Frage von LinguMingu,

Keinen Appetit am Morgen oder: zwei Brötchen in nur 60 Minuten! ;-)

Hey Leute,

wem geht es nicht auch so? Man steht morgens auf, hat einen mega Kohldampf, schmiert sich seine Brote, setzt sich hin und dann? Die Zeit vergeht, man starrt das Essen an, bekommt aber keinen Bissen runter.

Woher kommt dieses Phänomen? Was kann man statt dessen tun, essen, trinken, um einen guten Start in den Tag zu bekommen?

Danke schon mal im Voraus! :-)

Antwort
von Juergen63,

Das Phänomen kenne ich persönlich jetzt nicht so. Wenn ich Hunger habe kann ich an sich auch mit Appetitt essen, wobei ich morgens im Gegensatz zum Tagesverlauf dann auch eher weniger esse. Es ist allerdings bei vielen Menschen so das sie sich mit dem Frühstücken schwer tun und morgens nicht richtig herunter bekommen. Auch wenn es immer heißt das ein gutes Frühstück die Basis des Tages ist, so ist es aber bei weitem nicht so das du ohne Frühstück schlecht oder Kraftlos in den Tag kommst: Es gibt viele die auf nüchternen Magen trainieren und damit auch gut klar kommen. Von daher würde ich mich da jetzt nicht all zu verrückt machen. Du kannst ja schauen ob du morgens etwas Obst herunter bekommst: Ein Apfel, Banane oder etwas Müsli mit Obst tut auch gut. Wichtig ist dann zumindest etwas zu trinken.

Antwort
von whoami,

Dieses "Phänomen", wie du es beschreibst, ist ganz normal, und in unserer Genetik tief verankert. Unsere Genetik funktioniert nämlich noch genauso wie die unserer Jäger-Vorfahren, die sich tagsüber nur knapp ernährten, jagten, und erst abends richtig viel aßen. Gut erklärt ist das in der "Warrior Diet" von Hofmekler, und, auf deutsch in den Büchern von Jürgen Reis.

Und wenn man Mal Kinder betrachtet - die verhalten sich genauso instinktgesteuert. Leider macht man ihnen diese Urinstinkte kaputt, indem diese von den Eltern regelrecht "zwangsfüttert" werden - von Eltern, die sich leider von der Nahrungsmittelindustrie haben überreden lassen, dass Essen das Wichtigste am Morgen sei (ein Schelm der sich dabei Böses denkt). Dass sich die morgendliche Katabolie mit Insulin nicht verträgt, weiß wohl kaum noch jemand.... und dass die Entgiftungsvorgänge morgens und tagsüber am Besten nicht mit großen Mahlzeiten unterbrochen werden sollten, ebenfalls...

Du machst also nichts falsch...

Kommentar von DNufi ,

Ich kenne das ganz persönlich. Morgens etwas essen ist absolut überflüssig für mich.

Wenn ich bis am Mittag nichts esse, habe ich bis dahin keine Konzentrations oder Leistungsprobleme. Wenn ich etwas Esse das einen höheren Glykämischen Index hat als Eier mit Speck, habe ich sicher um zehn einen Hungerast.

Lass die Brötchen einfach weg. und Iss wenn Du dann magst

Kommentar von wurststurm ,

Wie erklärt sich denn der grosse Hunger unserer Kriegerin nach dem Aufstehen?

Dass "unsere Genetik nämlich noch genauso wie die unserer Jäger-Vorfahren" funktioniert darf doch sehr bezweifelt werden. Gene verändern sich schon deutlich und das bereits innerhalb einer Generation. Unser Essverhalten passt sich an die Bedürfnisse und Gegebenheiten hat. Das war zu Zeiten, wo wir den lieben langen Tag mit der Keule hinterm Busch auf etwas essbares gewartet haben deutlich anders als zu Kriegszeiten oder nun in der Ueberflussgesellschaft. Unsere Ernährung ist somit geprägt von unseren Gewohnheiten. Wer sich ein paar Wochen lang hinsetzt und anfängt zu essen wird irgendwann automatisch Hunger haben. Ob das nun Sinn macht, unbedingt zu frühstücken überlass ich gern jedem selbst. Die Ernährungswissenschaftler sind dem Frühstück allerdings generell sehr zugetan.

Kommentar von whoami ,

"Wie erklärt sich denn der grosse Hunger unserer Kriegerin nach dem Aufstehen?" - Das ist leider konditionierbar, wie ich schon oben schrieb. Das beginnt schon im Kindesalter, mit meist dummen Sprüchen der Eltern wie: "wenn du nicht aufisst regnet es morgen"... und so Blödsinn....

