dich aber auch nicht durch schlimm klingende, aber nichtssagende Schlagwörter konfus machen lassen. Der Begriff „Arthrose“ heißt „Gelenkschaden“ und ist ein Sammelbegriff für –zig unterschiedliche Formen von Defekten im Bereich eines Gelenkes, von denen der Knorpelschaden (Chondropathie) einer von vielen ist und der zudem selbst die unterschiedlichsten Ausprägungen zeigen kann (s.o.). Aus diesem Grunde gibt es auch kein Allheilmittel, das man bei „Arthrose“ allgemein und „Knorpelschaden“ im Besonderen nur aus der Tasche zu ziehen braucht. Deshalb solltest du nicht auf unangemessene Ratschläge hören, die „... viele Ärzte .... unvorstellbare Versager...“ nennen, denn „unvorstellbare Versager“ scheint es in allen Berufen und Lebenssituationen zu geben.

Antwort
von ralphp,

Wenn der Arzt dir keine Hoffnung macht und meint, dass ein Knorpelschaden ein Knorpelschaden bleibt und nicht ausheilt, dann nimm es sportlich und Beweise dem Arzt dass es doch geht.

Wenn man die Hände in den Schoß legt und nichts tut, wird es ohnehin nicht besser.

Achte darauf, Überlastungen zu vermeiden, aber steigere die Belastung langsam aber stetig. Ich bin sicher, dass du in gewissen grenzen eine Besserung erreichen kannst.

Ärzte haben ihre Erfahrungen, doch darf nicht vergessen werden, dass viele Patienten sich auch auf ihrer Krankheit ausruhen und nur wenig dazu beitragen, die Probleme zu beseitigen. (Es ist ja auch schön, wenn man von allen bemitleidet wird ...) du gehörst ja offensichtlich nicht dazu und insofern mögen die Erfahrungen des Arztes in vielen Fällen zutreffen, aber eben nicht in deinem fall.

Versuche es! Du musst ja ohnehin damit leben und warum sollte man auf alles was Spaß macht (Sport eingeschlossen) verzichten?

Ich wünsche dir alles gute und viel Erfolg!

Antwort
von whoami,

Ich kann dir nur raten: versuche es mit Gelenkkapseln, denn die haben meinen Knorpelschaden wesentlich gemildert, sodass ich wieder ordentlich Krafttraining machen kann. Dazu brauchst du aber einen guten Sport-Orthopäden! Die Normalen taugen oft nichts (meine leidvolle Erfahrung)...

Antwort
von anonymous,

Ich würde mich davon NICHT entmutigen lassen..... Viele Ärzte sind unvorstellbare Versager, die absolut keine Ahnung haben.

Der Knorpelschaden wurde ja scheinbar nur zufällig entdeckt und dann gleich pathologisiert. Das ist ganz typisch...... Der Patient hat seit 20 Jahren irgendeine Erscheinung, die plötzlich entdeckt wird, und schon wird er krank geredet.

Behandeln kannst Du da nix, aber Du kannst wahrscheinlich ganz normal damit leben. Probiers zumindest erstmal. Mach Krafttraining und alles was schmerzfrei geht. Wenns nicht besser wird, informier Dich irgendwann mal über eine Gelenksprothese oder so.

Du solltest aber auf nix verzichten, das Du eigentlich kannst und gerne tun willst. Da musste aufpassen.... Viele Mediziner haben da ihr Katalogwissen und plappern einfach nach, was irgendwann mal als "krankhaft" eingestuft wurde.

Kommentar von sportella ,

Stimmt. Wenn es nach dem Willen der Ärzte ginge, hätte ich schon seit 4 Jahren ein künstliches Schultergelenk. Klar gibt es ein paar Dinge, die ich nicht machen kann, z.B Überkopf drücken. Na und?
Laut der Diagnose der Ärzte müsste ich ein Krüppel sein. Ich meine, das Wichtigste ist, in Bewegung zu bleiben. Man kann sich auch krankschonen.

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