Die Lebensweise hat sich natürlich im Gegensatz zu früher geändert, und wir müssen nicht mehr erst jagen um essen zu können. Nur leider hat unsere Genetik keine solch großen Sprünge gemacht. Der Körper, der Hormonhaushalt, Verdauung und Co., funktionierten aber noch genau wie zu Urzeiten. Hier passieren Anpassungen nicht so schnell wie wir das gerne hätten! Das erklärt u.a. auch, warum es nach Einführung der Landwirtschaft vor 12.000 Jahren (mit den Unmengen an Kohlenhydraten in Getreideform) die Menschheit darauf zum größten Teil immer noch mit Übergewicht und Zivilisationskrankheiten darauf reagiert. :-)

Kommentar von wurststurm ,

Auch das ist nur Theorie, die in letzter Zeit doch deutlich bröckelt. Wenn diese Steinzeit Theorie so einfach wäre hätten wir die Mechanismen unserer körperlichen Funktionsweise ja längst entschlüsselt. So ist das Uebergewicht keineswegs flächendeckend verbreitet, wie es ja sein müsste und ob es überhaupt so etwas gibt wie Zivilisationskrankheiten ist ebenfalls reine Spekulation. Gerade stand in der Zeitung, dass Menschen mit Uebergewicht gesünder sind und länger leben. Ich schliesse aus dieser Erkenntnis, dass uns die Zusammenhänge im menschlichen Körper immer noch ein grosses Rätsel und vermeintliche Regeln immer zu hinterfragen sind.

Immerhin, den Zusammenhang zwischen dem Aufessen und dem Wetter kann man wohl schon aus rein statistischen Erwägungen verwerfen :-)

Kommentar von Juergen63 ,

Ich muß Wurstwurm da Recht geben. Die Sache als verankerte Genetik aus der Steinzeit azusehen halte ich doch für etwas Waage. Die Menschheit hat sich im Laufe der Jahrtausende doch um einiges weiter entwickelt. Immerhin sehen wir im Gegensatz zu den Neandertalern mittlerweile ja auch um einiges anders aus. Mit der Verhaltensweise verhält es sich da meiners Erachtens genauso. Das Angebot und die Beschaffung der Nahrungsmittel die nun nicht mehr über das alte Jagdmuster bewerkstelligt werden muß hat der Menschheit ein ganz anderes Verhaltensmuster mit gegeben. Kinder nun zum Frühstück zu zwingen ist natürlich nicht der richtige Weg, denn jeder Mensch sollte individuell seine Essenbedürfnisse decken können. Und wie Wurstwurm auch schon angemerkt hat war ich vor einigen Tage über die Studie etwas verwundert das leicht übergewichtige Menschen länger leben. Das zeigt einfach das der Mensch ein Individum ist das nicht manifest zu ergründen ist. Und strukturierte Regeln kann man da einfach nicht festlegen. Mein Onkel war 60 Jahre lang Raucher und ist dann mit 88 Jahren an der herkömmlichen Altersschwäche gestorben. Ein anderer hat nie geraucht und stirbt dann mit 50 Jahren an Lungekrebs. Da gibt es dann keine wirkliche Logik mehr.

Kommentar von wurststurm ,

Bei dem letzten Satz würde ich widersprechen. Sicher gibt es Statistiken, die einem Raucher eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit angeben an Lungenkrebs zu erkranken als einem Nichtraucher. Signifikant höher bedeutet aber eben nur das und nicht alle.

Kommentar von whoami ,

Die Erkenntnis, die ich oben ansprach, wird von den den Ergebnissen dieser Ernährungsform zu 100% gestützt. Wie erklärt es sich denn sonst, dass sogut wie alle die diese Ernährungsform praktizieren, hervorragende, ja sogar dramatische Verbesserungen vorweisen können? Das Wohlbefinden steigt, die Leistung, und vor allem die Gesundheit profitiert unglaublich davon: Blutdruck, Blutfettwerte, Körpergewicht, etc. normalisieren sich. Das habe ich nicht nur an mir und anderen aus meinem Bekanntenkreis bemerkt, sondern mir dies auch von mehreren Ärzten bestätigen lassen.

Wenn man sich hingegen die Leute anschaut die 3x und öfters/Tag größere Mahlzeiten zu sich nehmen, fällt doch auf, dass über die Hälfte unzufrieden sind. Übergewicht, Leistungsverlust und Krankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind an der Tagesordnung (und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Krebserkrankungen häufen sich, was Mediziner teilweise auf zu viel Essen zurückführen. Der Körper hat einfach keine Zeit mehr zu entgiften)

Ich meine: ich will niemanden überreden seine eigene Ernährungsweise zu ändern! Nichts liegt mir ferner!! Aber als ich vor einigen Jahren darauf aufmerksam wurde, entschloß ich mich zu einem Selbstversuch. Das war die zweitbeste Entscheidung meines Lebens!!! Und ein weiterer großer Vorteil: während andere sich ihren Tagesablauf von Mahlzeiten-Terminen diktieren lassen, habe ich währenddessen Zeit für Wichtigeres!

Noch eine Anmerkung für Jürgens: den Beitrag über die lebensverlängernde Wirkung von Übergewicht (habe ich auch gesehen) ist nichts als Schönrederei! Jeder Arzt sagt dir genau das Gegenteil! Es stimmt zwar schon, dass früher leichtes Übergewicht für das Überleben in Hungerzeiten überlebenswichtig war! Aber!!! Man zehrte sehr oft davon wenn es nichts zu essen gab (und brachte somit relativ oft den Körper durch Hungern wieder ind Normalgewicht!). Dies ist aber in der heutigen Überflußgesellschaft nicht mehr nötig. Hier kehrt sich dieser Überlebensmechanismus genau ins Gegenteil um, da wir ja von unseren Körperfett nie mehr zehren. Und genau das ist es, was uns krank macht. Nur leider wurde das im Beitrag unter den Tisch gekehrt (wohl um die Zuschauer bei Laune zu halten, weil es ja immer mehr Dicke gibt).

Kommentar von wurststurm ,

Whoami, verstehe ich das jetzt richtig; die genannten Studien sind getürkt, weil sie die Leute "bei Laune halten wollen", während deine Beobachtungen stimmen müssen, weil du sie selbst ausprobiert hast? Du klingst ja schon fast wie einer diese Globuli Fanatiker. Die Macher der Langzeitstudie haben ja selbst zugegeben, dass sie die Mechanismen nicht, die zu den überraschenden Resultaten geführt haben. Aber immerhin musst auch du zur Kenntnis nehmen, dass es diese Resultate gibt, nämlich dass die etwas Dickeren länger leben. Wie passt das in deine Theorie? Hier ist übrigens meine: Leicht übergewichtige Menschen sind grundsätzlich (im Durchschnitt) zufriedener als dünne und diese Zufriedenheit oder sei es Gelassenheit, innere Ruhe. Das lässt sie länger leben.

Kommentar von whoami ,

Das waren keine Studien (das Wort muss leider für Vieles herhalten), sondern nur Behauptungen, über die - und das sollte dir vllt. zu denken geben - jeder Arzt lauthals loslacht!! Dass das Fernsehen viel Mist erzählt, muss ich dir wohl nicht sagen, oder!? Du tätest gut daran dir ein paar eigene Gedanken zu machen, als alles zu glauben was die Flimmerkiste verbreitet...

Es gab hier unlängst eine Frage (bin mir nicht mehr sicher ob auf sportlerfrage oder gesundheitsfrage) von einer Ernährungsexpertin, die nicht wußte wie man den KFA reduzieren muss, und stellte eine entsprechende Frage online!! EINE ERNÄHRUNGEXPERTIN!!! Und dann wunderst du dich noch, dass selbst gelernte Fachleute von ihrem eigenen Beruf keine Ahnung haben!?

Und das mit der Zufriedenheit der Dicken ist auch nur eine Schutzbehauptung, um sich das eigene Unvermögen abzuspecken schönzureden. Also wirklich Wurststurm, ich habe dich für klüger gehalten....

Übrigens: meine"Beobachtungen" haben Tausende andere auch gemacht, und - oh Wunder - alle kommen zum gleichen Ergebnis. Mann sollte sich nur Mal in den eigenen Hintern treten, und es selbst auch probieren....

Kommentar von wurststurm ,
Kommentar von whoami ,

:-))) Dann frage ich mich wie ich Macht über andere erlangen könnte, indem ich weniger Körperfett habe als andere... (wenn du ein Patentrezept hast, immer her damit) .... :-)))

Der ganze Artikel ist in meinen Augen eine einzige Schönrederei des Molligsein - was der Autor wohl auch selbst ist. Aber bitte - jeder wie er will. Ich sagte ja, dass ich niemanden überreden will. Ich kenne aus eigener Erfahrung beide Seiten - fett und schlank - und weiß also, dass die Lebensqualität erheblich steigt wenn man NICHT fett ist! Ganz zu schweigen vom Blutbild und anderen Werten: denn die lügen nicht!!

Sicherlich gibt es Dicke die länger leben als Dünne! Das ist eben die Genetik. Gleichzeitig muss man sich aber auch die Frage stellen wie viel länger die Dicken wohl zusätzlich gelebt hätten, wenn sie dünn gewesen wären!? Sehr warscheinlich einige Jahre länger, als sie es so schon getan haben. Ausschlaggebend für die Zeitspanne unseres Lebens ist größtenteils unsere Genetik verantwortlich. Durch einen gesunden Lebenstil können wir diese aber positiv beeinflussen - auch wenn es manchmal doch nicht ganz hinhaut. Dann kommen gleich die die sagen: "Siehst du? Dicke leben doch länger!" Es ist eben nicht ganz so einfach....

Antwort
von LenaWise,

also seit ich abends keine carbs mehr esse habe ich morgens immer besonders großen hunger und freue mich auf meine toasts/brötchen/brote whatever =)

Kommentar von schaefchen ,

So ähnlich ergeht es mir auch! Ich habe vor ein paar Jahren meine Ernährung zwecks Abnehmen umgestellt! Abends nur EW und am Morgen stehe ich mit riesen Hunger auf und kann auch locker 2-3 Brötchen mit süßem Aufstrich verputzen :-)

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